Naturschutz – was heißt das genau?

Und wer ist dafür zuständig?

Du weißt sicher, dass sich der WWF für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und für die Natur einsetzt. Aber was bedeutet „Naturschutz“ eigentlich genau?

Es bedeutet, dass die Tiere und Pflanzen in den Lebensräumen, in denen sie ursprünglich in Freiheit vorkommen, geschützt und erhalten werden.
Sie sollen also nicht etwa nur am Bauernhof, im Zoo oder in einem großen Freigehege überleben.

Weltweit sind viele Arten vom Aussterben bedroht. Zum Beispiel Pandabären, Nashörner oder Tiger. Aber auch bei uns sind Luchs, Wolf, Feldhase, Seeadler, zahlreiche Arten von Bienen, Blumen und viele weitere, sehr selten geworden. Sie stehen deshalb unter Schutz.

Auen-Dschungel: Ein besonders artenreicher Lebensraum, © by Rudo Jurecek
Auen: Ein besonders artenreicher Lebensraum © R. Jurecek

Das heißt, dass diese Tiere und Pflanzen nicht oder nur eingeschränkt gejagt, nicht gefangen oder ausgerissen werden dürfen.

Um Arten zu erhalten, muss nicht nur auf die Tiere und Pflanzen selbst, sondern auf ganze Landschaften aufgepasst werden.

Lebensräume wie Flüsse und Auen, Wälder und Wiesen müssen geschützt werden, damit sich Tiere und Pflanzen ansiedeln und fortpflanzen können. Leider verschwindet immer mehr Grün unter Beton.

Blauwal, © by naturepl.com/David Fleetham/WWF
Blauwal © naturepl.com/David Fleetham/WWF

Der Naturschutz umfasst auch Lebensräume weit weg von uns, wie zum Beispiel die Meere, die für die ganze Erde und somit auch für das Überleben der Menschen wichtig sind.

Wer ist für den Naturschutz zuständig?

Jedes Land ist selbst für den Schutz der Natur auf seinem Staatsgebiet verantwortlich.
Um große Gebiete wie zum Beispiel die Regenwälder zu schützen, ist es notwendig, dass sich die Regierungen der betroffenen Länder auf gemeinsame Regeln einigen. Zum Beispiel, wo und wie viele Bäume gerodet werden dürfen. Die Länder müssen auch gemeinsam die Anwendung der Regeln überwachen.

Für Gesetze oder Ziele, die für mehrere Länder gelten, sind unter anderem die Europäische Union (EU) oder die Vereinten Nationen (UNO) zuständig. Zum Beispiel sind besonders bedeutende Lebensräume in Europa Teil eines Netzwerks an Schutzgebieten, die „Natura 2000“ – Gebiete heißen.

Luchsbaby, © by Miha Krofel
Luchsbaby © Miha Krofel

Bedrohte Arten wie etwa der Wolf oder der Luchs, die weit wandern und dadurch Staatsgrenzen überschreiten, sind durch Regelungen für die ganze EU geschützt.

Neben den Regierungen der Länder setzen sich auch viele private Organisationen, so genannte „Nichtregierungsorganisationen“ (abgekürzt NGOs) wie der WWF, für den Schutz von Natur und Umwelt ein.

 

Pia macht mit - bist du auch dabei?, © by WWF
Pia macht mit – bist du auch dabei?© WWF

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