„Wir haben mit der zweijährigen Kampagne unser Ziel bei weitem übertroffen und den Lebensraum von 150 bedrohten heimischen Arten nachhaltig verbessert", so der Umweltminister und Kampagneninitiator Niki Berlakovich. Zahlreiche AkteurInnen aus der Wirtschaft und Prominente haben uns unterstützt und den großen Erfolg möglich gemacht“, dankte der Umweltminister allen Mitwirkenden der Kampagne. Berlakovich prämierte beim Fest auch die Sieger des vielfaltl
eben-Gemeindewettbewerbs. Umrahmt wurde der Festakt mit Auftritten der vielfaltleben-Patinnen Luttenberger*Klug und Rebecca Bakken.
Lebensbedingungen für 150 Arten verbessertNeben den Siegern des Gemeindewettbewerbs und den Prominenten standen natürlich auch die Erfolge im Artenschutz im Mittelpunkt des Festes. Durch die vielfaltleben-Kampagne konnte die Situation vieler Tiere und Pflanzen verbessert werden.
Einige Erfolge in Zahlen:• 200 Feldhamstersichtungen: In jeder 5. NÖ-Gemeinde konnten Feldhamster gefunden und zusätzliche Erkenntnisse gewonnen werden.
• Bruterfolg mal 40: 2008 schafften es im Vorarlberger Rheintal nur fünf Kiebitzjunge flügge zu werden, 2010 waren es 189
• Der Wildkatzenhotline wurden 70 konkrete Hinweise auf die seltene Waldkatze gemeldet
• 55 Horstplattformen für den Sakerfalken wurden angebracht
• Es gibt 50 neue Mausohr-Quartierbetreuer in Oberösterreich
• 10 vielfaltleben-Kälber der seltenen Haustierrasse „Pinzgauer Rind“ wurden geboren
• Die Zahl der Seeadlerbrutpaare hat sich während vielfaltleben verdoppelt: 13 Seeadlerbrutpaare haben in den 2 Jahren 20 Jungvögel zum Ausfliegen gebracht.
• Für die seltene Mopsfledermaus gibt es im Tiroler Inntal 50 neue Nistkästen
• 9 ha Amphibienlebensräume wurden in den March-Thaya-Auen geschaffen
• u.v.m.
Das Who is Who im heimischen ArtenschutzWährend der gesamten Laufzeit der Kampagne haben sich zahlreiche Prominente und Persönlichkeiten aus der Wirtschaft mit großem Engagement und Einsatz für Bewusstseinsarbeit und den Erhalt der Artenvielfalt eingesetzt. Auch beim Abschlussfest übernahmen sie aktive Rollen: Publikumsliebling Sepp Forcher übergab den Preis an den Gemeinde-Champion Bürmoos, Gartenexperte Karl Ploberger moderierte, Claudia Reiterer trat für die bedrohte Wildkatze auf. Stellvertretend auch für andere PatInnen präsentierten sich Fernsehkommissar Gregor Seberg als Unterstützer für den von ihm besonders betreuten seltenen Hundsfisch und Miss Austria 2007 Christine Reiler für die Hornotter.
Bürmoos ist vielfaltleben–ChampionDas Engagement von Gemeinden, Vereinen oder Einzelpersonen für den Erhalt wertvoller Lebensräume ist in Österreich sehr vielfältig. Deshalb wurde im Rahmen der Kampagne ein Wettbewerb für Gemeinden ausgeschrieben.
Vier herausragende Initiativen wurden ausgezeichnet: „vielfaltleben-Champion“ darf sich die Salzburger Gemeinde Bürmoos nennen. Darüber hinaus erhielten auch das Vorarlberger Gemeinschaftsprojekt „NaturErLeben am Kumma“ der Gemeinden Altach, Götzis, Koblach und Mäder, die Oberösterreichische Gemeinde Kirchheim/Innkreis für ihre Initiative „Umfangreich aktiv!“ sowie Tattendorf in Niederösterreich für den Einsatz um Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt im Gemeindegebiet einen Preis.
„Es ist großartig, welchen Einsatz unsere Gemeinden zeigen, um die Natur auf ihrem Gemeindegebiet zu erhalten. Deshalb sind sie besonders wichtige Partner bei unseren Bemühungen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt“, betonte Umweltminister Niki Berlakovich abschließend.
Den Amphibien der March-Auen auf die Sprünge helfen
Die Kleinstgewässer an der „Langen Luss“, einer Acker- und Wiesenlandschaft bei Marchegg, sind ein bedeutender Lebensraum für bedrohte Amphibienarten. „Aber nur, wenn diese Sutten tief genug sind, um das Wasser bis in den August hinein zu halten“, erklärt Bernadette Strohmaier vom WWF. „So lange braucht der Amphibien-Nachwuchs für seine Entwicklung.“ Seit heute sind deshalb auf Initiative des WWF und der Gemeinde Engelhartstetten die Bagger am Werk, um einen verlandeten Altarm wieder zu vertiefen. Nur so können diese ehemaligen Flussarme der March wieder als Amphibien-Kinderstube dienen.
Bis vor wenigen Jahrzehnten waren an den Gewässern der Luss noch elf verschiedene Amphibienarten zu finden. Im Zuge der fortschreitenden Verlandung der ehemaligen Altarme trockneten auch die Amphibiengewässer mehr und mehr aus. 2009 konnten keine geeigneten Laichgewässer mehr festgestellt werden. Seltene Arten wie Donau-Kammmolch, Rotbauchunke und Moorfrosch drohten im Gebiet auszusterben, so die Ergebnisse einer Studie der Universität Wien.
„Damals haben wir ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um zu retten, was noch zu retten war“, erklärt die WWF-Projektkoordinatorin Strohmaier. Gemeinsam mit der Gemeinde Marchegg wurden im Herbst 2009 zum ersten Mal drei Sutten ausgebaggert.
„Acht verschiedene Amphibienarten sind seither zurück gekehrt“, freut sich Strohmaier. Amphibien gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten Österreichs. Verantwortlich dafür ist die Zerstörung ihrer Laichgewässer. Alle 20 heimischen Amphibienarten sind gefährdet.
Auch eine Vielzahl weiterer Arten der Au wie Watvögel und Urzeitkrebse, profitieren von den Maßnahmen an der Langen Luss. Dennoch kann langfristig nur die Wiederherstellung der natürlichen Dynamik der March durch Renaturierungen am Fluss selbst für intakte Auen-Lebensräume sorgen.
Die Gemeinde Engelhartstetten stellt ihre Grundstücke für die heute begonnenen Renaturierungsmaßnahmen zur Verfügung. Bürgermeister Andreas Zabadal unterstreicht: „Unsere Region ist gerade wegen ihrer intakten Natur besonders lebenswert. Damit das auch so bleibt, engagieren wir uns für mehr Artenvielfalt.“ Die Gemeinde Engelhartstetten ist dem vielfaltleben-Gemeindenetzwerk beigetreten, um zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt beizutragen.
Stiftung Fürst Liechtenstein unterstützt vielfaltleben-Projekt "Sandrasen" in den March-Thaya-Auen
Die Stiftung Fürst Liechtenstein hat sich im März 2010 als Partner der
"Allianz zum Schutz der biologischen Vielfalt in den March-Thaya-Auen" angeschlossen. Ein 5.000 Quadratmeter großer ehemaliger Acker bei Rabensburg, wird im heurigen Frühjahr in einen so genannten Sandrasen umgewandelt. Auf dieser und 13 weiteren Flächen in den nördlichen Marchauen sollen bald wieder stark gefährdete Pflanzenarten wie das Silbergras oder die Sand-Grasnelke gedeihen und seltene Tierarten wie die gefleckte Keulenschrecke Lebensraum und Nahrung finden.

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Neues vielfaltleben-Projekt „Sandrasen“ in den March-Thaya-Auen Esterházy Betriebe unterstützen vielfaltleben
Dr. Stefan Ottrubay, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Esterházy Betriebe GmbH, hat die Smaragdeidechse ausgewählt und am 18. Mai 2009 die Patenurkunde aus der Hand von Umweltminister Niki Berlakovich erhalten. „Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt in dem breiten Netzwerk an Partnern, die die Kampagne unterstützen. Mit den Esterházy Betrieben haben wir einen weiteren engagierten Unterstützer für vielfalt
leben gefunden“, freut sich Berlakovich. „Burgenlands größter Grundbesitzer gilt längst als ein Vorreiter in Sachen Natur- und Umweltschutz. So bewirtschaftet Esterházy zum Beispiel den
größten landwirtschaftlichen Biobetrieb Österreichs“, ergänzt der Umweltminister.
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Presseinformation: Esterházy Betriebe - starker Partner für vielfaltleben im Burgenland
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