Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter

Wien, am 11. August 2026 – Die Klimakrise setzt Wildtieren weltweit immer stärker zu – selbst den größten Landsäugetieren der Erde: den Elefanten. Sie leiden zunehmend unter veränderten Bedingungen ihres Lebensraums, Extremwetter und mangelndem Angebot an Wasser und Nahrung. Darauf macht der WWF Österreich anlässlich des Welt-Elefanten-Tages am 12. August aufmerksam. „Sowohl in Afrika als auch in Asien stellen Dürre, Hitze und extreme Niederschläge Elefanten vor große Herausforderungen. Gepaart mit der Wilderei und dem Druck durch die menschliche Naturzerstörung ist das ein äußerst gefährlicher Cocktail für die ohnehin stark bedrohten Dickhäuter“, sagt WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin.
Der WWF fordert daher dringend bessere Schutzmaßnahmen, um die Mehrfachbelastungen für die Elefanten zu reduzieren. Dazu gehört vor allem der entschlossene Kampf gegen die Wilderei und den illegalen Handel mit Elfenbein. Außerdem muss die Zerstörung und Zerschneidung ihres Lebensraums gestoppt und Schutzgebiete durch sog. “grüne Korridore” verbunden werden. “Elefanten brauchen sichere Wanderrouten, auf denen sie ungehindert zu ihren saisonalen Wasserlöchern und Futterplätzen gelangen – vor allem in Zeiten der Klimakrise”, sagt Scattolin.
Waldelefanten als Opfer und Hoffnungsträger
Besonders gefährdet sind die afrikanischen Waldelefanten, kleinere Verwandte der afrikanischen Savannenelefanten – denn ihr Lebensraum, der Regenwald, verändert sich besonders rasant: „Afrikas Tropenwälder werden nicht nur kleiner, die Bäume tragen auch weniger Früchte, die die Dickhäuter als energie- und nährstoffreiche Nahrung benötigen”, sagt Scattolin. Durch die schlechtere Nährstoffzufuhr verschlechtert sich auch die körperliche Verfassung der Waldelefanten, was sie anfälliger für Krankheiten macht. Außerdem sorgt die geringere Verfügbarkeit von Früchten dafür, dass Elefanten immer öfter auf Nahrungssuche in Siedlungsgebiete eindringen – so kommt es häufiger zu gefährlichen Konflikten mit Menschen.
Elefantenschutz ist Klimaschutz
Dabei sind es gerade die Waldelefanten, die als sogenannte “Gärtner des Regenwaldes” das Klima stabilisieren. „Waldelefanten dünnen das Unterholz aus, verschonen aber langsam wachsende Bäume mit höherer Holzdichte. So können diese Baumarten besser und größer wachsen – und damit größere Mengen an CO2 speichern”, sagt Scattolin. Ursprünglich gab es bis zu zwei Millionen Afrikanischen Waldelefanten. Ihr dramatischer Rückgang ist nicht nur aus Artenschutzsicht eine dramatische Entwicklung. Biologen schätzen, dass ohne Waldelefanten etwa sieben Prozent Pflanzenmasse dauerhaft verloren ginge. Damit könnten etwa drei Milliarden Tonnen Kohlenstoff weniger gespeichert werden. „Wer Elefanten schützt, schützt nicht nur den Wald als Lebensraum für viele andere Tiere, sondern auch das Klima”, sagt Scattolin vom WWF Österreich.
Die Umkehrrechnung des Waldelefantenrückgangs macht Hoffnung: Wenn die Populationen der Afrikanischen Waldelefanten zu ihrer früheren Größe zurückkehren und sie ihr Verbreitungsgebiet wiedererlangen würden, könnten mehr als 6.000 Tonnen Kohlendioxid pro Quadratkilometer gespeichert werden. Das ist die gleiche Menge Kohlendioxid, die von mehr als einer Viertelmillion Bäumen gebunden wird.
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