WWF im Einsatz gegen Plastik

21. November 2019 | Team Panda News

Die Österreichische Regierung soll für weniger Verpackungsmüll sorgen

Der WWF kämpft dafür, dass nicht mehr so viele Meerestiere durch Plastik sterben und dass weniger Plastikmüll in der Natur landet. Unsere Regierung muss sich gut überlegen, wie sich der viele Müll eindämmen lässt.

Wir brauchen mehr © Mehrweg

Wir brauchen mehr © Mehrweg

Es sollte viel mehr Mehrweg-Angebote geben! Der WWF regt außerdem an, dass ein gutes Einweg-Pfandsystem eingeführt wird und mehr Materialien wiederverwertet werden. Wenn man jetzt damit beginnen würde, könnten wir ein Viertel unseres Mülls einsparen – und das schon in den nächsten fünf Jahren!

 

 

 

Vor allem Plastik ist in Österreich ein großes Problem. Wir recyclen viel weniger als andere Länder in der EU. Dazu sagt Elisa Gramlich, WWF-Expertin für Plastik und Kreislaufwirtschaft: „Das ist nicht nur eine sinnlose Verschwendung von Energie und Rohstoffen, sondern schadet unserer Umwelt und dem Klima!“

Auch Mikroplastik, also winzige Plastikteilchen, gehört nicht in die Umwelt! Es gelangt zum Beispiel durch das Waschen von Kleidung aus Kunstfaser, durch Duschgels und Sonnencreme, aber auch durch den Abrieb von Autoreifen in die Abwässer und dann weiter in die Meere. Jedes Jahr landen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Pro Minute kommt eine neue Lastwagenladung hinzu.

 

Meerestiere verwechseln Plastikmüll mit Nahrung und sterben oft daran © Shutterstock/Rich Carey/WWF

Plastikmüll und Mikroplastik-Kügelchen sind eine große Gefahr für die Meerestiere, die Plastik mit Nahrung verwechseln und fressen. Viele verhungern mit einem plastikgefüllten Magen.© Shutterstock/Carey/WWF

 

Der WWF fordert daher eine strenge internationale Regelung, um den weiteren Eintrag von Plastik in die Meere bis 2030 zu stoppen.

Du kannst mithelfen, die Natur vor Plastik zu schützen! Lade dir unsere
TEAMPANDA-Tipps: Weg mit dem Plastikmüll! runter und informiere auch deine Freund*innen und Schulkolleg*innen, was sie tun können! Noch mehr Infos und unser Video zu Plastik findest du hier

KLEINES LEXIKON DER BEGRIFFE:

 

Pfandsystem: Wiederverwendung bedeutet, dass eine Verpackung nicht nur einmal verwendet und dann weggeschmissen wird, sondern mehrmals verwendet wird. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Glasflasche, die gewaschen und neu befüllt werden kann. Solche Flaschen bezeichnet man daher als Mehrweg-Flaschen. (Mehrweg-Flaschen haben auch ein Pfand, doch hier werden die Flaschen nicht recycelt, sondern gewaschen und wiederbefüllt.)

Einweg-Pfandsystem bedeutet, dass du beim Kaufen von Getränkeflaschen im Supermarkt ein Pfand in der Höhe von ein paar Cent zahlen musst. Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, bringst du die Flasche einfach wieder und erhältst dein Geld zurück. Dadurch können die PET-Flaschen gesammelt und anschließend recycelt werden.

Der Ausdruck „Recycling“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „wieder in den Kreislauf zurückbringen“. Dabei wird nicht der Gegenstand wiederverwertet so wie er ist, sondern etwas Neues daraus gemacht. Zum Beispiel kann man aus PET-Flaschen wieder neue Verpackungen herstellen, oder aus Speiseabfällen Dünger gewinnen. Recycling ist aber oft sehr aufwändig und braucht viel Energie! Noch besser ist es daher, Müll zu vermeiden.

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