Fisch ist ein wertvolles und gesundes Lebensmittel, doch die Verfügbarkeit von Fisch ist heute stark gefährdet.
Die Fischerei hat ein Ausmaß angenommen, das das Leben in unseren Meeren ernsthaft bedroht. Der Nordostatlantik und damit auch die Nordsee zählen zu den am stärksten überfischten Regionen der Weltmeere.
Als KonsumentInnen können wir mit unserer Kaufentscheidung aber beeinflussen, ob unsere Meere zukünftig leer gefischt werden oder nicht. Eine wertvolle Orientierungshilfe ist der jährlich aktualisierte
WWF-Einkaufsratgeber für den Fischeinkauf. Damit sehen Sie auf einen Blick, welchen Fisch Sie ohne Bedenken kaufen können und von welchen Produkten Sie auf jeden Fall die Finger lassen sollten.
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WWF-Einkaufsratgeber: Checkliste für Ihren Einkauf

Jedes Jahr werden rund 90 Millionen Tonnen Fisch in den Meeren gefangen
Zu den am stärksten bedrohten Arten zählen Haie, Rochen, Kabeljau, Seehecht, Rotbarsch, Schwertfisch, Petersfisch und Roter Tunfisch. Fischzuchten decken heute bereits 46 Prozent des weltweiten Fischkonsums. Das Problem wird dadurch aber nur verschoben, denn auch der Zuchtfisch muss mit wild gefangenem Fisch oder Fischmehl gefüttert werden.
Zur Lösung der globalen Fischereikrise ist es aber noch nicht zu spät!
Viele Fischereien müssen die Fangmengen deutlich reduzieren oder den Fang so lange einstellen, bis sich die Bestände erholen. Das gilt zum Beispiel für den Roten Tunfisch im Mittelmeer oder den Kabeljau in der Nordsee.
Auch in Österreich können Konsumenten einen Beitrag zu nachhaltigem Fischkonsum leisten, wenn sie sich für heimischen Biofisch entscheiden und beim Einkauf von Meeresfisch auf das blaue MSC-Siegel achten.
Gütesiegel MSC („Marine Stewardship Council“)

Dieses Siegel garantiert, dass nicht mehr Fisch gefangen wird als für unsere Meere umweltverträglich ist. Fast sechs Prozent des Weltfischfangs tragen heute bereits dieses Öko-Zertifikat – mit steigender Tendenz.