• Platzerbach, © by Christoph Praxmarer
    Platzerbach

13.000 Unterschriften gegen Kaunertal-Kraftwerk!

WWF ruft Umweltminister Berlakovich zum Handeln auf
Großer Erfolg für unsere Initiative zum Schutz der letzten Alpenjuwele: WWF-Geschäftsführer Gerald Steindlegger und Tiroler Aktivisten haben 13.000 Unterschriften gegen den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal an Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreicht. Darin wird der Minister aufgefordert, sich gegen die Zerstörung und für den immerwährenden Schutz der Tiroler Flussheiligtümer auszusprechen.

Übergabe Kaunertal-Petition, © by WWF / Andreas ZednicekBild: WWF-Geschäftsführer Steindlegger (re.) übergibt 13.000 Unterschriften an Umweltminister Berlakovich

Wir bedanken uns bei allen Menschen und Organisationen, die unsere Petition unterstützt haben und werden weiterhin mit voller Kraft für den Schutz von Österreichs Flüssen kämpfen!

Öko-Desaster droht


Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal bedroht das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen, den Naturpark Ötztal, letzte Flussheiligtümer und das einzigartige Platzertal – solche Eingriffe sind mit dem Schutzziel dieser hochalpinen Gebiete absolut unvereinbar. Aus WWF-Sicht ist dieses TIWAG-Projekt ein ökologisches Desaster und darf niemals genehmigt werden!

Die 13.000 Protest-Unterschriften stehen symbolisch auch für die 13.000 Seiten langen TIWAG-Projektunterlagen – für jede einzelne Seite ein klares NEIN.

Platzerbach, © by Christoph Praxmarer

Auch Ötztal-Bauern klar gegen Kraftwerk


Auch die Bauern des Hinteren Ötztals sind als Grundbesitzer von diesem Projekt direkt betroffen. Und alle 13 Agrarorganisationen haben sich einstimmig gegen diese TIWAG-Pläne ausgesprochen. Sie wollen verhindern, dass das Wasser aus ihren Bächen ins Platzertal übergeleitet wird, wo es den geplanten Speichersee speisen soll. Die Bauern wollen die Wasserrechte für ihre Nachkommen im Tal bewahrt sehen, und treten dafür ein, dass das Ötztaler Wasser im Ötztal bleibt.

Wasserkraft muss ökologisch verträglich sein


Der WWF ist nicht generell gegen den Ausbau der heimischen Wasserkraft, wenn er ökologisch und sozial verträglich ist. Der Ausbau des Kaunertal-Kraftwerks ist jedoch nicht zu verantworten, weil das Projekt letzte Flussheiligtümer bedrohen, Schutzgebiete wie das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen und den Naturpark Ötztal beinträchtigen und ein unverbautes Hochtal überstauen würde.

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