Trockenheit

Hitze und Dürre: Was bedeutet das für die Fische und die Natur?

19. August 2022 | Team Panda News

Seit Wochen regnet es in ganz Europa zu wenig. Die Hitze hat viele Länder im Griff, und sie lässt seit Tagen nicht nach. Auch in Österreich gibt es immer mehr Tropennächte, in denen es nicht mehr unter 20 Grad abkühlt. Grund dafür ist die Klimakrise.

Flüsse und Seen im Klimawandel

Die Hitze hat auch Folgen für unsere Gewässer. Die Flüsse trocknen immer mehr aus und das verbleibende Wasser ist zu warm. Es bilden sich dadurch mehr Algen.

Warmes Wasser enthält grundsätzlich weniger Sauerstoff als kaltes Wasser. Die Algen nehmen zusätzlich Sauerstoff weg, wenn sie im Herbst absterben und zu Boden sinken, wo sie zersetzt werden.

Das schadet unter anderem den Fischen. Denn wie wir Menschen, atmen auch Fische Sauerstoff. Sie holen ihn jedoch nicht aus der Luft, sondern filtern ihn aus dem Wasser.

Wie Fische atmen

© AdobeStock_357813032

Die meisten Fische atmen, indem sie ihr Maul öffnen. So strömt Wasser samt dem Sauerstoff in die Kiemen. Die Kiemen sind das Atmungsorgan des Fisches. In den blutdurchströmten Kiemenblättchen, die aussehen wie rosarote Fächer, wird der Sauerstoff aus dem Wasser gelöst. Er tritt über das Blut in den Körper ein.

Wenn die Fische ihr Maul wieder schließen, öffnet sich der Kiemendeckel und das Wasser wird aus dem Körper gedrückt, gleichzeitig mit Kohlendioxid (CO2), das als „Abfallprodukt“ austritt – genau wie bei der Lungenatmung.

Gleichzeitig? Ja, du hast richtig gelesen!

Das Ein- und Ausatmen geschieht beim Fisch tatsächlich gleichzeitig. Deshalb müssen die Kiemen ständig mit Wasser „durchspült“ werden, damit der Fisch genug Sauerstoff bekommt, denn im Wasser gibt es davon viel weniger als in der Luft.

Fische kommen mit trockeneren Zeiten zurecht, wenn das Wasser der Flüsse gut durchmischt ist und genügend Sauerstoff enthält. Wenn der Fluss wenig Wasser führt, schwimmen sie einfach in tiefere Bereiche, wo es kühler ist. In natürlichen Flüssen ist das kein Problem! Leider gibt es in Österreich nur noch wenige solcher Flussparadiese.

Was tut der WWF

Der WWF setzt sich für den Schutz von Flüssen ein und dafür, dass durch den Menschen geschädigte Flüsse wieder „repariert“ werden. Das hilft auch vielen Tieren der Au, zum Beispiel dem Eisvogel, der Wasseramsel oder dem Flusskrebs.

Neusiedler See: Wieviel Trockenheit ist „normal“?

Lies hier mehr über diesen ganz besonderen Steppensee und wie er mit extremen klimatischen Bedingungen umgehen kann.

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