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Reptilien

  • Chamaeleon - Homo ambiens
Reptilien sind eine ungemein vielfältige und faszinierende Tierartengruppe. Kein Wunder, dass viele von ihnen beliebte Hausgenossen sind.
Viele Schildkröten, Echsen und Schlangen sind - nicht zuletzt auch wegen der starken Nachfrage durch den Heimtiermarkt - gefährdet und international geschützt.

 

Gefährdete Ur-Tiere



Besonders bedroht sind z.B. Reptilien aus Madagaskar, die nur dort vorkommen. Aber auch asiatische Arten sind durch den Heimtierhandel stark gefährdet, u.a. die McCord´s Schlangenhalsschildkröte oder die Sternschildkröte.

Handelskontrollen sind nötig!



Daher braucht man beim Kauf von Reptilien oft behördliche Genehmigungen oder zumindest einen Herkunftsnachweis, der belegt, dass das Tier legal erworben wurde. Zu viele Schildkröten, Leguane, Geckos, Chamäleons, Warane und Schlangen wurden bereits aus der Natur entnommen, und die Nachfrage steigt weiter.

Kompetente Beratung in Reptilien-Fragen



Informationen und fachliche Beratung zu Erwerb und Haltung von Reptilien bieten kompetente Verbände und Vereine wie die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie, der Österreichische Verband für Vivaristik und Ökologie - mit vielen lokalen Vereinen in zahlreichen Bezirken -, das Haus des Meeres - Aqua Terra Zoo Wien oder das Herpetologische Zentrum Steiermark.
Haus des Meeres - Aqua Terra Zoo/
www.haus-des-meeres.at 
Österreichische Gesellschaft für Herpetologie/
www.nhm-wien.ac.at/nhm/herpet/ 
Österreichischer Verband für Vivaristik und Ökologie/ www.oevvoe.at 
Herpetologisches Zentrum Steiermark/ www.reptilien.com/herpzentrum  

Reptilien und Artenschutz



Erkundigen Sie sich vor einem eventuellen Kauf unbedingt nach artenschutzrechtlichen Bestimmungen (Lebensministerium : 01/51 522-1402) und Haltungsvorschriften.

Problematische Exoten



Ein ganz eigenes "Problem" sind die Rotwangen-Schmuckschildkröten. Diese sind selbst nicht bedroht, können aber andere Arten gefährden. Die hübschen Schildkröten mit dem roten Wangenfleck wurden in riesigen Mengen aus Nordamerika eingeführt. Beim Kauf wenige Zentimeter klein wachsen sie auf bis zu 30 cm Länge heran. Da die Tiere vielen Haltern dann zu groß sind, werden viele in die Natur entlassen, wo sie Krankheiten verbreiten und die seltenen heimischen Sumpfschildköten verdrängen können.

Nach dem Tierschutzgesetz ist das Aussetzen ungeliebter Heimtiere ausdrücklich verboten!
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