2010 ist das Jahr des Tigers: Retten Sie die prächtigen Raubkatzen vor dem Aussterben
Nur mehr 3.000 bis 4.000 Tiger leben in freier Wildbahn. 2010, das chinesische Jahr des Tigers, muss eine Wende bringen in der traurigen Entwicklung, die von Wilderei, Lebensraumzerstörung und Klimawandel geprägt ist!
Der Tiger kämpft seit Jahrzehnten um seine Existenz. "Wir haben nicht mehr viel Zeit, den Tiger vor dem Aussterben zu bewahren", warnt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. Heute bevölkern nur mehr 3.000 bis 4.000 Tiger in freier Wildbahn die Erde.
In den fünf Mekongstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar (Burma), Thailand und Vietnam streifen heute nur noch 350 wild lebende Tiger durch die freie Natur. 1998 wurde deren Zahl noch auf 1.200 geschätzt. Tiger-Experten befürchten, dass der Tiger in der Region bis zum nächsten Jahr des Tigers im chinesischen Horoskop im Jahr 2022 völlig aussterben könnte. Der WWF startet deshalb 2010 eine weltweite Kampagne für das Überleben der Großkatzen im chinesischen Jahr des Tigers.
Die Global Tiger Initiative Das Verbreitungsgebiet der Tiger hat sich in den letzten 100 Jahren massiv verkleinert: Wilderei und Lebensraumzerstörung haben dazu beigetragen, dass Tiger heute nur mehr in wenigen isolierten Gebieten vorkommen, die sich nur noch auf eine Größe von 7 Prozent der ursprünglichen Fläche beschränken.
Der WWF engagiert sich im Rahmen einer globalen Partnerschaft von Naturschutzorganisationen, Zoologischen Instituten und der Weltbank für die Rettung der weltweiten Tigervorkommen. Bis 2022 soll sich die Anzahl der weltweit lebenden Tiger von nur mehr knapp 4.000 auf 8.000 Tiere verdoppelt haben. In 13 ausgewählten Tigerregionen der Erde werden spezifisch abgestimmte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die begleitenden Kampagnen wollen auf die Problematik der Wilderei und des illegalen Handels mit Tigerprodukten hinweisen.