© Martin Harvey / WWF

Die fünf Nashorn-Arten: Seltene Tiere mit verblüffenden Unterschieden

Pia in blauer Sprechblase

Nashörner sehen aus, als wären sie direkt aus der Urzeit zu uns gekommen. Sie sind kräftig gebaut, haben eine dicke Haut und natürlich ihr berühmtes Horn auf der Nase. Wobei – das ist nicht ganz richtig, denn: Manche Nashornarten haben sogar zwei Hörner!

Wusstest du, dass es fünf verschiedene Nashornarten auf der Erde gibt? Zwei Arten leben in Afrika und drei in Asien. Obwohl sie alle Nashörner sind, unterscheiden sie sich in Form, Farbe, Größe und so manchen Eigenschaften deutlich.  

Lerne die fünf Nashornarten kennen!

Breitmaulnashorn

Das Breitmaulnashorn: Der große Grasfresser

Das Breitmaulnashorn ist die größte der fünf Nashornarten und lebt in Afrika. Sein breites, fast rechteckiges Maul ist perfekt dafür geeignet, Gras dicht über dem Boden abzurupfen. Es funktioniert wie ein natürlicher Rasenmäher.

Das Breitmaulnashorn hat zwei Hörner auf der Nase. Wie alle Nashörner ist auch dieser Riese ein Pflanzenfresser.

Unter allen Nashornarten gibt es vom Breitmaulnashorn noch die meisten Tiere. Trotzdem braucht auch diese Art Schutz, denn ihre Zahl ist zuletzt wieder gesunken.

Spitzmaulnashorn

Das Spitzmaulnashorn: Der Feinschmecker

Auch das Spitzmaulnashorn ist in Afrika zu Hause und hat zwei Hörner. Anders als das Breitmaulnashorn hat es eine spitz zulaufende, bewegliche Oberlippe. Diese hilft ihm dabei, kleine Zweige von Sträuchern zu pflücken.

Das Spitzmaulnashorn ist stark gefährdet. Es gibt es nur noch wenige Tausend Tiere. Die gute Nachricht: Durch den Schutz der Tiere ist ihre Zahl in den vergangenen Jahren wieder gestiegen.

Indisches Panzernashorn

Das Panzernashorn: Der Ritter auf vier Beinen

Das Panzernashorn, das auch als Indisches Nashorn oder Großes Einhornnashorn bezeichnet wird, lebt vor allem in Indien und Nepal. Seine dicken Hautfalten lassen es ein wenig so aussehen, als würde es eine Ritterrüstung tragen.

Der Name „Einhornnashorn“ verrät noch etwas: Es besitzt nur ein Horn.

Einst gab es von dieser Art nur noch sehr wenige Tiere. Dank intensiver Schutzmaßnahmen gibt es heute wieder mehrere Tausend Panzernashörner. Trotzdem gilt es weiterhin als gefährdet.

Java Nashorn

Das Java-Nashorn: Ein besonders seltener Zeitgenosse

Das Java-Nashorn zählt zu den seltensten großen Säugetieren der Erde. Die letzten Tiere leben auf der indonesischen Insel Java. Die Männchen haben für gewöhnlich ein deutlich sichtbares Horn, die Weibchen sind teilweise sogar hornlos. Da alle Tiere in einem einzigen Gebiet leben, können Krankheiten und Naturkatastrophen für diese Art besonders gefährlich werden.

Um das Java-Nashorn steht es schlecht, da es nur noch sehr wenige Tiere dieser Art gibt. Vermutlich leben nur noch etwa 50 Java-Nashörner in freier Wildbahn. Deshalb ist es besonders wichtig, die letzten Tiere und ihren Lebensraum zu schützen.

Sumatra Nashorn

Das Sumatra-Nashorn: Klein und haarig

Das Sumatra-Nashorn lebt in den Wäldern Indonesiens. Es ist die kleinste heute lebende Nashornart und deutlich haariger als alle anderen. Es ist der nächste heute lebende Verwandte der ausgestorbenen, zotteligen Wollnashörner der Eiszeit.

Das Sumatra-Nashorn braucht unsere Hilfe besonders dringend. Es ist äußerst selten und akut vom Aussterben bedroht. Zu den größten Problemen gehören der Verlust seines Lebensraums und die winzigen, voneinander getrennten Populationen.

Fachleute schätzen, dass nur noch etwa 40 Tiere in freier Wildbahn leben.

Warum brauchen Nashörner unsere Hilfe?

Leider sind sie in großer Gefahr. Sie werden häufig von Wilderern getötet, die es auf ihr Horn abgesehen haben. Dabei besteht das Horn von Nashörnern aus derselben Substanz (Keratin) wie unsere Fingernägel und Haare. Trotzdem glauben manche Menschen, dass das zu Pulver gemahlene Horn eine heilende Wirkung habe. Das ist aber Unsinn.

Auch ihre Lebensräume werden immer kleiner, weil Menschen diese Gebiete anders nutzen wollen. Nashörner brauchen viel Platz, Nahrung und Wasser. Wenn Wälder und andere natürliche Gebiete zerstört oder verkleinert werden, finden die Tiere immer weniger geeignete Orte zum Leben.

Pia Panda mit Glühbirne

Hilf mit, das Nashorn zu schützen:

  • Kaufe keine „Medikamente“ oder Urlaubs-Andenken aus Nashorn-Horn .
  • Sammle Spenden für das Nashorn.
  • Kaufe weniger Produkte, die Palmöl enthalten.
  • Erzähle deinen Verwandten und Freund:innen, warum Nashörner bedroht sind und was man tun kann, um sie zu schützen. Vielleicht möchtest du ein Referat in deiner Schule halten.
Blauer Farbklecks mit dem Text Das tut der WWF!

Es gibt Hoffnung!

Das Beispiel des Panzernashorns zeigt, dass Artenschutz erfolgreich sein kann. Um das Jahr 1900 gab es nur noch weniger als 200 Tiere. Inzwischen gibt es wieder mehr als 4.000 Panzernashörner.

Schutzgebiete, Wildhüter:innen und Artenschutzprogramme helfen dabei, Nashörner und ihren Lebensraum zu schützen. So trägt der WWF dazu bei, dass diese besonderen Tiere auch in Zukunft auf unserer Erde leben können!

Mehr entdecken:

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Rechtgrundlage dafür ist unser berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ) zur Nutzung bestimmter Cookies. Diese kannst du über den entsprechenden Link im Footer der Website jederzeit überprüfen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung, Speicherdauer und Übertragung ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit den von uns verwendeten Cookies finden sie in unserer Datenschutzerklärung im Bereich 8.Verarbeitungsvorgänge.

HINWEIS:
Bei Cookies von Drittanbietern die in den USA niedergelassen sind, werden diese ebenfalls nur nach Ihrer Einwilligung gesetzt da den USA vom Europäischen Gerichtshof kein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. So besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten dem Zugriff durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken unterliegen und dagegen keine wirksamen Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.