naturzerstoerung-natur-grafik-erde

Wie geht es der Natur auf der ganzen Welt?

7. September 2020 | Team Panda News

Der Living Planet Report ist ein Bericht, der alle zwei Jahre vom WWF gemacht wird. Dafür wird untersucht, wie es den Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensräumen und dem Klima geht. Viele Wissenschaftler:innen arbeiten mit. Sie vergleichen die Ergebnisse mit den Reports der letzten Jahre. So können sie sehen, was besser und was schlechter geworden ist.

Arten und Lebensräume sind bedroht, © by WWF-UK
Arten und Lebensräume sind bedroht © WWF-UK

Das Ergebnis ist ein wie ein „Gesundheits-Check“ unserer Erde. Wir können erkennen, was die Natur bedroht und auch, was diese Bedrohungen für uns Menschen bedeuten. Am Ende des Berichts geben die Fachleute Empfehlungen, wie Politiker:innen, Wirtschaftstreibende, Naturschützer:innen und wir alle, die Lage der Welt verbessern können.

Der Bericht für 2020 sieht nicht gut aus

Es werden immer weniger Säugetiere, Fische, Vögel, Amphibien und Reptilien. Seit 1970 ist die Anzahl vieler Tiere im Durchschnitt um zwei Drittel geschrumpft. Die Zahlen der untersuchten Wirbeltiere sind um 68 % zurückgegangen. Das bedeutet in einer einfachen Rechnung: Von 1000 Tieren sind nur noch 320 übrig, von 100 Tieren nur noch 32.

Zu den Arten die von den Wissenschaftler:innen untersucht wurden, gehört der Östliche Flachlandgorilla. Nur noch 13 von 100 dieser wunderbaren Menschenaffen leben in einem Nationalpark im Kongo in Afrika. Schuld ist vor allem die Wilderei. Der Afrikanische Graupapagei in Ghana wurde fast ausgerottet, weil er häufig als Haustier gehandelt wird.

Wegen der Elfenbein-Wilderei gibt es auch viel weniger Afrikanische Elefanten in Tansania, als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Auch die Tiere an den Flüssen verschwinden. Ein Beispiel ist der Chinesische Stör im Jangtse-Fluss. Kraftwerke versperren ihm den Weg zu den Laichgründen, sodass nur noch drei von 100 Fischen geblieben sind. Aus demselben Grund ist vor einigen Jahren der Chinesische Flussdelfin ausgestorben.

Warum werden die Tiere weniger?

Der Rückgang der Tiere und ihrer Lebensräume, ist vor allem auf uns Menschen zurückzuführen. Wir verbrauchen viel zu viel von dem was uns die Erde geben kann – Land, Energie und Wasser – und so schaden wir auch den Tieren.

30 % der Landfläche werden für den Ackerbau benötigt. Der Anbau von Tierfutter für unser Fleisch macht dabei einen riesigen Anteil aus.

Für Äcker und Weiden wird viel Wald gerodet. Den Flüssen wird Wasser für die Bewässerung weggenommen. Wir haben weltweit schon ein Drittel des Waldes verloren. In den letzten 50 Jahren ist jedes zweite Tier des Waldes verschwunden.

Menschen fischen auch die Meere leer. Sie hinterlassen viel Müll in den Meeren und an Land. Seltene Tierarten wie Tiger, Elefanten und Nashörner werden illegal gejagt, weil man ihr Fell, ihre Stoßzähne und Knochen verkaufen will.

Was können wir tun, damit es besser wird?

Viele dieser Probleme sind vermeidbar. Denn es wäre genug Natur für alle da! Wir können die Naturzerstörung stoppen und die Erderhitzung bekämpfen – wenn alle mitmachen! Politiker:innen, Unternehmen, Städte, Gemeinden und jede:r einzelne von uns. Der Kampf gegen das Coronavirus hat gezeigt, was möglich ist, wenn alle zusammenhalten.

Es gibt viele Organisationen wie den WWF, die wilde Tiere schützen wollen. Manchmal mit Erfolg! Zum Beispiel haben sich Buckelwale, Pandas und Tiger in den letzten Jahren wieder etwas vermehrt.

Im Umweltschutz können auch kleine Schritte Großes bewegen: Lies hier, was du tun kannst!

Rückfragen

Weitere Neuigkeiten

Haie haben Superkräfte

Haie haben Superkräfte

Starrer Blick und scharfe Zähne: Haie sehen wirklich nicht wie "Kuscheltiere" aus. Doch sie sind mächtig erfolgreich! Haie leben bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren auf der Erde. Sie überlebten sogar die Dinosaurier. Warum? Das verraten wir dir im TEAM PANDA...

mehr lesen
6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

6100 Schildkrötenbabys freigelassen!

In Peru sind mehr als 6100 junge Flussschildkröten in die Freiheit entlassen worden! Naturschützer*innen haben die Eier an Stränden eingesammelt und sie künstlich ausgebrütet. Nun sind die kleinen "Schildis" groß genug, um sich an den Flüssen und Lagunen des...

mehr lesen
Die Sprache der Wale

Die Sprache der Wale

Die mächtige Schwanzflosse eines Buckelwals © William W. Rossiter / WWF-Canon Wale faszinieren uns durch ihre Größe, ihre spielerische Intelligenz und ihr soziales Verhalten. Wir wissen noch nicht alles über sie. Doch das wenige das wir wissen, versetzt uns in Stauen....

mehr lesen
Tiere der Alpen: Welche kennst du?

Tiere der Alpen: Welche kennst du?

Viele unterschiedliche Tierarten bevölkern die Alpen. Der Gebirgszug ist der größte und höchste Europas! Manche seiner Bewohner sind winzig klein. Dazu gehört der 2,5 Millimeter lange Gletscherfloh, der Temperaturen von bis zu minus 16 Grad aushält. Andere sind sehr...

mehr lesen
Reichtum der Alpen

Reichtum der Alpen

Hohe Gipfel und sanfte Hügel, bunte Bergwiesen und dichte Wälder, verwunschene Moore und wilde Flüsse – die Alpen sind das größte und höchste Gebirge Europas. In einem riesigen Bogen erstrecken sie sich vom Mittelmeer bis ins mittlere Osteuropa. Wer’s gerne warm hat,...

mehr lesen
Mit Herdenschutzhunden im Wolfsgebiet

Mit Herdenschutzhunden im Wolfsgebiet

Wer sich einen Hirten vorstellt, denkt wohl in erster Linie an einen Mann. Doch das entspricht nicht immer der Wirklichkeit. Zum internationalen Frauentag am 8. März erzählt die Hirtin Astrid, wie bei ihr ein typischer Arbeitstag auf der Alm aussieht. Astrid hat schon...

mehr lesen
Wale auf Wanderschaft

Wale auf Wanderschaft

Wale gehören zu den erstaunlichsten Lebewesen unseres Planeten. Wir Menschen bewundern ihre schiere Größe, ihre Intelligenz und auch, wie sie sich untereinander verhalten. So verfügen Wale über ein zwei Arten von "Sprache", die ihnen zum Beispiel bei der Orientierung...

mehr lesen
Ich habe einen Namen!

Ich habe einen Namen!

Pia! Schön, dass du da bist! Gemeinsam mit dem TEAM PANDA setze ich mich für einen lebendigen Planeten ein. Schließlich bin ich ein Panda. Ein Großer Panda. Seit vielen Jahren bin ich als Maskottchen des WWF auf der ganzen Welt als Zeichen für den Schutz unserer Erde...

mehr lesen
Der Komodowaran

Der Komodowaran

Die riesigen Echsen sehen den Dinosauriern ziemlich ähnlich. Eine direkte Verwandtschaft gibt es trotzdem nicht! Warane entwickelten sich nämlich erst viele Millionen Jahre, nachdem die Dinos von der Erde verschwunden waren. Die größte Echse unserer Zeit Der...

mehr lesen
Die bizarren Echsen der Welt

Die bizarren Echsen der Welt

Weltweit gibt es tausende verschiedene Arten von Reptilien. Dazu zählen etwa Krokodile und Schildkröten, oder die in Österreich heimische Ringelnatter und die Zauneidechse. Viel riesiger als unsere Eidechse ist ... Der Komodowaran Die größte Echse der Welt kann drei...

mehr lesen
Die 10 größten Geheimnisse von Löwen

Die 10 größten Geheimnisse von Löwen

1. Fast alle wilden Löwen leben in Afrika, aber eine kleine Gruppe ... ... gibt es in Indien! Der Sasan Gir Nationalpark im Westen Indiens ist die einzige Region außerhalb Afrikas, in der noch freilebende Löwen zu finden sind. 2. Löwen sind Schwergewichte Männchen...

mehr lesen
Was macht die Bank mit unserem Geld?

Was macht die Bank mit unserem Geld?

Die Bank hat von selbst kein Geld. Sie braucht das Geld der Leute die es ihr anvertrauen. Bringst Du Dein Geld zur Bank, dann liegt es aber nicht einfach im Safe. Die Bank verwendet es und leiht es weiter an Menschen und Unternehmen, die damit etwas kaufen oder bauen....

mehr lesen
Rettet die Robbe

Rettet die Robbe

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe braucht Hilfe Im Mittelmeer gibt es Wale, Delfine und sogar eine Robbenart: die Mittelmeer-Mönchsrobbe. 70 Robben leben bei der Insel Gyaros, östlich der griechischen Hauptstadt Athen. Den Robben fehlt es an Fisch - genauso wie den...

mehr lesen
Die Delfine und Wale des Mittelmeers

Die Delfine und Wale des Mittelmeers

Hättest du das gedacht? Im Mittelmeer leben nicht nur Delfine, Haie und Robben, sondern auch ganz große Wale. Sie brauchen einen Rückzugsort, wo sie sich von den zahlreichen Bedrohungen erholen können. Diesen finden sie im Walschutzgebiet Pelagos. Der WWF hat dazu...

mehr lesen
Die Lösung: Schonende Fischerei

Die Lösung: Schonende Fischerei

Schonender Fischfang garantiert nicht nur eine bunte Vielfalt in den Ozeanen, sondern sichert auch die Arbeitsplätze der Fischerinnen und Fischer und damit die Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen auf der ganzen Welt. „Nachhaltige Fischerei“ bedeutet: Es darf nur...

mehr lesen
Blauwale: Giganten der Meere

Blauwale: Giganten der Meere

Welches ist das größte Tier der Erde? Richtig - der Blauwal. Er ist vermutlich das größte Lebewesen, das jemals auf der Erde gelebt hat. Der größte bisher gefundene Blauwal war über 35 Meter lang, der schwerste wog etwa 190 Tonnen. Sein Herz ist so groß wie ein...

mehr lesen
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Rechtgrundlage dafür ist unser berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ) zur Nutzung bestimmter Cookies. Diese kannst du über den entsprechenden Link im Footer der Website jederzeit überprüfen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung, Speicherdauer und Übertragung ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit den von uns verwendeten Cookies finden sie in unserer Datenschutzerklärung im Bereich 8.Verarbeitungsvorgänge.

HINWEIS:
Bei Cookies von Drittanbietern die in den USA niedergelassen sind, werden diese ebenfalls nur nach Ihrer Einwilligung gesetzt da den USA vom Europäischen Gerichtshof kein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. So besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten dem Zugriff durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken unterliegen und dagegen keine wirksamen Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.