© AdobeStock / cherryandbees

Nachhaltige Ernährung

Essen innerhalb der Grenzen des Planeten

Unsere Ernährung ist eine der größten Gefahren für Natur und Klima.

Rund ein Viertel unseres ökologischen Fußabdruckes ist auf unsere Ernährung zurückzuführen. Das liegt einerseits am hohen Fleischkonsum der Österreicher*innen, der im wahrsten Sinne des Wortes schwere Kost für Mutter Erde ist. Der Konsum von tierischen Produkten wie Eier, Milch und Fleisch macht rund zwei Drittel des Flächenverbrauchs und auch der Treibhausgasemissionen der gesamten Ernährung aus.

Zum anderen haben viele Rohstoffe unserer Nahrung – wie etwa Soja und Palmöl – ihren Ursprung in den Biodiversitätshotspots unserer Erde, wie etwa der Amazonas-Region. Ohne klare Kriterien und Standards laufen diese einzigartigen Lebensräume Gefahr, unserem steigenden Ressourcenhunger zum Opfer zu fallen. So kann unsere Ernährung indirekt zur Rodung wertvoller Tropenwälder oder Savannen führen.

Aber auch die Produktion von Lebensmitteln in Österreich trägt, vor allem durch konventionelle Anbaumethoden und der intensiven Flächennutzung, zur Degradierung von Klima und Natur bei. Die Verbesserung der Produktionsbedingungen in Richtung des ökologischen Landbaus schont Ressourcen und bewahrt die Artenvielfalt.

Trotz der enormen Auswirkung der Lebensmittelproduktion auf den Planeten geht Essen am Weg vom Feld auf den Teller verloren. Weltweit betrifft das etwa ein Drittel der hergestellten Nahrungsmittel. In Österreich landen jährlich rund 1 Million Tonnen wertvoller Lebensmittel in der Tonne. Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen trägt zum Klima- und Artenschutz bei, ist aus sozialer Perspektive bedeutend und hat ökonomische Vorteile.

 

Unsere Ernährung - eine Gefahr für Mensch und Natur

Eine gesunde Ernährung innerhalb der Grenzen des Planeten schont Klima, Arten und Gesundheit.

Der WWF setzt sich dafür ein, dass es allen Menschen in Österreich möglich ist, sich gesund, genussvoll und innerhalb der Grenzen des Planeten zu ernähren. Eine Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesunden Ernährung, die weniger Fleisch, dafür aber mehr Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte enthält, ist zentraler Baustein einer nachhaltigen Ernährungszukunft. Die Produktion von Nahrungsmitteln muss nachhaltiger und ressourcenschonender gestaltet werden. Importierte Agrarrohstoffe und Lebensmittel müssen hohen Umwelt- und Menschenrechtsstandards entsprechen und ihre Herkunft ausgewiesen werden. Um die unnötige Verschwendung wertvollen Essens zu stoppen, braucht es effektive Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster etablieren.

Die Arbeit des WWF mit Unternehmen im Bereich Nachhaltige Ernährung behandelt die zentralen Herausforderungen einer nachhaltigen Ernährungswende. Gemeinsam mit österreichischen Unternehmen der Lebensmittelbranche erstellen wir umfassende Strategien, um eine nachhaltige Transformation im Kerngeschäft sowie in vor- und nachgelagerten Sektoren zu erreichen. Mögliche Themenfelder umfassen unter anderem: Weniger und dafür besseres (Bio-)Fleisch, Förderung von pflanzlichen Alternativen und nachhaltigeren Angeboten, Reduktion vermeidbarer Lebensmittelverschwendung und –verlusten, Bewusstseinsbildung für Mitarbeiter*innen, Konsument*innen und Partner*innen sowie Corporate Advocacy.

 

Kontakt

DIin Hannah-Heidi Schindler
Programmleitung Nachhaltige Ernährung
Mobil: +43 676 83 488 268
E-Mail: hannah-heidi.schindler@wwf.at

 

Kontakt

Olivia Herzog, MSc
Programm-Managerin Nachhaltige Ernährung
Mobil: +43 676 83 488 252
E-Mail: olivia.herzog@wwf.at 

Unternehmen der Lebensmittelbranche tragen die große Verantwortung, die Menschen in Österreich mit gutem Essen zu versorgen. Investition in nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sind lange kein Selbstzweck mehr, sondern dringend nötig, um eine sichere Ernährungszukunft zu schaffen.