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Wisent (Europäisches Bison)

  • Wisent
Name:
Wisent (Europäisches Bison)

Wissenschaftlicher Name:
Bison bonasus

Lebensraum:
Verschiedene Laub- oder Mischwälder, offene Flächen wie Weiden, Waldwiesen, Kahlschlagflächen und junge Baumanpflanzungen
 
Geografische Verbreitung: Die größte frei lebende Population lebt im Urwald von Bialowieza in Polen. Weitere frei lebende Herden existieren in Polen, der Ukraine und in Russland.

Gefährdungsstatus: IUCN: „Stark gefährdet“

Bestandsgröße: Der weltweite Bestand der reinrassigen Europäischen Bisons lag im Jahr 2005 bei 3.500 Individuen, wovon 1.800 Tiere in der Wildnis und Halbwildnis leben.

Wisent Steckbrief: PDF-Dokument Wisent 


Die größten Landsäugetiere Europas

Die Wisente sind die etwas kleineren europäischen Vettern der amerikanischen Bisons. Dennoch sind sie die größten Landsäugetiere Europas. Große Männchen werden bis zu einer Tonne schwer.

In historischer Zeit umfasste ihr Verbreitungsgebiet ganz Mittel-, West- und Südosteuropa. Im Osten waren sie bis zur Wolga und zum Kaukasus verbreitet. Lebensraumverlust und Landschaftszerschneidung für den Ackerbau, Waldabholzungen, sowie uneingeschränkte Jagd und Wilderei waren die Hauptursachen für die Bestandsabnahmen. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Wildnis nur noch zwei Wisentpopulationen im polnischen Urwald von Bialowieza und im Westkaukasus. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges starben sie dort um 1920 herum ebenfalls aus.

Doch zum Glück hatten einige Wisente in der Obhut zoologischer Gärten überlebt. Nach Jahren planmäßiger Züchtung wurden deren Nachfahren ab 1952 wieder erfolgreich in Bialowieza ausgewildert.

Das Ziel für den Wisentschutz ist die Etablierung langfristig überlebensfähiger Wisentbestände in der Wildnis. Der WWF begann 1996, gemeinsam mit mehreren europäischen Zoos und Tierparks, ein weiteres Projekt zur Wiederansiedlung nachgezüchteter Wisente in ihrer angestammten Heimat. Ziel ist es, die Tiere vor allem in den Waldgebieten von Orel und Bryansk südwestlich von Moskau wiederanzusiedeln. Ab einer Herdengröße von 500 Tieren rückt das langfristige Überleben der Art in freier Wildbahn in greifbare Nähe. Die Jagd auf sie ist heute überall weitgehend verboten.
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