Artenschutzkonferenz CITES startet am 24.11. in Usbekistan – WWF fordert besseren Schutz für Haie, Rochen, Aale, Galapagos-Echsen und warnt vor Aufweichung der Handelsbeschränkungen mit Elfenbein und Nashorn-Horn
Zahl der Berggorillas in Afrika auf 880 gestiegen
Wien, 14. 11. 2012 – Die weltweite Zahl der Berggorillas ist seit zwei Jahren auf fast 900 Exemplare gestiegen. Das ist das erfreuliche Ergebnis der Zählung der Wildtierbehörde in Uganda. Seit 2010 stieg die Zahl der seltenen Tiere im Bwindi Impenetrable Nationalpark von 786 auf 880 Tiere. Die gefährdeten Berggorillas leben nur in zwei Gebieten – in Bwindi und im Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Ruanda. Beide Populationen verzeichneten seit zehn Jahren Aufwärtstrends. „Berggorillas sind die einzigen Menschenaffen, deren Zahl wieder nach oben geht. Die Ursache dafür sind intensive Naturschutzmaßnahmen und das Engagement der lokalen Gemeinden“, freut sich der WWF-Spezialist David Geer. Dennoch sind die Berggorillas im Kongo von Ölbohrungen bedroht.
Die größte Bedrohung für die Gorillas sind die Schlingfallen, in denen sie sich verfangen. Auch der Verlust ihres Lebensraums und die Übertragung von Krankheiten durch den Menschen gefährden die Bestände. Eine große Gefahr besteht auch in den angekündigten Ölbohrungen im Virunga Nationalpark in Kongo. Auch wenn die Bohrungen nicht direkt im Gorillahabitat stattfinden, würde die begleitende Industrie diesen ersten Nationalpark Afrikas und UNESCO-Welterbe in Bedrängnis bringen.
Durch die Arbeiter der Ölindustrie und das schwere Gerät ist die Artenvielfalt bedroht. Das betrifft auch Elefanten, Flusspferde und die Okapi-Antilope. Der WWF befürchtet außerdem eine zunehmende Abholzung, Wilderei und noch mehr Fallen in den Wäldern. „Bereits in diesem Jahr starben sieben Gorillas in den Schlingfallen der Wilderer“, bedauert Geer. Die Gorilla-Population in Virunga ist immer noch sehr instabil und könnte durch die Geldgier der Eliten leicht kippen, befürchtet die Naturschutzorganisation.
Berggorillas leben in sozialen Gruppen. Die Zahl von 400 Tieren im Bwindi Nationalpark allein, zeigen, dass es etwa 36 Gruppen und 16 einzelne männliche Tiere gibt. Zehn dieser Gruppen sind an die Touristen und Wissenschaftler gewöhnt. Die Wildtierzählung wurde neben anderen Organisationen auch vom WWF unterstützt.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Neues Schutzgebiet in Bolivien
In Bolivien wurde ein wichtiges Ökosystem offiziell unter Schutz gestellt: Monte Carmelo. Das neue Schutzgebiet schließt eine wichtige Lücke im südamerikanischen Naturschutz – und sichert den Lebensraum des Jaguars.
Bodenversiegelung statt Klimaschutz: WWF kritisiert Hanke-Kurs in der Verkehrspolitik
Verkehrsminister ignoriert massive Umweltfolgen der geplanten Schnellstraßen-Projekte – Insbesondere Lobau-Autobahn ist gefährlicher Irrweg
COP30: WWF fordert Klima- und Naturschutz-Offensive
Zehn Jahre nach Paris muss Politik endlich liefern – Weltweiter Kraftakt notwendig, um 1,5-Grad-Ziel doch noch zu schaffen
WWF-Erfolg: Scheue Pallaskatze im indischen Himalaja entdeckt
Im indischen Hochgebirge ist WWF-Forscher:innen eine spektakuläre Entdeckung gelungen: Erstmals konnten sie dort die scheue Pallaskatze fotografieren. Außerdem verzeichneten sie neue Rekorde zu Wildkatzen in dem Gebiet.
WWF: Neues EU-Klimaziel 2040 wird durch Tricks und Klauseln ausgehöhlt
Umweltorganisation kritisiert „faulen Kompromiss“ der Politik – Wirksamer Klima- und Naturschutz in Europa anstelle teurer Schlupflöcher und Scheinlösungen
Neuer Report: WWF alarmiert über illegalen Handel mit asiatischen Großkatzen
Zunehmender Handel mit geschützten Arten im Internet – WWF warnt vor kriminellen Verflechtungen bis nach Europa und fordert bessere internationale Zusammenarbeit
WWF entdeckt extrem scheue Pallaskatze auf fast 5.000 Metern Höhe
Spektakuläre Entdeckung: WWF fotografiert erstmals eine Pallaskatze im indischen Hochgebirge – Neue Rekorde zu weiteren Wildkatzen in der Region – Besserer Schutz der Artenvielfalt des Himalajas gefordert
WWF-Studie: 190 Hektar neue Moorflächen in Österreichs Alpenraum bestätigt
Rund 90 Prozent der neu bestätigten Moore in keinem guten Zustand – WWF fordert Analyse weiterer Potenzialflächen und Moor-Renaturierung












