Fachexperten-Workshop zur Zukunft des Braunbären in Österreich
Ende November 2009 trafen sich in- und ausländische Bärenexperten aus ganz Europa, um die Situation rund um die Bären in Österreich zu analysieren und neue Strategien und Wege anzudenken.
Die Analyse der Experten ergab, dass die derzeitige Situation in Österreich – seit 2000 nehmen die Bestandeszahlen in den Nördlichen Kalkalpen kontinuierlich ab – hauptsächlich auf einzelne illegale Abschüsse zurückzuführen ist. Aufgrund der geringen Anzahl an „Gründerbären“ der Ausgangspopulation (vier Tiere in den Nördlichen Kalkalpen) hatten diese Abschüsse einen signifikanten Einfluss auf die Populationsgröße der Bären. So können heute nur mehr männliche Tiere in den österreichischen Alpen nachgewiesen werden.
Eine Zukunft für Österreichs Bären ist aber möglich: die Experten bestätigten die Eignung des Lebensraumes hierzulande, betonen aber, dass eine Einwanderung von Bärenweibchen aus dem slowenischen Raum ist in den nächsten 20-30 Jahren nicht zu erwarten ist. Um den Bären ein Überleben in ihrer alten Heimat zu ermöglichen, sind aktive bestandesstützende Maßnahmen unbedingt erforderlich, so die einhellige Meinung der Fachgruppe.