Marienkäfer: Glücksbringer mit großem Appetit

Der fleißige Blattlausjäger kündigt den Frühling an

Weltweit gibt es bis zu 6.000 Marienkäferarten, in Österreich immerhin 70 bis 80. Je nach Art tragen sie mehr oder weniger Punkte auf den Flügeln. Bei uns gibt es zum Beispiel

Teilweise sehen zwei Käfer derselben Art so verschieden aus, dass du sie für zwei unterschiedliche Arten halten könntest

Steckbrief: Siebenpunkt-Marienkäfer

Größe: 5 bis 9 Millimeter
Alter: 1 bis 2 Jahre, abhängig davon, ob der Winter überlebt wird oder nicht
Nahrung: Blattläuse
Lebensraum: fast überall; beispielsweise auch in Gärten
Lebensweise: Die meiste Zeit verbringen Marienkäfer allein. Sie finden nur zueinander, um zu überwintern oder um sich zu paaren.
Bedrohung: zum Teil Lebensraumverlust, zB. bei Arten, die Moore brauchen

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Marienkäfer frisst Läuse

Lieblingsplatz? Pflanzen mit Läusen!

Der Siebenpunkt-Marienkäfer lebt überall dort, wo es Blattläuse gibt. So zum Beispiel im Wald, in Gärten, auf Feldern und auf Wiesen. Wenn er zu wenig Blattläuse findet, frisst er auch Pollen oder sogar die Larven und Eier von anderen Marienkäfern.

Marienkäfer-Eier

Vom Ei …

Im Frühjahr legt das Weibchen die gelben Eier auf Blattunterseiten. Aus den Eiern entwickeln sich in den nächsten vier Wochen die Larven.

Marienkaeferlarve frisst Blattlaus

… über die Larve …

Während dieser Wochen frisst eine Larve bis zu 600 Blattläuse! Wenn die Nahrung knapp wird, macht sie sich auch mal über andere Larven her. Am Ende hört sie auf zu fressen, klebt sich an einen Stängel oder ein Blatt und verwandelt sich in eine Puppe. Daraus schlüpft schließlich der Marienkäfer.

Siebenpunkt-Marienkäfer

… bis zum Käfer

Insgesamt dauert die Entwicklung vom Ei bis hin zum Marienkäfer etwa 40 Tage.

Marienkaefer fliegend

Die coolen Tricks der kleinen Käfer

Marienkäfer können einen Duftstoff ausstoßen. Damit locken sie sich gegenseitig an. Wenn sie zB. einen Platz für die Überwinterung gefunden haben, teilen sie das ihren Kolleg:innen mithilfe der Duftstoffe mit. Denn überwintert wird nur gemeinsam! Beispielsweise in Mauerspalten, modrigen Baumstämmen, Blätterhäufen oder im niedrigen Gras.

Marienkaefer-Ueberwinterung im Holz

Eigenes Frostschutzmittel herstellen? Check!

Wie die meisten Insekten fallen auch Marienkäfer während des Winters in Kältestarre. Sie erzeugen aus Glycerin und anderen Zuckern ihren eigenen Gefrierschutz. Dieser Zuckeralkohol verhindert, dass sich in der Körperflüssigkeit Eis bildet – ähnlich wie Frostschutzmittel beim Auto. Ganz schön clever!

Manche Menschen glauben, dass die Anzahl der Punkte auf den Flügeldecken etwas mit dem Alter der Marienkäfer zu tun hat. Das ist aber falsch. Die leuchtenden Farben und Punkte dienen dazu, Feinde abzuschrecken.

Sicher ist dir schon aufgefallen, dass Marienkäfer manchmal eine gelbe Flüssigkeit ausscheiden, wenn du sie in die Hand nimmst. Das Sekret stinkt und enthält Giftstoffe: ihre Verteidigungs“waffe“! Uns Menschen schadet es nicht, aber zum Beispiel Ameisen werden so wirkungsvoll vertrieben.

 

Aliens im Anmarsch?

Asiatische Harlekin-Marienkäfer wurden vom Menschen als Nützlinge zur Blattlausbekämpfung in Glashäusern eingesetzt. Nach einiger Zeit vermehrten sie sich aber in der Natur und breiteten sich rasch aus. Meistens ist der Harlekin orange bis dunkelrot und hat bis zu 19 schwarze Punkte. Es kommen aber auch schwarze Käfer mit wenigen großen Punkten vor. Ob der Harlekin seinen europäischen Verwandten nachhaltig Schaden zufügt, weiß man noch nicht ganz genau. Hausmauern, auf denen er häufig anzutreffen ist, schadet er jedenfalls nicht.

 

  • Pflanzen wählen, an denen Marienkäfer viele Blattläuse finden. Achtet auch hier auf einheimische Sorten wie Ringelblumen oder Klatschmohn.

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