Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Welterbe in Gefahr: Rote Karte für Australiens Regierung
Canberra, 1. Februar 2013 – Dem Great Barrier Reef droht die Aberkennung des Status als UNESCO-Welterbe. Denn die Bemühungen zum Schutz dieser einzigartigen Meeresregion sind völlig ungenügend. Das zeigt ein heute vom WWF und der Australian Marine Conservation Society publizierter Bericht. Vor einem Jahr forderte die UNESCO die australische Regierung auf, einen Plan zu einem besseren Management des Great Barrier Reefs zu erstellen. Denn ohne klare Verbesserungen drohe eine Aberkennung des Status als Welterbe.
Heute, am 1. Februar 2013, läuft die Frist der UNESCO aus. Ein vom WWF Australien und der Australian Marine Conservation Society (AMCS) publizierter Report zeigt: Sowohl die australische Landesregierung als auch die Regierung des Bundeslandes Queensland haben die Empfehlungen der UNESCO nicht umgesetzt.
Eine Bewertung (Scorecard) der verschiedenen Problemzonen zeigt, dass das Küstengebiet demnächst auf die Liste der „Welterben in Gefahr“ gesetzt werden muss. Schwachpunkte sind die Meeresverschmutzung durch die Fischerei, der Bau von neuen Häfen oder die Aufweichung von Gesetzen zum Schutz der Küstenregionen. „Die Geschwindigkeit, in welcher zahllose Häfen und dazugehörige Infrastrukturbauten erstellt werden, sind beispielslos“, sagt Alice Eymard-Duvernay, Projektleiterin Internationale Projekte beim WWF Schweiz. „Wir befürchten zudem, dass Queensland die Schutzgesetze weiter aufweicht, was den Empfehlungen der UNESCO widerspricht.“
Der WWF und AMCS rufen die Australische Regierung und die Regierung von Queensland zu einem sofortigen Moratorium auf: Der Bau von größeren Projekten muss so lange gestoppt werden, bis es einen nachhaltigen Finanzplan für die Zukunft des Riffs gibt. Außerdem muss die Regierung einen Betrag von 500 Millionen australische Dollar sprechen, damit die Riffverschmutzung möglichst schnell eingedämmt werden kann.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at
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