• Luchsfreilassung 13. Dezember 2011 im NP Kalkalpen, © by Nationalpark Kalkalpen
    Luchsfreilassung 13. Dezember 2011 im NP Kalkalpen

BILDER & VIDEO: Neue Heimat für Luchs "Juro"

Luchsmännchen im Nationalpark Kalkalpen freigelassen: Hoffnung auf Nachwuchs
Am 13. Dezember wurde das Luchsmännchen „Juro“ aus der Schweiz in den Nationalpark Kalkalpen übersiedelt. Bereits im Mai dieses Jahres wurde die Luchsin „Freia“, die ebenfalls aus der Schweiz stammt, im Nationalpark Kalkalpen freigelassen. Das Pärchen soll bald zueinander finden und im nächsten Frühjahr für Nachwuchs sorgen. Mit dem Pilotprojekt im Nationalpark Kalkalpen soll dem scheuen Waldbewohner die natürliche Ausbreitung erleichtert werden.



Neue Heimat im Nationalpark Kalkalpen


“Die Nationalpark Kalkalpen Region spielt bei der Rückkehr des Luchses im Alpenraum eine Schlüsselrolle. Der Luchs ist ein faszinierendes Wildtier und ein wertvolles Schutzgut unseres Nationalparks“ erklärt Dr. Erich Mayrhofer, Direktor des Nationalpark Kalkalpen. Der Luchs „Juro“ wurde im Grenzbereich des Revieres der Luchsin „Freia“ und eines altbekannten Luchses im Hintergebirge, dessen Geschlecht man bis dato nicht exakt bestimmen konnte, in die Freiheit entlassen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Luchse voneinander Notiz nehmen.

Luchsfreilassung 13. Dezember 2011 NP Kalkalpen, © by WWF

WWF kämpft für Zukunft der Luchse in Österreich


„Diese Bestandsstützung ist ein wichtiger Impuls für die Zukunft des Luchses im Alpenraum“, begrüßt Christian Pichler vom Projektpartner WWF Österreich die Übersiedelung von „Juro“. Um den Schutz und den dauerhaften Erhalt der Raubkatzen in Österreich zu garantieren, braucht es allerdings ein Bündel weiterer Schutzmaßnahmen, so Pichler. Dazu gehören laut WWF weitere Luchsumsiedelungen ebenso wie ein effizienter Managementplan, der sowohl die Ansprüche des Menschen berücksichtigt, als auch dem Luchs genügend Lebensraum lässt.

Wie „Freia“ wurde auch das Luchsmännchen von MitarbeiterInnen der Forschungsgruppe KORA in Begleitung einer Tierärztin in einer Transportbox in den Nationalpark Kalkalpen transportiert, wo er mit einem Senderhalsband versehen freigelassen wurde.

Luchsfreilassung 13. Dezember 2011 NP Kalkalpen, © by Nationalpark Kalkalpen

Luchs nach 150 Jahren wieder zurück


Einst in weiten Teilen Europas ausgerottet, entdeckt der Luchs seit einigen Jahren seine alte Heimat wieder: 1996 kehrte ein Tier nach 150 Jahren Abwesenheit erstmalig in die Kalkalpen-Region zurück. Alle gegenwärtigen Luchspopulationen in West- und Mitteleuropa, sind auf Wiederansiedlungsprojekte zurückzuführen. Der Auswilderung von Luchs „Juro“ – der zweiten seit 30 Jahren in Österreich – ging eine jahrelange Forschungsarbeit des Arbeitskreises LUKA (Luchs Oberösterreichische Kalkalpen) voraus.

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