Alles über den Boden

17. November 2020 | Team Panda News

Boden ist die äußere Hülle der Erdkruste, die unseren Planeten umgibt. Er besteht aus Gestein, Sand und Ton. Die oberste dünne Schicht ist nährstoffreiche Erde. In diesem so genannten Humus sind fleißige Lebewesen am Werk. Regenwürmer, Asseln, Käfer und viele weitere Bodentiere zerkleinern und zersetzen Pflanzenteile wie Blätter und Äste. Auch winzige Lebewesen, die man nur unter dem Mikroskop erkennt, helfen mit.

 

Der Boden unter unseren Füßen ist lebendig!, © by vecteezy.com
Der Boden unter unseren Füßen ist lebendig!, © by vecteezy.com

Mikroorganismen: Eine riesige Zahl kleiner und kleinster Lebewesen ernährt sich von den Resten von Pflanzen und Tieren in unserer Erde und verwandelt sie bei der Ausscheidung in fruchtbaren Humus.

Ein Bärtierchen-Art unter dem Mikroskop, © by Shutterstock/3DStock/WWF
Ein Bärtierchen-Art unter dem Mikroskop, © by Shutterstock/3DStock/WWF

Zu dieser Mischung aus Lebewesen gehören Ameisen, Würmer, Maulwürfe…. und winzig kleine Lebewesen wie dieses. Es heißt „Bärtierchen“.

Wie ist der Boden entstanden?
Unter der fruchtbaren Erdschicht, auf und in der Pflanzen und Tiere leben, liegen viele weitere Schichten!

Ganz zuunterst ist das Gestein. Regen, Wind, Wasser, Kälte und Hitze haben es zu immer kleineren Sandkörnchen zerrieben. Darauf siedelten sich Pilze, Flechten und Bakterien an. Später kamen die ersten winzigen Bodentiere dazu. Ihr Kot und die toten Tiere vermischten sich mit dem Sand. Pilze und Bakterien halfen mit, die toten Tiere und Pflanzen zu zersetzen. So entstand im Laufe der Zeit die oberste Erdschicht.

Bis aus Felsen fruchtbare Erde wird, dauert es viele tausende Jahre. Deshalb ist Boden ein besonders wertvoller Teil unserer Natur.

Straßen zerschneiden Lebensräume, © by pixabay
Straßen zerschneiden Lebensräume, © by pixabay

Wenn Boden erst einmal von uns Menschen verbaut wird, zum Beispiel für Autobahnen, Straßen oder Supermärkte, kann er nicht einfach wieder neu entstehen.

Er ist für immer verloren!

Warum immer mehr Tiere verschwinden
Im Jahr 2020 hat der WWF den „Living Planet Report“ vorgestellt. Der Bericht zeigt, dass es immer weniger wilde Tiere gibt. Ihre Zahl geht nicht nur in den Regenwäldern und den Meeren zurück, sondern auch bei uns. Fast eine von drei Tier- und Pflanzenarten steht schon auf der „Roten Liste“ der bedrohten Arten.

Hamster in Not, © by pixabay
Hamster in Not, © by pixabay

Sogar Arten, von denen es früher ganz viele gab, sind heute schon sehr selten. Zum Beispiel der Feldhamster oder die Mehlschwalbe. Hier siehst du, welche Tiere den Boden brauchen.

Einer der Gründe für Bodenschwund ist, dass wir zu viel verbauen. Warum tun wir das? Jeden Tag verliert Österreich rund 11,5 Hektar gesunden, fruchtbaren Boden, weil etwas darauf gebaut wird – zum Beispiel Häuser und Straßen. Das ist so viel wie 16 Fußballfelder. Der WWF hat sich das ganz genau angeschaut und für Erwachsene den Boden-Report 2021 geschrieben. Klar ist: Je mehr wir verbauen, desto weniger Platz bleibt den Tieren und Pflanzen.

Pia Panda ist traurig, © by WWF
Pia Panda ist traurig, © by WWF

In den Artikeln unten auf dieser Seite kannst du mehr über dieses Thema lesen. Du erfährst auch, was du selbst für den Schutz unseres Bodens tun kannst!

Rückfragen

Weitere Neuigkeiten

Basteltipp: Papier selber machen

Basteltipp: Papier selber machen

In Österreich werden pro Jahr rund 1,5 Millionen Tonnen Altpapier gesammelt. Beim Recycling, also beim Wiederverwerten des Altpapiers, gehört Österreich weltweit zu den Spitzenreitern. Aus dem Altpapier stellt man Recycling-Papier, Karton, Wellpappe, Pack-, Zeitungs-...

mehr lesen
Perfekt getarnt: Die besten Tigerverstecke

Perfekt getarnt: Die besten Tigerverstecke

Die größte Raubkatze der Erde ist eine beeindruckende Erscheinung! Mit ihrem orangefarbenen Fell und den schwarzen Streifen sind Tiger in freier Natur perfekt getarnt: Die Streifen-Zeichnung ist bei jedem Tier anders – man nennt das "individuell" - so wie der...

mehr lesen
WWF-Aktion: Wiese und Bäume statt Beton!

WWF-Aktion: Wiese und Bäume statt Beton!

© Johannes ZinnerDer 20. Oktober 2021 ist ein wichtiger Tag für den Schutz unseres Bodens. Der WWF hat Vertreter*innen der Regierung, der Bundesländer und der Gemeinden an einen Tisch gebracht. Wir fordern: Politikerinnen und Politiker müssen den Flächen“fraß“ endlich...

mehr lesen
Tiere in Not: So kannst du Igeln helfen!

Tiere in Not: So kannst du Igeln helfen!

Igel schützen - so gehts! Igel haben es nicht leicht: Sehr viele werden von Autos überfahren. In Wohngebieten finden sie immer seltener einen passenden Unterschlupf. Wollt ihr ihnen helfen? Hier findet ihr unsere Tipps: Igel brauchen Hecken, hohes Gras, Sträucher und...

mehr lesen
Am 29. Juli ist Welterschöpfungstag

Am 29. Juli ist Welterschöpfungstag

Am 29. Juli ist Welterschöpfungstag Der so genannte Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag findet heuer bereits am 29. Juli statt. Es ist der Tag, an dem die Ressourcen der Erde - das heißt alle Naturgüter die wir zum Beispiel für Nahrung, Kleidung und Baustoffe...

mehr lesen
Spannende Auen-Rätselrallye

Spannende Auen-Rätselrallye

Mach mit und gewinne! Wenn du mit deiner Familie oder deinen Freund*innen das WWF-Reservat Marchegg besuchst, erlebst du den Auen-Dschungel hautnah und kannst viele Tiere beobachten! In dieser ganz besonderen Auenlandschaft leben über 500 gefährdete Tier- und...

mehr lesen
Kinder und Jugendliche vor den Vorhang

Kinder und Jugendliche vor den Vorhang

Willst auch du eine Aktion für bedrohte Tierarten starten? Berichte zum Beispiel deinen Schulkolleg*innen über ein Tier das dich besonders interessiert. Informiere deine Freund*innen mit einem Referat, einer Aktion oder Ausstellung. Vielleicht finden dann mehr Kinder...

mehr lesen
Sind Faultiere wirklich faul?

Sind Faultiere wirklich faul?

Wenn sich ein Faultier durch die Bäume hangelt, ist es mit einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Metern pro Minute unterwegs. Die meiste Zeit bewegen sich Faultiere überhaupt nicht. Sie schlafen etwa 15 bis 18 Stunden am Tag! Ein Leben lang abhängen Im Regenwald von...

mehr lesen