Frühlingsbote: Der Storch ist wieder da!

7. März 2022 | Team Panda News

Zwei Wochen früher als üblicherweise, ist der erste Weißstorch im WWF-Reservat Marchauen in Niederösterreich gelandet. Bis Ende August leben die gefiederten Bewohner der Storchenstadt Marchegg bei uns. Danach ziehen sie über den östlichen Mittelmeerraum wieder nach Afrika zurück. Diese Flugreise ist rund 10.000 Kilometer lang!

Der erste Meister Adebar, so der Name des Storches als Fabeltier, wird nicht lange allein bleiben. In den nächsten Wochen gesellen sich nach und nach die anderen Störche dazu. Dann geht es ans Putzen und Renovieren der Horste. Im April muss alles fertig sein, denn dann beginnt das Brüten.

Im Baum statt auf dem Dach

Während anderswo die Storchennester auf Hausdächern zum Ortsbild gehören, brüten die Störche der Marchauen großteils in den alten Eichen beim Schloss Marchegg. Die riesigen Horste werden jahrzehntelang bewohnt, gepflegt und ausgebaut. Derzeit sind 50 Storchenhorste in Verwendung. Das gibt es in Europa kein zweites Mal!

Hier brüten die Störche noch auf ihren ursprünglichen Brutplätzen: alten, knorrigen Eichen, © by WWF
Brutplätze in alten, knorrigen Eichen © WWF

Mehr über die Störche kannst du hier in unserem TEAMPANDA-Wissensblatt erfahren. Ein paar Zahlen gefällig? 2021 zogen in den Unteren Marchauen 37 Storchenpaare insgesamt 95 Junge groß.

Nahrung im Überfluss

Während es im gesamten March-Thaya-Raum leider immer weniger Brutpaare gibt – unter anderem als Folge des Klimawandels -, sind die Bedingungen in der Stadt Marchegg und im WWF-Auenreservat sehr günstig. Auf den Wiesen und in den Tümpeln der Au tummeln sich Gelsen und andere Insekten, Frösche, Krebse und kleine Fische. Ein idealer Lebensraum!

Ein Storch sucht in der Auwiese nach Nahrung, © by Marion Schindlauer
Ein Storch sucht nach Nahrung © Marion Schindlauer

Im Naturschutzgebiet Marchauen/Marchegg lebt außerdem eine ganz spezielle Pferderasse: Konik-Pferde. Sie sind besonders gut an das Leben im Freien angepasst und bleiben das ganze Jahr über draußen. Koniks kommen ursprünglich aus Polen und sind eng mit dem ausgestorbenen europäischen Wildpferd verwandt. Mehr erfährst du hier und in unserem Video!

Die Koniks fressen die Wiesen ab und machen dem Storch dadurch die Jagd auf seine Beute leicht. Durch die abwechslungsreiche Landschaft gibt es viele leckere Käfer und Heuschrecken.

Eine Konikstute mit Fohlen, © by Gerhard Egger/WWF
Eine Konikstute mit Fohlen © Gerhard Egger/WWF

 

Bald öffnet das beliebte Infozentrum Marchegger Storchenhaus wieder seine Pforten! Im Rahmen der NÖ Landesausstellung ab 26. 3. erwarten euch spannende Au-Erlebnisse!

Ihr könnt die Au aber auch auf eigene Faust entdecken! Lest hier, was ihr alles sehen könnt. Hast du schon unsere Auen-Rätselrallye gemacht?

 

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