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Spektakuläre Bilder: Junge Seeadler bekommen Ringe

Wagemutiger WWF-Einsatz in luftiger Höhe

  • Seeadler-Beringung in den March-Thaya-Auen
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Spektakuläre WWF-Aktion in den March-Thaya-Auen: WWF-Mitarbeiter haben im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf in über zwanzig Metern Höhe zwei junge Seeadler beringt. Mit Hilfe der Ringe können die Naturschützer das Verhalten der Jungvögel beobachten und sie so besser vor Gefahrenquellen wie Windkraftanlagen schützen. Damit die seltenen Adler jedoch langfristig eine Chance haben, müssen die ausgedehnten Auwälder der March-Thaya-Auen mit ihren imposanten Horstbäumen erhalten bleiben.
 
Die Beringung und Vermessung der Jungadler im Horst ist Teil der Naturschutzmaßnahmen des WWF für die March-Thaya-Auen. „Auf diese Weise können wir das Verhalten der Seeadler über viele Jahre beobachten, ohne sie zu stören, und so die Entwicklung des sensiblen Bestandes verfolgen“, erklärt Christian Pichler, Leiter des WWF-Seeadlerprojekts.

Seeadler-Beringung in den March-Thaya-Auen

Waghalsige Kletterpartie


Um zum Adlerhorst in der Baumkrone der Graupappel zu gelangen, ist eine waghalsige Kletterpartie am Stamm bis in 25 Meter Höhe erforderlich. Der WWF-Spezialist wird dabei an Seilen gesichert. Er steigt zu den wenige Wochen alten Jungadlern – die bereits etwa hühnergroß sind – in den Horst, vermisst sie, stattet sie mit zwei Ringen an den Fängen aus und seilt sich anschließend wieder ab.

Seeadler-Beringung in den March-Thaya-Auen

Zwei Ringe für jeden Adler


Bei der Kennzeichnung erhalten die Seeadler jeweils zwei Ringe. Ein schwarz-grüner Ring mit weißem Nummerncode kennzeichnet die Angehörigkeit zur pannonischen Population (Österreich, Slowakei, Ungarn und Kroatien). Der zweite – silbergraue - Ring mit schwarzen Ziffern dient zur individuellen Bestimmung von Alter und Geburtsort. Dadurch kann der Vogel punktgenau identifiziert werden, wenn er beobachtet, gefangen oder tot aufgefunden wird.

Seeadler-Beringung in den March-Thaya-Auen
Die Ringe lassen sich aus großer Entfernung ablesen. Weil diese größten heimischen Greifvögel auf Menschen sehr empfindlich reagieren, und Eltern ihr Gelege verlassen könnten, wird die Beringung erst knapp vor dem Flügge werden der Jungvögel durchgeführt. Aus demselben Grund wird auch die genaue Lage der Horste von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Schutzprojekts geheim gehalten.

Mehr Infos:
Zur Presseaussendung vom 10. Mai 2010 
Seeadler-LIVE-Webcam 
Arteninfo zum Seeadler 
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