© WWF-Sweden / Ola Jennersten

Igeln helfen – So geht’s!

Pia in grüner Sprechblase

Igel haben es nicht leicht. Viele von ihnen werden von Autos überfahren. In Wohngebieten finden sie kaum noch gute Plätze, um sich zu verstecken. Außerdem gibt es immer weniger Insekten zum Futtern. Deshalb müssen sie sich oft mit Schnecken und Würmern begnügen. Kurz: Igel brauchen unsere Hilfe!

So kannst du sie schützen:

  • Igel brauchen Hecken, hohes Gras, Sträucher und Laubhaufen, wo sie Unterschlupf, aber auch Nahrung finden. Dünger und andere Gifte können für Igel und andere Gartentiere gefährlich werden.
  • Bitte verzichte im Garten auf Mähroboter und Laubsauger. Diese Geräte können Igel schwer verletzen oder töten. Aber auch beim Rechen und Rasenmähen ist Vorsicht geboten.
  • Sorge für Schlupflöcher auf Bodenhöhe: Igel wandern auf der Suche nach Nahrung umher. Dicht schließende Zäune sind ihnen dabei im Weg. Ein Schlupfloch macht den Weg frei.
  • Vermeide Fallen: Igel sind neugierig und kriechen machnmal in Müllsäcke. Stelle die Müllsäcke erst kurz vor der Abholung hinaus.
  • Igel sind keine besonders guten Schwimmer. Sorge daher für eine möglichst flache Böschung am Gartenteich, damit die Igel aus dem Wasser kommen.
  • Lass herumliegende Laub- und Komposthaufen zwischen November und April unberührt. Igel bauen dort gerne ihre Nester. Wenn schlafende Igel im Winter aufgeschreckt werden, ist das für sie sehr anstrengend.

Igel gefunden! Was nun?

Wenn du nach Wintereinbruch einen Igel entdeckst, beobachte ihn genau. Vielleicht hat er noch kein Versteck und braucht bei Schnee und Frost deine Hilfe. Darauf solltest du achten: Ist der Igel rundlich, aktiv und rollt sich bei Berührung zu einer Kugel zusammen? Dann scheint er gesund zu sein. Lass den Igel in Ruhe. Ist der Igel mager, taumelt er und rollt sich kaum noch ein, braucht er vermutlich Hilfe. Nur in diesem Fall darfst du den Igel vorsichtig mit ins Haus nehmen.

Igel nur mit dicken Handschuhen angreifen

So gehst du richtig vor:

  • Dicke Handschuhe anziehen!
  • Karton vorbereiten: Fürs erste kannst du den Igel in einen mit Zeitungspapier ausgelegten Schuhkarton setzen. Unter dem Papier kann er sich verstecken.
  • Vorsichtig untersuchen: Wenn der Igel verletzt ist, bring ihn bitte schnellstmöglich in eine Tierklinik.
  • Temperatur messen und wärmen: Igel haben normalerweise eine Körpertemperatur von 36°C. Wenn sich seine Bauchunterseite deutlich kühler als deine Hand anfühlt, wärme ihn. Dazu kannst du den Igel auf eine lauwarme, in ein Handtuch gehüllte Wärmflasche setzen und ihn leicht zudecken.
  • Füttern: Regenwürmer und Insekten findest du im Winter wahrscheinlich nicht. Deshalb kannst du es mit diesen Alternativen versuchen: angebratenes (ungewürztes) Faschiertes, Eierspeise mit wenig Öl oder Katzenfutter. Verzichte auf Obst, Gemüse, Nüsse, Brot, Nudeln, Reis oder gar Milch! Etwas Wasser ist zum Trinken völlig ausreichend.
  • Igelhilfe kontaktieren: Hast du den Igel erstmal versorgt, wende dich an eine:n Tierärzt:in oder eine Igelnothilfe. Die Expert:innen wissen, was nun das Beste für den Findling ist. Bitte versuche nicht, den Igel ohne Beratung bei dir zu Hause zu überwintern.
Grüner Farbklecks mit dem Text Schon gewusst?

Du kannst auch anderen Tieren beim Überwintern helfen, zum Beispiel den Vögeln! Hier zeigen wir dir, wie du aus ein paar Körnern, Nüssen und Kokosfett pflanzliche Meisenknödel selbst machen kannst!

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