
WWF-Artenschutzexpertin Sarah Brook und ihr Ehemann und Kollege Simon Mahood berichten im Weblog regelmäßig von ihrer Arbeit und ihren Erlebnissen. Wie sie den seltenen Nashörnern auf die Spur kommen wollen erfahren Sie jetzt regelmäßig im
WWF-Weblog .
Die seltensten Säugetiere der Welt
So kolossal und schwerfällig sie auch wirken, in Wahrheit sind die Annamiten-Nashörner außerordentlich empfindsame und heimliche Tiere.
Jahrzehnte lang glaubte man, sie seien bereits ausgerottet. Doch 1988 fand man noch einige der Nashörner, die verborgen in einem Waldgebiet im Süden Vietnams überlebt hatten.
Nach wie vor stehen die faszinierenden Dickhäuter aber vor dem Aussterben. Um dies zu verhindern führt der WWF nun ein Monitoring-Projekt auf höchstem wissenschaftlichen Niveau durch, um möglichst bald zu erfahren, wie viele Nashörner es noch gibt und was zu deren Rettung unternommen werden kann - bevor es endgültig zu spät ist.

Nur unscharfe Bilder
Von den Annamiten-Nashörnern gibt es bislang nur unscharfe Bilder von Fotofallen. Kein Forscher hat die scheuen Tiere je zu Gesicht bekommen. Ihr genauer Bestand ist nicht bekannt, wird aber auf traurige
3-8 Individuen geschätzt. Wie viele es tatsächlich sind und ob es noch Weibchen und Männchen gibt, soll das Monitoring zeigen.
Feldarbeit unter schwierigsten Bedingungen
Seit Oktober, dem Ende der Regenzeit, sind zwei Forscherteams auf der Suche nach den Nashörnern. Angeführt wird die Truppe von
Sarah Brook. Die junge Engländerin ist Artenschutzexpertin des WWF Vietnam.
Die Teams haben auch tierische Verstärkung: Zwei Hunde wurden speziell auf den Geruch von Nashorn-Dung trainiert und begleiten die Suchteams.
Von den gefundenen Kot-Haufen werden Proben nach Kanada und Großbritannien geschickt, wo mit DNA- und Hormon-Analysen Individuenzahl, Geschlecht und Fortpflanzungszustand ermittelt werden. Bis zum Sommer 2010 werden wir wissen, ob die Annamiten-Nashörner noch eine Chance haben oder ob sie ein weiteres warnendes Beispiel für den unwiederbringlichen Verlust der Artenvielfalt unserer Erde werden.
Mehr erfahren Sie regelmäßig im WWF-Weblog !Der WWF bedankt sich bei der Manfred-Hermsen-Stiftung für die Unterstützung:
