Igel im Herbst

Tiere in Not: So kannst du Igeln helfen!

14. September 2022 | Team Panda News

Igel schützen – so gehts!

Igel haben es nicht leicht: Sehr oft werden sie von Autos überfahren. In Wohngebieten finden sie immer seltener einen passenden Unterschlupf. Außerdem geht ihre natürliche Nahrung zurück, denn Igel sind ja Insektenfresser. Jetzt müssen sie oft Schnecken und Würmer fressen, die teilweise Parasiten haben.

Wollt ihr Igeln helfen? Hier findet ihr unsere Tipps:

  • Igel brauchen Hecken, hohes Gras, Sträucher und Laubhaufen, wo sie auch Nahrung finden. Dünger und anderes Gift kann Igeln und auch allen anderen Gartentieren, daher gefährlich werden.
  • Bitte verzichtet im Garten auf Mähroboter und Laubsauger, da sie Igel töten oder schwer verletzen können. Setzt auch Rechen und Rasenmäher vorsichtig ein.

  • Sorgt für Schlupflöcher auf Bodenhöhe: Igel wandern auf der Suche nach Nahrung umher. Dabei sind ihnen Zäune, die ganz dicht abschließen, im Weg. Ein Loch durch das sie schlüpfen können, macht den Durchgang frei.
  • Vermeidet Fallen: Igel sind neugierig und krabbeln machmal auch in Mistsäcke hinein. Stellt daher Müllsäcke erst kurz bevor sie von der Müllabfuhr abgeholt werden, hinaus.
  • Igel sind keine ausdauernden Schwimmer. Gelangen sie aus dem Gartenteich nicht leicht wieder heraus, ertrinken sie – das gilt auch für viele andere Tiere! Sorgt daher für eine möglichst flache Böschung. Auch ein schräg ins Wasser ragendes Brett mit Querlatten ist hilfreich.
  • Lasst Laub- oder Komposthaufen zwischen November und April unberührt, da Igel darin gerne ihre Nester bauen. Wenn schlafende Igel im Winter aufgeschreckt werden, strengt sie das nämlich furchtbar an.

Igel gefunden – was tun?

Entdeckst du nach Wintereinbruch einen Igel, dann beobachte ihn genau. Vielleicht hat er noch keinen Unterschlupf und braucht bei Frost und Schnee deine Hilfe. Wir sagen dir, worauf du achten solltest.

Einen Igel beobachten

Ist der Igel rundlich, aktiv und rollt sich bei Berührung zu einer Kugel zusammen? Dann scheint er gesund zu sein. Lass ihn am besten in Ruhe! Ist er mager, torkelt er und rollt sich kaum noch ein, dann könnte er Hilfe brauchen. Nur in diesem Fall darfst du den Igel vorsichtig mit ins Haus nehmen. Bitte unbedingt dazu dicke Handschuhe anziehen!

    1. Karton vorbereiten: Vorerst kannst du den Igel in einen mit etwas Zeitungspapier ausgekleideten Schuhkarton setzen. Unter dem Papier kann er sich verstecken.
    2. Vorsichtig auf Verletzungen untersuchen: Wenn nötig, bringe das Tier sofort zum Tierarzt.
    3. Temperatur messen und wärmen: Igel haben normalerweise eine Körpertemperatur von 36 Grad Celsius. Wenn sich die Bauchunterseite des Igels deutlich kühler als deine Hand anfühlt, dann wärme ihn. Dazu kannst du den Igel auf eine lauwarme, in ein Handtuch gehüllte Wärmflasche setzen und ihn mit einem weiteren Handtuch zudecken.Igel-Findling richtig füttern
    4. Richtig füttern:Regenwürmer und Insekten findest du im Winter wahrscheinlich nicht. Als Erstversorgung hungriger Igel eignet sich deshalb auch angebratenes (ungewürztes!) Faschiertes oder eine Eierspeise mit wenig Öl. Auch Katzenfutter ist gute Igelnahrung. Bitte verzichte auf Obst, Gemüse Nüsse, Brot, Nudeln, Reis oder gar Milch! Etwas Wasser ist zum Trinken völlig ausreichend.
    5. Hilfe suchen: Hast du den Igel erstversorgt, wende dich an einen Tierarzt oder eine Igelnothilfe (Adressen findest du im Internet). Igel-Expert*innen wissen, was nun das Beste für den Findling ist. Bitte versuche nicht, den Igel ohne Beratung bei euch zu Hause zu überwintern!Igel nur mit dicken Handschuhen angreifen

Möchtest du Vögeln beim Überwintern helfen? Wenn es kalt ist, kannst ihnen draußen Futter und Wasser geben und sie dabei beobachten. Das funktioniert auf dem Balkon oder vor dem Fenster genauso wie im Garten! Samen und Körner kannst du zB. in selbstgemachten Meisenknödeln anbieten.

Rückfragen

Weitere Neuigkeiten

Wer sind die Schneekönige?

Wer sind die Schneekönige?

Eisiges Wetter ist für uns Menschen oft sehr unangenehm. Nicht so im Tierreich! Etliche Arten sind perfekt an die winterliche Umgebung angepasst und trotzen Schnee und Kälte. Einige von ihnen stellen wir dir hier vor. Klick mal rein in die Fotostrecke: Eines haben...

mehr lesen
COP 15: Einigung auf Weltnaturabkommen

COP 15: Einigung auf Weltnaturabkommen

Heute Nacht ging in Montréal in Canada die 15. Weltnaturkonferenz (COP 15) zu Ende. Die Erwartungen des WWF waren hoch: Die Staaten sollten unter anderem ein wirksames Abkommen gegen das Artensterben beschließen und mindestens 30 Prozent der weltweiten Landes- und...

mehr lesen
6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

In Peru sind mehr als 6100 junge Flussschildkröten in die Freiheit entlassen worden! Naturschützer*innen haben die Eier an Stränden eingesammelt und sie künstlich ausgebrütet. Nun sind die kleinen "Schildis" groß genug, um sich an den Flüssen und Lagunen des...

mehr lesen
Erfolg: Besserer Schutz für Haie!

Erfolg: Besserer Schutz für Haie!

Am 25. November ging in Panama in Mittelamerika eine wichtige Konferenz zum Artenschutz zu Ende - mit einem erfreulichen Ergebnis für die Meerestiere: Haie und Rochen sind nun besser geschützt! Mehr als 180 Länder haben an den Verhandlungen teilgenommen. Diese Staaten...

mehr lesen
Haie haben Superkräfte

Haie haben Superkräfte

Starrer Blick und scharfe Zähne: Haie sehen wirklich nicht wie "Kuscheltiere" aus. Doch sie sind mächtig erfolgreich! Haie leben bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren auf der Erde. Sie überlebten sogar die Dinosaurier. Warum? Das verraten wir dir im TEAM PANDA...

mehr lesen
Gejagte Jäger: Die Haie des Mittelmeers

Gejagte Jäger: Die Haie des Mittelmeers

Die schnellen Haie sind selbst zu Gejagten geworden. Sie sterben wegen ihres Fleisches und weil sie als „Beifang“ in den Netzen großer Fangschiffe enden. Der WWF hat sich die Lage im Mittelmeer genau angeschaut. Er hat entdeckt, dass es zwei Hauptgründe für die...

mehr lesen
Bilderrätsel: Fellmuster der Tiere

Bilderrätsel: Fellmuster der Tiere

Diese drei Muster sehen ziemlich ähnlich aus, oder? Aber schau mal genau hin. Es gibt einen Unterschied! Um die Fellmuster von Jaguar, Leopard und Gepard zu unterscheiden, betrachte die Flecken auf den Bildern genauer. A) In den Flecken des Jaguars befinden sich...

mehr lesen
„Champions for Nature“ schützen die Umwelt

„Champions for Nature“ schützen die Umwelt

Sicher hast du sie schon mal gesehen, die Kinder und Jugendlichen, die in ihren typischen Uniformen als Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu erkennen sind. Sie tragen das weinrote Hemd bzw. das blaue Polo und ihr Halstuch als Zeichen, Teil einer großen Bewegung zu sein,...

mehr lesen
Augen auf beim Andenkenkauf

Augen auf beim Andenkenkauf

Wer eine Reise macht, nimmt auch gerne Andenken mit nach Hause. Leider gibt es Urlaubsmitbringsel, die Tieren schaden oder sogar zum Aussterben bedrohter Arten beitragen. Das ist besonders dann der Fall, wenn man in exotischen Ländern gereist ist. Es trifft zum...

mehr lesen
Geheimnisvolle Fledermäuse

Geheimnisvolle Fledermäuse

Wenn du abends draußen bist und aufmerksam in den dämmrigen Himmel schaust, kannst du sie sehen: Kleine dunkle Flatterwesen, die mit großer Geschwindigkeit durch die Luft sausen, und dabei immer wieder rasant die Richtung wechseln. Es sind Fledermäuse auf der Jagd....

mehr lesen