Energiekonzern bekämpft gerichtlich angeordnete Herausgabe vor Verfassungsgerichtshof – WWF kritisiert Geheimhaltung sicherheitsrelevanter Informationen – Unterlagen auch für Kaunertal-Ausbau relevant
Kaunertal: WWF fordert naturverträgliche Alternativen statt Platzertal-Zerstörung
Anlässlich der Aktuellen Stunde im Tiroler Landtag fordert die Naturschutzorganisation WWF von Landeshauptmann Anton Mattle den Stopp des Ausbauprojekts Kraftwerk Kaunertal und drängt auf naturverträgliche Alternativen. “Die Tiwag hält stur an ihrem Planungsfossil fest. Dabei gibt es in der Kraftwerksgruppe im Kühtai eine passende Alternative für Pumpspeicherkapazitäten. Die Zerstörung des Naturjuwels Platzertal ist damit nicht notwendig”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
In Sachen Wasserableitungen kritisiert der WWF die wiederholten Täuschungsmanöver des Tiwag-Konzerns, der immer noch die Rechte am Ötztaler Wasser besitzt und diese bislang auch nicht abgeben will. “Völlig intakten Gletscherflüssen bis zu 80 Prozent ihres Flusswassers zu entziehen, ist eine ökologische Katastrophe. Daran ändern auch weitere drei Jahre Wartezeit und neue Gutachten nichts. Nur wenn der gesamte Kaunertal-Ausbau gestoppt wird, gibt es die Sicherheit, dass das Wasser im Ötztal bleibt”, sagt Maximilian Frey vom WWF.
Die Studie des Energieexperten Jürgen Neubarth:
https://wwf-bilder.px.media/share/1731339597DxUbnDJ8wF6Muj
Fotos von Platzertal, Gepatschspeicher und Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz:
https://wwf-bilder.px.media/share/1731339010RUV2qfmQsdStdb
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