Fisch ist ein wertvolles und gesundes Lebensmittel, doch die Verfügbarkeit von Fisch ist heute stark gefährdet.
Die Fischerei hat ein Ausmaß angenommen, das das Leben in unseren Meeren ernsthaft bedroht. Der Nordostatlantik und damit auch die Nordsee zählen zu den am stärksten überfischten Regionen der Weltmeere.

Jedes Jahr werden 86 Millionen Tonnen Fisch in den Meeren gefangen.
Zu den am stärksten bedrohten Arten zählen Riesenhaie, Kabeljau, Seehecht, Granatbarsch und Roter Tunfisch.
Fischzuchten decken heute bereits 43 Prozent des weltweiten Fischkonsums. Das Problem wird dadurch aber nur verschoben, denn auch der Zuchtfisch muss mit wild gefangenem Fisch oder Fischmehl gefüttert werden.
Zur Lösung der globalen Fischereikrise ist es aber noch nicht zu spät!
Viele Fischereien müssen die Fangmengen deutlich reduzieren oder den Fang so lange einstellen, bis sich die Bestände erholen. Das gilt zum Beispiel für den Roten Tunfisch im Mittelmeer oder den Kabeljau in der Nordsee.
Auch in Österreich können Konsumenten einen Beitrag zu nachhaltigem Fischkonsum leisten, wenn sie sich für heimischen Biofisch entscheiden und beim Einkauf von Meeresfisch auf das blaue MSC-Siegel achten.
Gütesiegel MSC („Marine Stewardship Council“)
Dieses Siegel garantiert, dass nicht mehr Fisch gefangen wird als für unsere Meere umweltverträglich ist. Vier Prozent des Weltfischfangs tragen bereits heute dieses Öko-Zertifikat – mit steigender Tendenz.
Nun können wir als KonsumentInnen mit unserer Kaufentscheidung entschliessen, ob unsere Meere zukünftig leer gefischt werden oder nicht. Mehr Einkauftipps