© Jürgen Freund / WWF
Wildtiere sind in Gefahr – aber wir können helfen!
Viele Wildtiere auf der Erde brauchen unsere Hilfe. Der neue WWF-Bericht zum Zustand der Natur zeigt: Bei vielen untersuchten Tierarten gibt es heute deutlich weniger Tiere als noch vor einigen Jahrzehnten.
Besonders schlimm ist die Lage in Flüssen, Seen und anderen Süßwasser-Lebensräumen. Dort ist die Zahl der untersuchten Tiere seit 1970 besonders stark zurückgegangen – etwa bei der Hälfte der Arten. Aber auch an Land und in den Meeren gibt es weniger Wildtiere als früher.
Ein Grund dafür ist, dass Tiere ihre Lebensräume verlieren. Wälder werden gerodet, Flüsse werden verbaut und natürliche Landschaften werden verändert. Auch die Klimakrise, die Umweltverschmutzung und die zu starke Nutzung der Natur machen vielen Arten zu schaffen.
Die gute Nachricht: Artenschutz funktioniert!
Es gibt aber auch Grund zur Hoffnung: Bei etwa der Hälfte der untersuchten Tiergruppen bleibt die Zahl der Tiere stabil oder nimmt sogar zu. Einige Arten zeigen besonders deutlich, was guter Naturschutz bewirken kann!
5 Tiere, denen es wieder besser geht:
Tiger
Vor einigen Jahren gab es weltweit nur noch etwa 3.200 Tiger in freier Wildbahn. Heute sind es rund 5.700. Neue und größere Schutzgebiete haben zu diesem Erfolg beigetragen. Ranger schützen die Tiere besser vor Wilderern. Außerdem arbeiten verschiedene Länder gemeinsam gegen den illegalen Handel mit Tigern.
Grüne Meeresschildkröte
Auch der Grünen Meeresschildkröte geht es heute besser. Jahrzehntelang wurden die Strände geschützt, an denen die Schildkröten zur Welt kommen. Menschen bewachten ihre Eier und versuchten zu verhindern, dass Schildkröten versehentlich in Fischernetzen sterben. Die Arbeit hat sich gelohnt!
Blauflossen-Thunfisch
Blauflossen-Thunfische wurden lange Zeit zu stark gefischt. Dank strengerer Fangregeln und besserer Kontrollen gibt es heute wieder mehr von ihnen. Das zeigt: Wenn Menschen weniger Tiere fangen und die Regeln einhalten, können sich Arten erholen.
Afrikanischer Savannenelefant
Auch bei den Afrikanischen Savannenelefanten gibt es in manchen Gebieten Erfolge. Dort nimmt ihre Zahl wieder zu. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Menschen, die in der Nähe der Elefanten leben, besonders wichtig.
Trotzdem sind Elefanten nach wie vor bedroht. In vielen Regionen gibt es immer weniger von ihnen.
Seeadler
Der Seeadler war in Österreich lange Zeit verschwunden. Er wurde verfolgt, verlor Lebensräume und wurde durch Umweltschadstoffe vergiftet.Nun ist er wieder zurück! Im Jahr 2026 wurden 123 Seeadler-Brutpaare in Österreich gezählt. Dass es wieder mehr von ihnen gibt, liegt daran, dass ihre Lebensräume geschützt werden, strengere Gesetze gelten und seit vielen Jahren geforscht wird.
Dennoch darf man sich auf dem Erfolg nicht ausruhen. Verbotene Abschüsse und Vergiftungen stellen weiterhin eine große Gefahr dar. Deshalb ist es wichtig, auch in Zukunft gut die Tiere und ihre Lebensräume aufzupassen.
Diese 5 Beispiele zeigen: Es ist nicht zu spät. Wenn wir Wildtiere und ihre Lebensräume schützen, kann es wieder mehr Tiere geben!
Was hilft Wildtieren?
- Schutzgebiete, in denen Tiere ungestört leben können
- gesunde Wälder, Flüsse und Meere
- strengere Regeln gegen Wilderei und illegalen Tierhandel
- weniger Überfischung und gute Kontrollen
- der Schutz von Brutplätzen und Niststränden
- Maßnahmen gegen die Klimakrise
- die Zusammenarbeit mit den Menschen, die in den Lebensräumen der Tiere wohnen
So kannst du Wildtiere schützen:
- Verhalte dich respektvoll gegenüber der Natur.
- Halte ein Referat über dein Lieblingstier und erzähle deiner Klasse, warum es wichtig ist, dieses Tier zu schützen.
- Sammle Spenden für den WWF, damit dieser die Wildtiere noch besser schützen kann.



