Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Toni Innauer wirbt für den Lech als „Fluss des Jahres“
Innsbruck/Reutte, am 5. August 2026 – Skisprunglegende Toni Innauer ruft dazu auf, beim österreichweiten WWF-Voting für den Tiroler Lech als „Fluss des Jahres“ abzustimmen. Der Lech ist einer von neun nominierten Flüssen und vertritt Tirol bei der erstmals stattfindenden Wahl. „Der Lech zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft und Vielfalt in einem Alpenfluss steckt, wenn er Raum für seine natürliche Dynamik hat. Schotterbänke, Seitenarme und wilde Ufer schaffen wertvolle Lebensräume für seltene Arten. Solche Orte sind in Österreich selten geworden und verdienen besondere Aufmerksamkeit und Schutz“, sagt Innauer, Olympiasieger und langjähriger WWF-Flussbotschafter.
Der Tiroler Lech zählt zu den letzten großen Wildflüssen Österreichs. Seine regelmäßig umgelagerten Kies- und Schotterflächen bieten dem seltenen Flussuferläufer wichtige Brutplätze und sichern Lebensräume für die streng geschützte Deutsche Tamariske. Erst vor wenigen Jahren wurden am Tiroler Lech im Rahmen eines EU-kofinanzierten LIFE-Projekts im Umfang von rund sechs Millionen Euro 13 Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt. „Der Lech zeigt, welchen Wert intakte Flusslandschaften für Artenvielfalt, Hochwasserschutz und Lebensqualität haben. Mit seiner Nominierung wollen wir diesen besonderen Naturraum stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, sagt WWF-Sprecherin Marlis Knapp.
Zugleich steht das Lech-System stark unter Druck. Am naturnahen Namloserbach planen die Elektrizitätswerke Reutte eine neue Wasserfassung und die Ableitung eines Großteils des Wassers in Richtung Rotlechspeicher. Der WWF warnt eindringlich vor einer Schwächung des wertvollen Lech-Zubringers. „Der Schutz des Lechs endet nicht am Hauptfluss. Auch seine intakten Seitenbäche sichern Wasser, Geschiebe und Lebensräume. Das Land Tirol sollte die Renaturierungserfolge am Lech bewahren und den Namloserbach vor einer Wasserableitung schützen“, fordert Knapp.
Die neun Kandidaten der WWF-Flüsse-Wahl wurden von WWF-Expertin Marie Pfeiffer gemeinsam mit dem Gewässerökologen Steven Weiss und dem Biodiversitätsforscher Franz Essl ausgewählt. Entscheidend waren der ökologische Zustand, die Artenvielfalt, die Gefährdung und der konkrete Schutzbedarf der Flüsse. Das Online-Voting läuft bis 1. September 2026 unter: www.wwf.at/flussdesjahres
Pressebilder zur Aussendung finden Sie hier.
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