Der Fischotter

Flinker Kerl mit wasserdichtem Fell

Fischotter sind keine Nagetiere, sondern mit den Mardern verwandte Raubtiere. Manchmal teilen sich Fischotter und Biber ein Revier.

Sogar wenn das Wasser zugefroren ist, kommt der Fischotter gut zurecht. Und das, obwohl er keine wärmende Fettschicht unter der Haut hat wie etwa der Eisbär oder Pinguin. Aber er trägt einen dichten, absolut wasserfesten Pelz.

Vor allem wegen seines tollen Pelzes und weil er als Fischräuber galt, wurden Fischotter früher bejagt. Zur Fastenzeit hat man ihn auch gegessen. Die Jagd hat dazu geführt, dass der schlanke Wasserbewohner fast ausgerottet wurde.

Trotzdem konnten ein paar Fischotter in einigen Gebieten bei uns und in anderen Ländern Europas überleben. So gelang es dem Fischotter, sich in den letzten 20 Jahren von selbst wieder auszubreiten – auch in vielen Teilen Österreichs. Heute steht er unter strengem Schutz.

Doch viele Wasserkraftwerke verschlechtern unsere Flusslandschaften so stark, dass sich Fische nicht mehr wohlfühlen. Damit verliert der Otter mehr und mehr seine Nahrungsgrundlage.

Fischotter stehen unter strengem Schutz, © by C.Wolf-Petre/WWF
Fischotter stehen unter strengem Schutz, © by C.Wolf-Petre/WWF

Ein schneller Schwimmer mit super Isolierung! Mit bis zu 50.000 Haaren pro Quadrat-zentimeter (cm2) hat der Fischotter das dichteste Fell aller heimischen Säugetiere. Zum Vergleich: der Mensch hat auf einem cm2 Kopfhaut gerade mal 120.

Das Wasser ist sein Reich!, © by W. Gastinger
Das Wasser ist sein Reich!, © by W. Gastinger

Wie ein Reißverschluss
Die einzelnen Haare des Fischotters sind ineinander verzahnt. Sie machen das Fell wasserdicht. Während der Otter schwimmt und jagt, können sich darin winzige Luftbläschen verfangen. Das ist gut: Denn auch sie halten die Kälte ab.

Die Schwimmhäute zwischen den Zehen sorgen für einen Turbo-Antrieb und der Schwanz dient als Steuer!

Fischotter, © by Global Warming Images / WWF-Canon
Fischotter, © by Global Warming Images / WWF-Canon

Wasserscheu – na so was!
Ab der sechsten Woche müssen kleine Fischotter schwimmen lernen. Kaum zu glauben – aber die Kleinen sind beim ersten Ausflug aus dem Bau oft wasserscheu. Dann muss die Mutter nachhelfen und sie ins Wasser schubsen.

Einfach mal die Luft anhalten
Auch wenn du ein guter Taucher oder eine gute Taucherin bist: Mit dem Fischotter nimmt es so leicht niemand auf: Er kann bis zu zehn Minuten unter Wasser bleiben!

Bist du jetzt neugierig auf den schnellen Schwimmer geworden und willst mehr über ihn erfahren? Dann schau mal rein in unser Fischotter-Referat!

Weltweit gibt es übrigens 13 Otterarten! Sie gehören zur Familie der Marder, wie auch Dachse, Iltisse oder Wiesel. Hier stellen wir dir einige von ihnen vor.

Tipp
Vielleicht magst du mit deiner Familie auch mal einen Ausflug ins Waldviertel unternehmen. Im Unterwasserreich, kann man ab Ende Mai wieder viel Spannendes über den Fischotter erfahren und ihn beobachten.

Warum der Fischotter bedroht ist und was der WWF für ihn macht? Hier findest du Infos darüber.

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