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Der Große Panda

Meist spricht man nicht vom Großen Panda, sondern sagt einfach nur Panda oder Pandabär. Sein lateinischer Name lautet Ailuropoda melanoleuca. Er ist aber auch als Riesenpanda bekannt. Und manchmal wird er einfach Bambusbär genannt. Du wirst leicht erraten, warum!


Lieblingsspeise Bambus
Große Pandas haben eine schier unersättliche Fresslust. Sie nehmen fast die Hälfte ihres Körpergewichts an Bambus zu sich - jeden Tag! Und weil der einen so geringen Nährwert hat, müssen sie fressen, fressen, fressen... Rund 30 bis 40 Kilo am Tag, das sind etwa 3.000 Stängel!

Damit sind sie täglich 14 Stunden beschäftigt. Ganz selten fressen sie zur Abwechslung auch ein paar Kräuter und manchmal sogar etwas Fleisch.

    Winzige Babys

    Ein ausgewachsener Panda wiegt rund 100 Kilo. Die Neugeborenen aber nur 100 Gramm! So viel wie eine Tafel Schokolade.


    Pandas bekommen alle zwei bis drei Jahre meist nur ein einziges Junges. Sie bringen den Nachwuchs in einem selbstgebauten Nest in einem hohlen Baumstamm oder einer Felshöhle zur Welt. Die Babies kommen nackt und blind zur Welt und sind ohne Fell noch ganz rosa.

    Das winzige Neugeborene könnte sich leicht auf deiner Hand zusammenrollen!


    Die Mutter trägt das Kleine während der ersten drei Wochen ständig bei sich. Insgesamt säugt sie ihr Baby fünf Monate lang. Danach gibt's Bambus! Und nach eineinhalb Jahren schließlich geht der junge Panda seiner eigenen Wege. Jungtiere schließen sich manchmal noch auf Wanderungen zusammen. Doch die älteren Pandas sind prinzipiell Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit alle zwei bis drei Jahre suchen sie wieder Kontakt.

    Ein Leben in den Bambuswäldern Chinas: Hier kannst du weiterlesen! 

    Heimat Bambuswald

    Fossilienfunde belegen: Der Große Panda war in Asien einst weit verbreitet. Heute findet man ihn nur noch im Südwesten Chinas.


    Pandas trifft man heute nur noch in sechs kleinen Bergwäldern in China an. Da sich die Tiere zu 99 Prozent von Bambus ernähren, ist diese Pflanze lebensnotwendig für sie. Ohne Bambus keine Pandas!

    Ökosystem Bambuswald
    Auf einer Höhe von 1100 bis zu 3300 Metern fühlen sich Pandas am wohlsten. Dort, wo es feucht, kühl und neblig ist. Bambuswälder sind wichtige Ökosysteme, in denen verschiedenste Pflanzen vorkommen. Wie unsere Auwälder haben sie die Funktion, riesige Mengen an Wasser zu speichern. Das garantiert die Wasserversorgung für Millionen von Menschen. Außerdem bieten sie einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf: Etwa dem Kleinen Panda und der Tibetkatze, dem Bärenmakaken und dem Stachelschwein. Vielen Vögeln und auch Schwarz- und Braunbären!

    Bambusblüte gefährdet Pandas: Hier kannst du weiterlesen! 

    Rettet den Bambus!

    Der Mensch bedroht den Lebensraum der Pandas. Und weil es nur noch ganz wenige Bambuswälder gibt, wird sogar die Bambusblüte zur Gefahr!

    Wie die Tropenwälder werden auch Bambushaine zunehmend abgebrannt und abgeholzt. Die Pandas verlieren so nicht nur ihre Nahrungsquelle. Durch Besiedelung und Straßenbau werden ihre Reviere immer mehr zerstückelt und die einzelnen Pandagruppen isoliert.


    Darum wird die Bambusblüte zum Problem
    Bambuspflanzen blühen zu ganz unregelmäßigen und unvorhersehbaren Zeiten. Nach der Blüte sterben die Pflanzen ab und brauchen bis zu 20 Jahre, um neu auszutreiben. Der Lebensraum der Pandas wird aber immer kleiner. Und die Bambuswälder haben oft keine Verbindung mehr zueinander. Wenn nun ein Wald blüht und für viele Jahre abstirbt, dann gehen auch die Pandas zu Grunde. Denn die übriggebliebenen Bambuswälder sind zu klein zum Überleben.

    Bambuskorridore als Rettung: Hier kannst du weiterlesen! 

    Schutzmaßnahmen

    Um das Überleben der Pandas zu sichern, müssen sie in andere Gebiete ausweichen können.

    Deshalb sind Bambuskorridore lebensnotwendig: Das sind Verbindungsstücke, die von einem Wald in den nächsten führen. Der WWF setzt sich für die Erhaltung solcher Korridore ein.



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