Frösche und Kröten: nützliche Schneckenjäger!

Macht mit und helft den bedrohten Hüpfern

Bist du gerne im Garten unterwegs? Habt ihr vielleicht sogar einen Teich oder ein Biotop? Dann weißt du sicher, dass das ein beliebter Treffpunkt für Amphibien ist, und hast schon ihrem abendlichen Gesang gelauscht.

Bei Amphibien stehen Schnecken, Würmer und Insekten auf der Speisekarte! Sie sind Gartenbesitzern also sehr nützlich.

Froschzauber

Im Märchen fordert der Froschkönig die Prinzessin auf: „Küss mich, ich bin ein verzauberter Prinz!“ In Wirklichkeit funktioniert die Verwandlung in Menschen leider nicht…

Eine Pfütze voller Kaulquappen!, © by pixabay
Eine Pfütze voller Kaulquappen! © pixabay

Frösche und Kröten verwandeln sich aber tatsächlich: aus winzigen Eiern ohne Schale (Laich) werden Larven und daraus Kaulquappen! Später führen Amphibien ein spannendes Doppelleben als Wanderer zwischen zwei Welten.

Sie leben nämlich teilweise im Wasser, und teilweise an Land. „Amphi“ bedeutet auf Griechisch beiderseitig, und „bios“ heißt übersetzt lebend.

Bunte Amphibienwelt

Dem bekanntesten Vertreter bist du sicher schon einmal begegnet: Es ist der rund fünf Zentimeter große Laubfrosch. Er ist ein richtiger Klettermaxi, der es auch auf Sträucher und Bäume hinaufschafft. Das Wetter kann er jedoch nicht vorhersagen!

Es gibt aber noch viele weitere Arten von Amphibien. Sie sind alle geschützt!

Wunderschön blau: der Moorfrosch, © by pixabay
Wunderschön blau: der Moorfrosch © pixabay

Kennst du den schwarz-gelben Feuersalamander? Auch der blaue Moorfrosch, die Rotbauchunke, der Kammmolch, der Bergmolch, die Erdkröte und die Knoblauchkröte leben bei uns.

Achtung, Krötenwanderung!

Im Frühjahr brechen Frösche, Kröten und Molche aus ihrem Winterversteck zu
ihrer großen Wanderung auf. Sie wollen sich paaren und ihre Eier in dem Gewässer ablegen, in dem sie einst geschlüpft sind. Manchmal müssen sie dabei eine Straße überqueren. Damit sie nicht überfahren werden, bauen Naturschützer*innen Krötenschutzzäune.

Eine Erdkröte in Gefahr, © by pixabay
Eine Erdkröte in Gefahr © pixabay

Einmal am Tag werden die Tiere eingesammelt und auf die andere Straßenseite gebracht. Noch besser sind Krötentunnel. Sie ermöglichen Amphibien, aber auch anderen kleinen Tieren wie Igeln, ein gefahrloses Unterqueren der Straße.

Was die Hüpfer und Kriecher bedroht

Überall, wo Land trockengelegt wird und Feuchtgebiete wie Moore, Tümpel, Teiche oder Altarme von Flüssen verschwinden, verlieren Amphibien ihre Heimat! Die seltene Gelbbauchunke kann zum Beispiel eine mit Regenwasser gefüllte Fahrspur im Wald nutzen, um ihre Eier abzulegen. Wird die Straße asphaltiert, gibt es keine Pfütze mehr.

Weil sie immer weniger geeignete Lebensräume und Laichgewässer finden, brauchen Frosch & Co unsere Unterstützung! Auch die Reptilien kämpfen ums Überleben. Erfahre hier mehr über sie!

Ute Nüsken mit einer Erdkröte, © by privat
Ute Nüsken mit einer Erdkröte © privat

Das ist Ute vom Verein AURING. Sie schützt Amphibien und vermittelt Kindern viel Spannendes über diese tollen Arten. Ihr Lieblingstier ist ein kleiner Wasserdrache: der Donau-Kammmolch. Lade dir hier den Molch-Bastelbogen runter

Wie du mithelfen kannst

  • Verwendet im Garten niemals Gift! Das ist schlecht für alle Tiere.
  • Amphibien und Reptilien fressen Würmer, Schnecken, Spinnen, Insekten, Käfer und andere kleine Tiere. Wenn ihr bunte Blütenwiesen und Hecken als „Insektenbuffet“ anlegt, unterstützt ihr beide: Die Insekten und die Tiere, die sich von ihnen ernähren. Hier sind unsere TEAMPANDA-TIPPS: Hilf den Insekten
  • Achtet darauf, dass in eurem Gartenteich keine Fische sind.
    Sie fressen den Laich der Amphibien, aber auch die Wasserinsekten auf.
  • Lasst Katzen nicht frei im Garten laufen, da sie nicht nur Vögel, sondern auch Amphibien und Reptilien töten.
Pia’s Tipp für dich, © by WWF
Pias Tipp für dich © WWF

Habt ihr Lust auf ein kleines Frosch-Spiel auf der Wiese mit euren Freund*innen oder Nachbarskindern?

Hier findet ihr die Anleitung: Fang den Frosch!

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