Vertrieben, verdrängt und verfolgt: 10 bedrohte Tierarten in Österreich

3. März 2021 | Team Panda News

Heute ist Tag des Artenschutzes. Doch leider gibt es keinen Grund, ihn zu feiern. Den bedrohten Arten geht es immer schlechter, weil wir ihre Lebensräume verbauen und verschmutzen. Beim Zerstören von Boden liegen wir sogar im traurigen „Spitzenfeld“ von Europa.

Warum wir Menschen gesunde Ökosysteme brauchen
Um leichter zu verstehen, warum gesunde Naturräume für uns alle so wichtig sind, stelle dir mal folgendes vor: Ökosysteme funktionieren wie eine Fabrik, in der saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel hergestellt werden. Sagen wir, es arbeiten 100 Mitarbeiter*innen in dieser Fabrik. In den letzten 50 Jahren ist laut dem WWF-Living Planet Report die Anzahl der Wirbeltiere um 60 Prozent zurückgegangen. Das bedeutet in einer einfachen Rechnung: Von 1000 Tieren sind nur noch 400 übrig, von 100 Tieren nur noch 40. Wenn die Tiere verschwinden, verlieren wir letztlich unsere Lebensgrundlage. Denn welche Fabrik kann weiter funktionieren, wenn sie 60 von 100 Mitarbeiter*innen verliert?

Stellvertretend für viele bedrohte Arten haben wir zehn Tiere ausgewählt, die in Österreich leben. Wenn du dem WWF helfen willst, sie zu schützen, dann kannst du das auf verschiedene Weise tun. Komm zum TEAM PANDA und werde mit uns für die Umwelt aktiv!

Hier sind die 10 Tierarten:

Wildbienen

Wildbienen © Karl Schellmann / Rapperswil-Jona SG

Etwa 700 Wildbienenarten gibt es in Österreich. Mehr als die Hälfte davon ist bedroht. Bienen bestäuben die meisten unserer Kultur- und Wildpflanzen. Und Pflanzen sind die Grundlage unserer Ernährung!


Luchs

Der Luchs wurde in Österreich ausgerottet. Erst durch Wiederansiedlungsprojekte kommt er langsam wieder zurück. Es gibt immer noch nicht mehr als 15-20 Luchse bei uns.

Luchs-Mutter mit Jungtier

Luchs-Mutter kümmert sich um ihr Jungtier © Staffan Widstrand

Feldhamster
Er ist bei uns vom Aussterben bedroht. Kann ein Hamster nicht mehr fliehen, stellt er sich zur Verteidigung auf die Hinterbeine. Planierwalzen und Bagger lassen sich davon leider nicht abschrecken.

Europäischer Feldhamster © Christoph Roland / WWF

Europäischer Feldhamster © Christoph Roland / WWF

Seeadler
Zwar sind wieder 35-40 Brutpaare des ehemals ausgerotteten Seeadlers in Österreich heimisch. Doch immer wieder werden die Greifvögel abgeschossen oder verenden qualvoll an vergifteten Ködern.

Seeadler über dem Wasser © Uriadnikov Sergei

Seeadler über dem Wasser © Uriadnikov Sergei

Bachforelle
Der schöne Anblick von Österreichs Flüssen und Seen täuscht. Der Tierwelt unter dem Wasser geht es nicht gut. Das gilt auch für den Fisch des Jahres 2021, die gefährdete Bachforelle.

Die Bachforelle © Wild Wonders of Europe / Martin Falklind WWF

Die Bachforelle © Wild Wonders of Europe / Martin Falklind WWF

Schwarzspecht
20 Schnabelschläge pro Sekunde schafft ein Specht! Doch das vertraute Klopfen wird seltener, denn der Specht findet immer weniger Baumstumpen und liegendes Totholz im Wald.

Schwarzspecht mit Nachwuchs © H Pum / 4nature

Schwarzspecht mit Nachwuchs © H Pum / 4nature

Wolf
Er ist auf natürliche Weise in die Alpen zurückgekehrt. Rund 35 Wölfe leben bei uns. Doch obwohl von ihnen keine Gefahr für den Menschen ausgeht und Nutztiere durch Zäune oder Hunde geschützt werden können, wollen ihn manche wieder ausrotten.

wolfspopulationen-wolf-im-halbprofil

Wolf im Halbprofil © by Ralph Frank

Großer Eichenbock
In Österreich sind großteils nur mehr eintönige Forste, statt naturnahe Wälder zu finden. Sie sind zu „aufgeräumt“ für seltene Arten wie den Großen Eichenbock. Mit fünf Zentimetern Länge ist er einer der größten Käfer Europas.

Großer Eichenbock © Walther Gastinger / WWF Österreich

Großer Eichenbock © Walther Gastinger / WWF Österreich

Großes Mausohr
Alle 28 Fledermausarten Österreichs stehen auf der Roten Liste. Sie sind vor allem durch den Gifteinsatz gegen Insekten, ihre Nahrungsquelle, bedroht. Ohne Insekten gibt es auch keine Fledermäuse.

Das Große Mausohr ist Österreichs größte Fledermaus © A.Vorauer / WWF

Das Große Mausohr ist Österreichs größte Fledermaus © A.Vorauer / WWF

Feldlerche
Unsere Kulturlandschaft wäre ideal für diese Vogelart, die sich auf landwirtschaftlichen Flächen wohlfühlt. Doch sie ist durch die Verbauung der Böden und der Einsatz von Insektenschutzmitteln gefährdet.

Die Feldlerche © Ola Jennersten / WWF-Sweden

Die Feldlerche © Ola Jennersten / WWF-Sweden

 

Hilf mit, diese wunderbaren Tiere zu schützen!, © by WWF
Hilf mit, diese wunderbaren Tiere zu schützen!

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