Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
Good News: Mehr Schutz für Störe im Schwarzen Meer
Rund 250 Millionen Jahre haben Störe bereits in den Meeren, Flüssen und Seen der Welt überlebt – doch der Mensch könnte die Fischart schon bald ausgerottet haben. Denn Störe gelten als die am meisten gefährdete Artengruppe der Welt. Umso wichtiger ist die Entscheidung, die auf der 47. Sitzung der Allgemeinen Fischereikommission für das Mittelmeer (GFCM) getroffen wurde: Störe müssen zukünftig im Schwarzen Meer besser vor Fischerei und Beifang geschützt werden. Außerdem wurden sie in den regionalen Aktionsplan für gefährdete Arten aufgenommen.
Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Störe. Denn die Artengruppe ist die weltweit gefährdetste Fischartengruppe. Der bessere Schutz weckt die Hoffnung, dass sich die Störe durch die stärkeren Schutzmaßnahmen wieder erholen können. Essentiell im Schwarzen Meer ist etwa die bessere Meldung von Beifängen – also wenn sich Störe unbeabsichtigt in Fischernetzen verfangen. Ebenso wichtig ist ein Programm zur Förderung der besseren Freilassung von Stör-Beifang durch Fischer:innen.
Und noch ein weiterer Meilenstein im Stör-Schutz konnte kürzlich gefeiert werden: Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention des Europa Rats hat wichtige Empfehlungen für das Stör-Monitoring, die Erfassung ihrer Habitate sowie für Nachzucht- und Freilassungsprogramme erlassen. Durch drei Richtlinien soll sichergestellt werden, dass wissenschaftlich basiert gearbeitet wird, die besten verfügbaren Methoden angewandt werden und ein möglichst standardisierter Ansatz zwischen den Ländern gewählt wird. So können auch Daten zwischen den Ländern mit gemeinsamen Populationen in Zukunft einfacher ausgetauscht werden können. Erstellt haben diese Richtlinien Expert:innen des WWF und der World Sturgeon Conservation Society im Rahmen eines EU-Dienstleistungsvertrages.
Auch in der Donau sind Störe beheimatet und ebenso stark gefährdet. So sind etwa die Störe der unteren Donau vom Aussterben bedroht. Wilderei und illegaler Handel bringen die seltenen Tiere an den Rand ihrer Existenz. Der WWF arbeitet in zahlreichen Projekten am Schutz der Störe und setzt sich gegen Stör-Wilderei ein. Auch aufwändige Aufzucht- und Wiederansiedlungsprojekte der EU kämpfen für den Erhalt der Art.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen
llegaler Tigerhandel: Neuer Report zeigt Schwächen in Südostasiens Justizsystemen
WWF, GuArdean und TRAFFIC analysieren Strafverfolgung in sieben Tiger-Verbreitungsstaaten – Drahtzieher und Geldgeber werden bisher zu selten belangt – WWF fordert verstärkte Kontrollen und internationale Zusammenarbeit
Italienischer Top-Experte kritisiert Tiroler Wolfsabschuss: WWF fordert lückenlose Aufklärung
Zoologe Marco Apollonio bezeichnet Abschuss von Forschungswolf Mirco als „dumm und unnötig“ – WWF verlangt vollständige und transparente Aufklärung durch die Tiroler Landesregierung.
WWF-Erfolg: Mehr Wasser für den Mühlbach
Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.
Forschungswolf getötet – WWF kritisiert überzogene Abschusspolitik in Tirol
Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize













