Vier Beine, ein Schwanz und Hornschuppen?

Ganz klar, ein Reptil! Mach mit und hilf den bedrohten Kriechtieren

Reptilien haben keine bestimmte Körpertemperatur. Sie passen sich der Umgebung an. Das wird als „wechselwarm“ bezeichnet. So hat zum Beispiel eine Eidechse nach einem ausgiebigen Sonnenbad eine höhere Körpertemperatur als nach einer kalten Nacht.

Im Schuppenkleid

Du erkennst Kriechtiere – wie Reptilien auch genannt werden – leicht daran, dass ihr gesamter Körper mit Hornschuppen bedeckt ist. Die Schuppen haben die unterschiedlichsten Formen: geometrisch, halbrund, groß oder klein. Sie schützen die Haut wie ein Panzer.

Im Gegensatz zu Amphibien, die sich verwandeln schlüpfen aus den Eiern von Reptilien fertig entwickelte Jungtiere. Sie werden größer, ohne dass sich ihr Aussehen verändert.

Drachengeschichten

Im Märchen sind Drachen feuerspeiende Ungeheuer, die Leute bedrohen und sogar Prinzessinnen nicht verschonen… Bei den „echten Drachen“ verhält es sich genau umgekehrt: Sie müssen sich vor uns Menschen fürchten, denn wir zerstören ihren Lebensraum.

Ein Komodowaran in Indonesien, © by M. Terrettaz/WWF
Ein Komodowaran in Indonesien, © by M. Terrettaz/WWF

Weltweit gibt es tausende verschiedene Arten von Reptilien. Auch Krokodile und Schildkröten zählen dazu. Die größte Echse unserer Zeit ist der Komodowaran: Er bringt es auf drei Meter Länge und rund 70 Kilogramm Gewicht! Erfahre mehr

Bunte Vielfalt

In Österreich leben noch 14 Reptilienarten, die alle geschützt sind. Die häufigste ist die Zauneidechse. Hier kannst du mehr über diese schöne Sonnenanbeterin erfahren. Vielleicht hast du am Boden schon mal einen sehr dünnen, durchsichtigen Streifen gefunden: Reptilienhaut! Echsen und Schlangen müssen ihre Haut immer wieder wechseln, wie eine zu eng gewordene Strumpfhose, die nicht mitwächst.

Lia und Jakob mit einer jungen Ringelnatter, © by Mohl
Lia und Jakob mit einer jungen Ringelnatter, © by Mohl

Zu den heimischen Kriechtieren gehören zum Beispiel die wasserliebende Ringelnatter, die lange Äskulapnatter und die schillernde Smaragdeidechse. Die Blindschleiche sieht zwar aus wie eine Schlange, doch sie zählt zu den Echsen.

Nichts zu lachen für die Drachen

Reptilien wie beispielsweise Eidechsen sind bedroht, weil es in unserer Landschaft kaum noch Sträucher, Hecken oder Steinhäufen zum Verstecken und für die Nahrungssuche gibt. Doch manche Bauern lassen bunte Blühstreifen stehen.

Es braucht mehr bunte Blühstreifen!, © by WWF/Mohl
Es braucht mehr bunte Blühstreifen!, © by WWF/Mohl

Mit einem solchen „Insektenbuffet“ werden beide unterstützt: Die Insekten und die Tiere, die sich von ihnen ernähren.

Auch du kannst was tun! Lies mal die TEAMPANDA-TIPPS: Hilf den Insekten

Was bedeutet Her-pe-to-lo-gie?
Es ist die Wissenschaft von den Tiergruppen der Amphibien und Reptilien. Das Wort kommt aus der griechischen Sprache: Herpeton heißt „kriechendes Tier“. Die Herpetolog*innen erforschen, wo Frösche, Salamander, Schlangen und Eidechsen vorkommen. Sie wissen aber noch zu wenig darüber, wie viele Tiere dort leben, wo viele Menschen wohnen, also in Siedlungsgebieten und Gärten.
 

Wie ihr mithelfen könnt

  • Beteiligt euch an der Zählung der Reptilien und Amphibien in Österreichs Gärten.
  • Verwendet im Garten niemals Gift! Das ist sehr schlecht für alle Tiere.
  • Reptilien und Amphibien fressen Würmer, Schnecken, Spinnen, Insekten, Käfer und andere kleine Tiere. Legt bunte Summ- und Brummwiesen und Hecken für Insekten an.
  • Komposthaufen sind ein super Platz für Schlangen, um ihre Eier abzulegen.
  • Macht aus Ästen Holzhäufen und baut Trockensteinmauern auf. Eidechsen lieben diese Verstecke und das Sonnenbad auf warmen Steinen und Sand!
  • Lasst Katzen nicht frei im Garten laufen, da sie nicht nur Vögel, sondern auch Reptilien und Amphibien töten.
Pia macht mit - bist du auch dabei?, © by WWF
Pia macht mit – bist du auch dabei? © WWF

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