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Der Amazonas Europas

Donau, Drau und Mur: Fluss-Paradiese vor Österreichs Toren

  • Natürliche Flusslandschaft an der Mur
  • Überschwemmungsgebiet an der Donau
Die grenzüberschreitende Flusslandschaft von Donau, Drau und Mur, die in Österreich beginnt und sich über die Länder Slowenien, Ungarn, Kroatien und Serbien erstreckt, zählt zu den europaweit bedeutendsten Feuchtgebieten. Solche Gebiete werden in ihrer Vielfalt und Produktivität nur von den tropischen Regenwäldern übertroffen. Der WWF setzt sich seit Jahren für den Erhalt dieses einzigartigen Naturraums ein und konnte schon große Erfolge verbuchen.
 
Überschwemmungsgebiet an der Donau
Entlang der Flüsse bieten ausgedehnte Auen einer einzigartigen Artenvielfalt Heimat: Seeadler und Schwarzstorch brüten in den Auwäldern, auf den Kies- und Sandbänken der Flüsse findet man Flussregenpfeifer, Triel und die extrem bedrohte Zwergseeschwalbe, die natürlichen Uferabbrüche sind Lebensraum für rund 14.000 Brutpaare der Uferschwalbe und des Bienenfressers. Im Fluss selbst tummeln sich seltene Fischarten wie Sterlet, Wildkarpfen und Huchen. Die Auen sind zudem wichtiges Trinkwasserreservoir für die Region, gewähren effizienten Hochwasserschutz und haben als Erlebnis- und Erholungsraum für die Menschen große Bedeutung.

Geschützte Bereiche entlang der Flüsse Drau und Mur Bild: Geschützte Bereiche entlang der Flüsse Drau und Mur (klicken zum Vergrößern)

Der WWF arbeitet mit seinen Partnerorganisationen in den einzelnen Ländern wie EuroNatur oder der Drava Liga, einer Plattform aus sieben NGOs entlang von Drau und Mur in Kroatien, an der Erhaltung dieses einmaligen europäischen Natur- und Kulturerbes. Ein grenzüberschreitendes Großschutzgebiet im Ausmaß von über 800.000 ha soll effizienten Schutz gewährleisten und eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen, sodass die einzigartige Fluss- und Artenvielfalt der Region auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt.

Unterzeichnung der Deklaration zur Schaffung des UNESCO-Biosphärenreservats Bild: Spitzenpolitiker aus Kroatien und Ungarn unterzeichnen Deklaration zur Schaffung des UNESCO-Biosphärenreservats

Das Ziel des WWF


Der WWF setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern für die Sicherung der grenzüberschreitenden Lebensader von Donau, Drau und Mur und ihrer natürlichen Reichtümer und Ressourcen ein. Dies soll durch verbesserten Schutz und ein nachhaltiges Management erreicht werden. Es soll ein länderübergreifender UNESCO-Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau“ etabliert werden - das wäre das größte zusammenhängende Flussschutzgebiet in Europa und das erste Schutzgebiet weltweit, das gemeinsam von fünf Ländern gesichert und nachhaltig gemanagt wird.    

Natürliche Flusslandschaft an der Mur

Programmschwerpunkte


Das WWF-Programm baut im Wesentlichen auf drei Säulen auf:

1. Etablierung Schutzgebiet
Ein wichtiger Schritt im Projekt ist die Entwicklung und die schrittweise Umsetzung eines Fahrplans der zur Etablierung eines grenzüberschreitenden Biosphärenparks führen soll.

2. Stopp Verschlechterung
Im Sinne der Erhaltung und eines nachhaltigen Managements der natürlichen Reichtümer und Ressourcen der Region und im Zuge der Übernahme der EU-Umweltgesetzgebung müssen sich gängige Praktiken im Bereich des Flussmanagements ändern. Unter anderem müssen Flussregulierungen und Kies- und Sandbaggerungen aus dem natürlichen Flussbett gestoppt werden.

3. Start Revitalisierung
Im Sinne einer nachhaltigen Sicherung der Flusslandschaft und ihrer Artenvielfalt ist es notwendig, dass bereits geschädigte Flussabschnitte revitalisiert werden. Gemeinsam mit EuroNatur hat der WWF deshalb eine Revitalisierungs-Vision für diesen Raum entworfen. Hier können Sie die Studie runterladen: http://www.sterna-albifrons.ne...n-2009-2020.pdf 

Die Firma Asamer Holding AG unterstützt das WWF-Projekt für den Mur-Drau-Donau Biosphärenpark.

Lesen Sie mehr zu Asamer Holding AG/Umwelt unter: http://www.asamer.at/kooperatio...onspartner.html 
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