• Seeadler-Beringung, © by WWF/Andreas Zednicek
    Seeadler-Beringung
    Mai 2011

Spektakulärer Einsatz für die Seeadler

Schauen sie sich unser Video an
Seit vielen Jahren kämpft der WWF für die Rettung der Seeadler. Um Österreichs Wappentier effektiv zu schützen, ist eine genaue Beobachtung notwendig. Deshalb haben wir auch 2012 wieder junge Seeadler beringt. Wie so eine spektakuläre Aktion abläuft können Sie in diesem Video sehen!





Schützen Sie die Seeadler und Österreichs Naturschätze! Mit Ihrer Patenschaft sichern Sie die artenreichsten Gebiete unserer wunderschönen Heimat und schenken dem Seeadler, aber auch Braunbär, Luchs & Co. eine Zukunft: Werden Sie jetzt Pate!




Warum werden junge Seeadler beringt?


Die Beringung und Vermessung der Jungadler im Horst ist Teil der Naturschutzmaßnahmen des WWF für den Schutz des Seeadlers. „Auf diese Weise können wir das Verhalten der Seeadler über viele Jahre beobachten, ohne sie zu stören, und so die Entwicklung des sensiblen Bestandes verfolgen“, so Christian Pichler, Leiter des WWF-Seeadlerprojekts.

Der bisherige Erfolg der WWF-Maßnahmen spricht für sich: Galt der stolze Greifvogel vor wenigen Jahrzehnten in Österreich als komplett ausgestorben gibt es mittlerweile wieder 15 Brutpaare. Im Winter halten sich neben den heimischen Brutpaaren und den noch nicht geschlechtsreifen Vögeln auch Gäste aus Nord- und Osteuropa in Österreich und den Grenzregionen auf. Bei der letzten Zählung im Jänner 2012 wurden insgesamt 159 Seeadler gezählt.

Einsatz in luftiger Höhe


Um zum Adlerhorst in der Baumkrone der Pappel zu gelangen, ist eine waghalsige Kletterpartie am Stamm bis in 25 Meter Höhe erforderlich. Der WWF-Spezialist wird dabei an Seilen gesichert. Er steigt zu den wenige Wochen alten Jungadlern – die bereits etwa hühnergroß sind – in den Horst, vermisst sie, stattet sie mit zwei Ringen an den Fängen aus und seilt sich anschließend wieder ab.

Bei der Kennzeichnung erhalten die Seeadler jeweils zwei Ringe. Ein schwarz-grüner Ring mit weißem Nummerncode kennzeichnet die Angehörigkeit zur pannonischen Population (Österreich, Slowakei, Ungarn und Kroatien). Der zweite – silbergraue - Ring mit schwarzen Ziffern dient zur individuellen Bestimmung von Alter und Geburtsort. Dadurch kann der Vogel punktgenau identifiziert werden, wenn er beobachtet, gefangen oder tot aufgefunden wird. Die Ringe lassen sich aus großer Entfernung ablesen. Weil diese größten heimischen Greifvögel auf Menschen sehr empfindlich reagieren, und Eltern ihr Gelege verlassen könnten, wird die Beringung erst knapp vor dem Flügge werden der Jungvögel durchgeführt. Aus demselben Grund wird auch die genaue Lage der Horste von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Schutzprojekts geheim gehalten.

Seeadler brauchen intakte Lebensräume


Damit die seltenen Adler jedoch langfristig eine Chance haben, müssen unter anderem ausgedehnte Auwälder wie jene in den March-Thaya- und in den Donau-Auen erhalten bleiben. In diesen Auwäldern brüten  acht von 15 heimischen Seeadlerpaaren. Die Marchauen waren das erste Gebiet, in dem der ebenso scheue wie majestätische Großgreifvogel 2001 wieder gebrütet hat, nachdem er in Österreich über fünf Jahrzehnte lang ausgestorben war.

Diese Erfolge sind nur mit Ihrer Hilfe möglich! Unterstützen Sie unseren Kampf für die Seeadler und werden Sie jetzt Pate: Gleich hier!