Der lang gesuchte Elefantentöter und Elfenbeinschmuggler Symphorien Sangha konnte Anfang Oktober in Kamerun verhaftet werden. Für den WWF ist das ein wichtiger Schritt gegen das organisierte Verbrechen, das die Tierwelt in Afrika bedroht. Der WWF ruft die kamerunischen Behörden auf, die Wilderei weiter zu bekämpfen und Sangha mit der vollen Härte des Gesetzes zu bestrafen. Nur so können Wilderer und Händler abgeschreckt werden.
Sangha stammt ursprünglich aus der Zentralafrikanischen Republik und ist derzeit Bürger Kameruns. Der Wildererkönig ist auf die T
ötung von Elefanten wegen ihrer Stoßzähne spezialisiert. 2010 schoss er auf
Ranger und hat einen von ihnen so schwer verletzt, dass er bis heute verkrüppelt ist. 2012 führte er eine Bande von sudanesischen Wilderern an, die in der Zentralafrikanischen Republik
25 Elefanten massakrierten, bevor sie von den Behörden gestoppt wurden.
Sangha war vor allem im Grenzgebiet zwischen Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und der Republik Kongo aktiv. Das dortige trinationale Schutzgebiet hat eine Größe von mehr als 7.500 Quadratkilometern mit einem der letzten intakten Tropenwälder Afrikas und beheimatet eine bedeutende Population von Waldelefanten. 2012 wurde es zum
Weltnaturerbe der UNESCO erklärt.

Die Wilderei und die beschlagnahmten Elefantenstoßzähne erreichten in Zentralafrika letztes Jahr Rekordzahlen. Die bewaffneten Banden überqueren ungehindert die Grenzen der Staaten in der Region und gefährden die nationale Sicherheit. Der
illegale Handel mit Wildtieren gehört mit bis zu acht Milliarden Euro zu den lukrativsten illegalen Aktivitäten weltweit.
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