• Murmeltier, © by A. Vorauer / 4nature
    Murmeltier

Alpenmurmeltier

Name: Alpenmurmeltier

Wissenschaftlicher Name:
Marmota marmota

Lebensraum:
Alpen, Karpaten, Hohe Tatra - jedoch nirgendwo flächendeckend.



Geografische Verbreitung:
Alpenmurmeltiere kommen in verschiedenen Höhenlagen vor, von der jeweiligen lokalen Baumgrenze bis zu etwa 200 Höhenmeter darüber. Alpenmurmeltiere sind auch in der Lage unter extremen alpinen Bedingungen zu leben und besiedeln alpine Matten bis an den Fuß eines Gletschers. Dabei erreichen sie Höhenlagen bis zu 3.000 Metern.
Geeigneten Lebensraum stellen alpine Rasen, vorzugsweise in südlicher Hanglage, mit tiefgründigem Boden dar, da er den Murmeltieren erlaubt ihre ausgedehnten Baue anzulegen.

Murmeltier vor seiner Höhle, © by P. Buchner / 4nature


Tagaktive Nager

Alpenmurmeltiere haben eine Kopf-Rumpflänge von etwa vierzig bis fünzig Zentimeter sowie eine Schwanzlänge von zehn bis zwanzig Zentimeter. Zwischen weiblichen und männlichen Tieren gibt es keine auffälligen Unterschiede, Männchen sind jedoch in der Regel etwas größer und schwerer als Weibchen. Der Kopf ist schwärzlich und grau mit heller Schnauze und kleinen, behaarten Ohren. Die Fellfarbe kann zwischen schiefergrau, hellbraun rötlich und gelblich variieren. Vereinzelt gibt es auch Individuen mit schwärzlich wirkendem Fell.

Alpenmurmeltiere sind tagaktiv ernähren sich von Wurzeln, Blättern und Blüten sowie Kräutern und Gräsern. Den größten Teil des Tages verbringen sie unter der Erde. Murmeltiere begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinander reiben und die Köpfe zusammenstecken. Sie leben in Gruppen zusammen die sich aus einem dominaten Paar und Nachkommen verschiedener Jahrgänge zusammensetzen. Eine Murmeltiergruppe umfasst etwa 20 Individuen und sowohl Männchen als auch Weibchen haben eine eigene Rangordnung. Die Reviergröße umfasst etwa 2,5 ha.
Alpenmurmeltiere leben in Bauen, die in der Regel über ein weit verzweigtes System an Kammern und Tunneln verfügen. Ein Teil des Baus – der Sommerbau - wird dazu genutzt um sich während der Sommermonate der Tageshitze zu entziehen. Im Winterbau, der sich bis zu sieben Metern unter der Erdoberfläche befindet, verbringen die Tiere ihren Winterschlaf, der von Oktober bis März dauert.
In dieser Zeit verlieren die Tiere bis zu ein Drittel ihres Körpergewichtes. Vor dem Winterschlaf tragen Alpenmurmeltiere trockene und abgestorbene Pflanzenteile in die Nestkammern um diese zu Polstern und zu Isolieren. Der Eingang zum Bau wird von innen mit einem bis zu zwei Meter langem Pfropfen aus Gras, Kot, Erde und Steinen verschlossen.

Durchschnittlich erleben Alpenmurmeltiere ein Alter von zwölf Jahren. Zu den natürlichen Feinden des Murmeltieres zählen vor allem Greifvögel wie der Steinadler, aber auch Baummader und Füchse. Einzelne Tiere warnen die anderen Mitglieder einer Gruppe durch das ausstoßen von Pfiffen vor drohender Gefahr. Die meisten Murmeltiere fallen jedoch dem Winter zum Opfer. Haben sie nicht genügend Winterspeck angefressen sinken ihre Überlebenschancen rapide.
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