Mit einer Patenschaft geben Sie heimischen Arten eine Chance. Bitte werden Sie Österreich-Pate!

Obwohl sich einige Arten wie der
Seeadler, der
Bartgeier oder der
Biber dank erfolgreicher Schutzprogramme erholt haben, befindet sich Österreichs Biodiversität nach wie vor auf dem absteigenden Ast. 60 Prozent unserer Wirbeltiere sind gefährdet: 41 Prozent der 101 heimischen Säugetierarten, 29 Prozent der 242 Vogelarten, 57 Prozent der 84 Fischarten sowie sämtliche 14 Reptilien- und 20 Amphibienarten. Besonders alarmierend ist, dass
10 Prozent aller heimischen Wirbeltiere knapp vor dem Aussterben stehen.

„Zahlreiche ‚ehemalige Österreicher’ wie den einheimischen
Braunbär, die
Steppenbirkenmaus oder die
Alpenkrähe haben wir bereits verloren“, sagt Kohler vom WWF. Schuld am Artensterben ist vor allem der ungeheure menschliche Nutzungsdruck: Die Erschließung der Berge für Schigebiete, die Verbauung der Flüsse für die Wasserkraft, vermehrte Eingriffe selbst in entlegene Bergwaldgebiete, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Inanspruchnahme immer größerer Flächen für Straßen, Siedlungen und Gewerbegebiete sind nur einige der vielen Ursachen für den Artenschwund.
Land der Berge … 
In letzter Zeit geraten sogar Österreichs Gebirge, die lange Zeit als sicherer Rückzugsraum für viele Arten galten, zunehmend unter Druck. Durch die hemmungslose Ausweitung von Skigebieten, wie aktuell am Piz Val Gronda in Tirol, gehen wertvollste Naturflächen unwiederbringlich verloren. Wo früher bunte Alpenblumen blühten, fällt der Blick nun auf nackten Boden, rutschendes Geröll und triste Liftbauten. Auch Wasserkraftwerke sind längst nicht so umweltfreundlich, wie es die Energieerzeuger behaupten: für ein Mega-Staudammprojekt im Tiroler Kaunertal soll das wildnisartige Platzertal - ein absoluter Geheimtipp unter Bergwanderern - in einen leblosen Stausee verwandelt werden.
Land am Strome … 
Besonders gefährdet sind unsere Alpenflüsse. Wilde, naturbelassene Strecken sind extrem selten geworden. Die
Isel in Osttirol, mit ihrer knapp 60 Kilometer langen, freien Fließstrecke ist ein ganz besonderes Juwel: Sie ist der letzte Gletscherfluss der Ostalpen, der noch von der Quelle bis zur Mündung intakt ist. Durch ein geplantes Wasserkraftwerk droht der Isel nun die Zerstörung. Das gleiche gilt für die
Venter und Gurgler Ache in Tirol, die Pielach in Niederösterreich, die
Mur in Salzburg oder die
Schwarze Sulm in der Steiermark. Sie alle sollen - unter dem Deckmantel des Klimaschutzes - dem aktuellen Wasserkraftboom in Österreich geopfert werden.
Land der Äcker … 
Die meisten Veränderungen der letzten 50 Jahre haben in der Agrarlandschaft stattgefunden, die immer intensiver genutzt wird. Wertvolle Lebensräume wie Trocken- und Magerrasen, Streuwiesen, Auen oder Moore sind zugunsten riesiger Agrarflächen verloren gegangen. Seltene Arten wie der
Wachtelkönig haben in der eintönigen, ganz auf Hochleistungs-Landwirtschaft getrimmten Landschaft kaum noch Platz. Trotz des Agrarumweltprogramms nimmt selbst die Anzahl der „gewöhnlichen“ Feldvögel ab: 20 von 22 typischen Arten, darunter das
Rebhuhn und das
Schwarzkehlchen, zeigen einen eindeutig rückläufigen Trend.
Land der Dome … 
In Österreich gibt es 28 Fledermausarten, die allesamt auf der Roten Liste stehen. Wer den faszinierenden Säugern helfen möchte, lässt ihnen durch Ritzen und Spalten Zugang zu Dachböden, Kirchen oder alten Gebäuden, die sich als Wohnraum eignen. Die größten Probleme für
Fledermäuse sind Lebensraum- und Quartierzerstörung, aber auch die Umweltgifte, die nicht nur den Insekten den Garaus machen, sondern auch deren Fressfeinden, den Fledermäusen.
Artenreiches Österreich? 
Damit Tiere und Pflanzen bessere Überlebenschancen haben, müssen wir unsere letzten naturnahen Gebiete unter wirksamen Schutz stellen. Die
Einrichtung von Nationalparks und Wildnisgebieten sind dabei ebenso wichtige Maßnahmen, wie die Pflege traditioneller Kulturlandschaften und der
Schutz unserer letzten intakten Flüsse vor der Wasserkraft.
Helfen Sie uns Österreichs Naturschätze zu bewahren. Werden Sie jetzt Pate!