14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
„Fischräuber“ am Pranger: WWF gegen Hetze an bedrohten Arten
Wien, am 6. März 2013 – Der WWF weist die Behauptungen des Fischereiverbandes Steiermark, wonach der Artenschutz für fischfressende Tierarten Schuld am Rückgang der Fischbestände in heimischen Gewässern sei, entschieden zurück. „Die allergrößten Fischräuber sind Wasserkraftwerke, hier sind wir uns einig. Nicht geschützte Arten die es trotz jahrzehntelanger Verfolgung und lokaler Ausrottung, wieder geschafft haben, bei uns Fuß zu fassen“, stellt Christoph Walder vom WWF klar. Viele österreichische Flüsse sind durch Regulierung, Zerschneidung und Aufstau in einem katastrophalen ökologischen Zustand. An hart verbauten Ufern verlieren Fische Laichplätze, gute Einstände und Fluchtmöglichkeiten im Hochwasserfall. All dies veringert ihren Fortpflanzungserfolg, und die Fangerträge gehen zurück.
„Wie viele Tierarten, fressen Fische selbst auch andere Lebewesen wie Insekten, Amphibien, Reptilien oder sogar kleine Säugetiere. Würde deshalb jemand die Dezimierung von Fischen fordern?“ schüttelt Walder den Kopf. Man dürfe in der Diskussion nicht vergessen, dass es sich beim Fischen in Österreich überwiegend um eine Freizeitbeschäftigung von Menschen handelt, nicht um einen Wirtschaftszweig.
Tierarten wie der Fischotter oder der Kormoran sind wertvolle natürliche Bestandteile der heimischen Natur. „An ökologisch intakten und fischereilich vorbildlich bewirtschafteten Gewässern funktioniert ein konfliktfreies Neben- und Miteinander von Fischern und Fischottern, und das bei natürlichen Fischbeständen“, hebt der WWF hervor und wirbt für mehr ökologisches Gesamtverständnis seitens der Fischereiverbände. „Wir laden die Fischereiverbände gerne ein, gemeinsam mit uns am Schutz und der Wiederherstellung von intakten Flussgebieten zu arbeiten“, bietet Walder vom WWF abschließend an.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register
Welttierschutztag: WWF fordert Ende der Verfolgung geschützter Wildtiere
Wolfsabschüsse auf Rekordniveau, Tötungskontingente für über 1.000 Biber – WWF: Bund und Länder müssen Prävention und Artenschutz stärken
WWF zu Wolfsabschuss in Arzl: DNA-Befund weist Goldschakal nach
Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
Good News: Kakapos kehren nach Neuseeland zurück
Die vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt sich: 2026 ist der Bestand in Neuseeland so hoch, wie seit bereits 75 Jahren nicht mehr.
WWF: Tiwag will Gefahrenanalysen weiter geheim halten
Energiekonzern bekämpft gerichtlich angeordnete Herausgabe vor Verfassungsgerichtshof – WWF kritisiert Geheimhaltung sicherheitsrelevanter Informationen – Unterlagen auch für Kaunertal-Ausbau relevant












