Living Planet Report 2026
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Report herunterladen (en)WWF Living Planet Report 2026: Der große Verlust der biologischen Vielfalt setzt sich fort
Alle zwei Jahre veröffentlicht der WWF im Living Planet Report, wie es um weltweite Wildtierbestände bestellt ist. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus dem Bericht von 2026:
Die Bestände schrumpfen um 73 %
Wie steht es um unsere Erde und ihre Bewohner? Der Living Planet Index zeigt, dass die Größe der weltweit untersuchten Bestände von Wirbeltieren zwischen 1970 und 2022 im Schnitt um 73 % gesunken sind.
Artenschutz wirkt
Doch die gute Nachricht: Schützen wir Arten und ihre Lebensräume, können die Bestände sogar ansteigen. Die Wissenschaft zeigt, dass sich die Natur erholen kann – und das oft schneller, als wir denken. Ein Beispiel ist der Tiger in freier Wildbahn: Zwischen 2010 und 2025 ist die Population um 70% gewachsen.
Es ist noch nicht zu spät
Hoffnung ist mehr als nur ein Gefühl: Sie kann den Wandel in unserer Gesellschaft vorantreiben, den wir so dringend brauchen. Im Naturschutz ist Hoffnung ein Prozess, der Menschen dazu bewegt, sich über lange Zeiträume hinweg mit komplexen, ungewissen Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Drei große Treiber des Naturverlusts
Drei Systeme sind maßgeblich für den Verlust unserer Natur verantwortlich: das Ernährungs-, Energie- und Finanzsystem. Doch sie lassen sich verändern – und befinden sich bereits im Wandel. Ein positives Beispiel ist der Ausbau von Solar- und Windenergie.
Zeit, zu handeln
Auch wenn sich das Zeitfenster für eine neue und bessere Zukunft immer weiter verengt, bleibt es doch noch offen. Wir verfügen über vielversprechende Wege, die Fähigkeit zum Handeln und globale Ziele, für die sich der Einsatz lohnt. Wir alle – ob Regierungen, Unternehmen oder Privatpersonen – müssen nun an einem Strang ziehen.
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Der Living Planet Index
Er ist ein Gradmesser für den ökologischen Gesundheitszustand unserer Erde: Der Living Planet Index (LPI), der alle zwei Jahre vom WWF veröffentlicht wird. Im Jahr 2026 umfasst der Index Daten aus knapp 35.803 Wirbeltierbeständen weltweit: Dazu zählen Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien. Leider zeigen die Zahlen, dass die untersuchten Bestände stetig weiter schrumpfen, von 1970 bis 2022 im Schnitt um dramatische 73 %. Der Zustand der biologischen Vielfalt unserer Erde ist also weiterhin höchst besorgniserregend. Gleichzeitig ist der globale LPI ein weltweiter Durchschnittswert: In einigen Regionen nimmt die Vielfalt rasant ab, in anderen ist die Entwicklung hingegen positiv. Etwa die Hälfte der Populationen, die der globale LPI erfasst, sind stabil oder nehmen zu. Das ist wichtig, denn es zeigt uns, dass der Rückgang nicht unveränderlich ist: Dort, wo sich Menschen engagiert haben, konnten sich die Wildtierpopulationen wieder erholen.
Große Bedrohung im Süßwasser
Am stärksten sind zum wiederholten Mal Bestände zurückgegangen, deren Existenz von intakten Flüssen, Gewässern und Feuchtgebieten abhängt. Dazu zählen viele Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, aber auch Säugetiere. Die untersuchten Bestände in Süßgewässern sind im Schnitt um 85 % zurückgegangen. Das zeigt, welche drastischen Auswirkungen die fortschreitende Zerstörung und Verschmutzung der Süßwasser-Lebensräume hat. Wandernde Fischarten haben es besonders schwer: Menschengemachte Hindernisse wie Kraftwerksbauten oder Flussregulierungen zerschneiden ihre Wanderrouten.
Sterbende Tropen
Geografisch gesehen ist die Lage in tropischen Regionen besonders dramatisch. Die untersuchten Bestände gingen in Lateinamerika und in der Karibik seit 1970 im Schnitt um 95% zurück. Besonders erschreckend, denn gerade dort sind die Gebiete zu finden, die weltweit die größte Biodiversität vorweisen können.
Keine Entwarnung gibt es auch für andere Regionen: In Afrika schwanden die untersuchten Bestände durchschnittlich um 80 %, in Asien-Pazifik um 49 %. In Nordamerika sind die untersuchten Populationen um durchschnittlich 28 % eingebrochen. In Europa und Zentralasien gingen die untersuchten Bestände durchschnittlich um 23% zurück. Das liegt vor allem auch daran, dass in Europa viele Arten schon vor 1970 stark dezimiert wurden und dass Europa viele Produkte importiert, deren Herstellung zu Waldzerstörung und Verschmutzung in anderen Teilen der Welt führt.
- Lateinamerika und Karibik 95%
- Afrika 80%
- Asien-Pazifik 49%
- Nordamerika 28%
- Europa und Zentralasien 23%
Sterbende Tropen
- Lateinamerika und Karibik 95%
- Afrika 76%
- Asien-Pazifik 60%
- Nordamerika 39%
- Europa und Zentralasien 35%
Geografisch gesehen ist die Lage in tropischen Regionen besonders dramatisch. Die untersuchten Bestände gingen in Lateinamerika und in der Karibik seit 1970 im Schnitt um 95% zurück. Besonders erschreckend, denn gerade dort sind die Gebiete zu finden, die weltweit die größte Biodiversität vorweisen können.
Keine Entwarnung gibt es auch für andere Regionen: In Afrika schwanden die untersuchten Bestände durchschnittlich um 76 %, in Asien-Pazifik um 60 %. In Nordamerika sind die untersuchten Populationen um durchschnittlich 39 % eingebrochen. In Europa und Zentralasien gingen die untersuchten Bestände um durchschnittlich 35 % zurück. Das liegt vor allem auch daran, dass in Europa viele Arten schon vor 1970 stark dezimiert wurden und dass Europa viele Produkte importiert, deren Herstellung zu Waldzerstörung und Verschmutzung in anderen Teilen der Welt führt.
Drei große Stellschrauben: Ernährung, Energie und Finanzen
Es sind drei zentrale Systeme, die den Verlust der Artenvielfalt besonders stark vorantreiben: Energie, Ernährung und Finanzen.
Das Energiesystem trägt durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entscheidend zur Klimakrise bei. Rund drei Viertel der Treibhausgasemissionen entstehen bei der Versorgung von Haushalten, Verkehr und Industrie. Die Folgen belasten mittlerweile Ökosysteme auf der ganzen Erde.
Eng damit verbunden ist unser Ernährungssystem. Die Landwirtschaft ist der größte Einzelverursacher für den Verlust von Lebensräumen und verursacht zugleich viele Treibhausgasemissionen. Das System versagt auch gegenüber den Menschen, die es ernähren soll: Mehr als 673 Millionen Menschen sind unterernährt, und mehr als eine Milliarde leiden an Adipositas.
Das Finanzsystem entscheidet darüber, welche Branchen und somit auch Aktivitäten wachsen und welche schrumpfen. Im Jahr 2023 flossen rund 7,3 Billionen US-Dollar in Aktivitäten, die der Natur schaden, während lediglich 220 Milliarden US-Dollar in Maßnahmen zum Schutz oder zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt flossen.
Damit echter Wandel gelingt, müssen Energie, Ernährung und Finanzen gemeinsam neu ausgerichtet werden. Klare politische Regeln können dabei positive Kipppunkte auslösen und Veränderungen beschleunigen.
Die Natur geht schneller verloren, als wir sie schützen. Die Politik muss die Zerstörung von Lebensräumen stoppen und den Schutz der Natur verbindlich in Wirtschaft und Gesellschaft verankern.
Zeit, zu handeln: Ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz
Wir haben bereits die Mittel und Rahmenbedingungen, um den Verlust von Arten und Biodiversität zu stoppen und umzukehren. In weiten Teilen der Welt hat man bereits begonnen, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Was jedoch knapp ist, ist die Zeit – deshalb ist es umso wichtiger, dass wir jetzt handeln.
Im Jahr 2022 einigten sich fast alle Länder der Welt auf einen gemeinsamen Plan, um den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren: den Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal. Dieser Plan ist die am besten koordinierte Verpflichtung zum Schutz der Natur, die jemals von einer Generation eingegangen wurde. Doch die bisher ergriffenen Maßnahmen haben noch nicht das Ausmaß erreicht, das erforderlich ist, um die Versprechen einzulösen.
Deshalb müssen sich drei Dinge ändern: Erstens müssen Länder die Verantwortung für ihren Konsum übernehmen, der in anderen Teilen der Welt für Entwaldung, Wasserknappheit und Artensterben sorgt. Zweitens müssen Regierungen klare und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, damit wirtschaftliche Akteure rasch handeln können. Und drittens müssen Fortschritte unabhängig und ehrlich nachverfolgt werden können.
Denn das Fenster, in dem eine andere Zukunft noch möglich ist, wird immer kleiner, aber es bleibt offen. Wir verfügen über vielversprechende Wege, die Fähigkeit zum Handeln und ein Ziel, das die Mühe jedenfalls wert ist!
Retten Sie bedrohte Tierarten mit einer
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Gemeinsam können wir Wilderei, Artenhandel und Lebensraumverlust bekämpfen. Ihre Patenschaft macht den Unterschied!




