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In Österreich gibt es nur noch zwei Braunbären-Männchen - und kein einziges Weibchen. Damit die Bären nicht wieder aussterben, müssen wir sofort handeln.

Mit Ihrer Hilfe wollen wir "Meister Petz" eine Zukunft schenken: Unterstützen Sie uns jetzt mit einer
Österreich-Patenschaft !

Alle Infos zum Thema Braunbär finden Sie auf www.wwf.at/braunbaer 
 

Bären in Österreich vor dem Aussterben


Nur noch zwei Bären, der 20-jährige Djuro und sein bald 8 Jahre alter Sohn Moritz, leben in den Wäldern der Nördlichen Kalkalpen. Elsa, das letzte Weibchen, wird seit 2007 vermisst. Einzelne Tiere aus Slowenien und dem italienischen Trentino wandern von Zeit zu Zeit über die Grenze nach Österreich zu und wieder ab. Auch bei diesen Bären handelt es sich ausschließlich um Männchen  - Bärennachwuchs ist also in naher Zukunft nicht zu erwarten. Der Braunbär steht somit in Österreich vor seinem unmittelbaren Aussterben!

Braunbären Junge

Wenn nicht rasch aktive Maßnahmen gesetzt werden, ist es zu spät - und der Bär, der wie kaum ein anderes Wildtier Symbol für unsere intakten Naturlandschaften ist, stirbt in Österreich zum zweiten Mal aus! Eine Ansiedlung weiblicher Bären ist die einzige Möglichkeit, unsere heimischen Bären zu retten. Bei einer Umfrage im Sommer 2008 sprachen sich 71 Prozent aller Österreicher dafür aus, dass neue Bärinnen gemeinsam mit Djuro und Moritz wieder für Nachwuchs "made in Austria" sorgen.

Geben Sie den Bären ein Chance: Mit einer Österreich-Patenschaft  helfen Sie uns, die Alpenbären vor dem Aussterben zu retten!


Friedliches Zusammenleben


Dass Bären in Österreich friedlich mit Menschen gemeinsam leben können, hat der Erfolg der ersten Jahre bewiesen. Der Lebensraum und das Nahrungsangebot in unseren Waldgebieten ist so gut, dass im Bärenprojekt innerhalb weniger Jahre 31 Junge geboren wurden - eine der größten Erfolgsgeschichten des Artenschutzes in Mitteleuropa. Auch das Bärenprojekt "Life Ursus" im italienischen Trentino hat sich Erfolg versprechend entwickelt: Die Trentiner Bärenfamilie beläuft sich - nach Bestandesstützungen in den 1990er Jahren - nun wieder auf fast 25 Tiere.  Beide Projekte sind Teil des Vorhabens, den Bären im Alpenraum wieder dauerhaft Heimat zu geben.

Die Besiedlung soll zwar dünn, aber durchgehend sein, sodass die Bären im Zuge ihrer Wanderbewegungen zueinander finden können. Ein effektiver Managementplan, der von den Behörden getragen wird, regelt alle Belange des Zusammenlebens zwischen Mensch und Bär und sorgt für finanzielle Abgeltung, wenn Bärenschäden auftreten.

Braunbär

Keine wilden Bestien


"Braunbären sind eindrucksvolle Wildtiere - keine Teddies, aber auch keine wilden Bestien", so Christoph Walder vom WWF-Bärenprojekt. "Wenn wir Menschen ihnen mit Umsicht und Respekt begegnen, ist ein harmonisches Miteinander möglich." Für den Fall von problematischen Bären steht ein geschultes Team aus Wildbiologen und Bärenanwälten bereit, um Tieren, die - vom Menschen - zu Problembären verzogen werden, wieder ihre natürliche Scheu beizubringen.

Seit Beginn der Wiederansiedlungsprojekte in Österreich und dem Trentino in den letzten Jahrzehnten ist kein Übergriff eines Bären auf Menschen überliefert. Selbst verhaltensauffällige Tiere wie Bruno oder seine Mutter Jurka - sie wurde in Italien von Schaulustigen angefüttert und gab ihre Fehlprägung an die Jungen weiter - haben niemals Menschen angegriffen, verletzt oder gar getötet.

Bären haben unterschiedlich große Streifgebiete. Junge Bären machen auf der Suche nach geeigneten Revieren oft sehr weite Wanderungen, wie der berühmte JJ1 alias Bruno eindrucksvoll gezeigt hat.  Sobald sie sich schließlich "niedergelassen" haben, suchen sie auch Weibchen - in Österreich bislang leider vergeblich.
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