Artenlexikon
Echte Bärentraube

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Artenlexikon:

wissenschaftlicher Name
Arctostaphylos uva-ursi
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Verbreitung

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Echte Bärentraube

Name:
Echte Bärentraube

Wissenschaftlicher Name:
Arctostaphylos uva-ursi

Lebensraum:
Zwergstrauchheiden und lichte Kiefernwälder; auf sauren, kalk- und nährstoffarmen Böden

Geografische Verbreitung: Zirkumpolar in Europa, Nordasien und Nordamerika: In Europa südwärts bis Spanien, in Nordamerika südwärts bis nach Virginia, Illinois, Neu-Mexiko und Kalifornien. Im nördlichen Verbreitungsgebiet kommt sie häufig vor, in Mittel- und Südeuropa ist die Verbreitung vor allem auf Bergregionen beschränkt.

Gefährdungsstatus:

  • Kroatien und Albanien: „Vom Aussterben bedroht“
  • Deutschland und Holland: „Stark gefährdet“
  • Slowakei: „Gefährdet“
  • Litauen, Lettland, Estland und Kaliningrad: „Potenziell gefährdet“
  • Bulgarien, Tschechien und Rumänien: Art wird als „selten“ angegeben
  • EG-Verordnung (338/97): Anhang D (zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten)
  • In Deutschland ist die Pflanze nach dem Bundesnaturschutzgesetz „besonders geschützt“. Wilde Populationen sind nach der Bundesartenschutzverordnung ebenfalls geschützt.

Bestandsgröße: Keine Angaben

 

Blätter für die Blase

Die Bärentraube gehört zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae). Sie bildet einen etwa 25 bis 100 Zentimeter hohen Strauch mit krugförmigen weißen bis rosa Blüten, aus denen sich rote, erbsengroße Beeren entwickeln. Ihre Blütezeit ist von März bis Juni. Die Bärentraube ist eine langsamwüchsige Pionierart. Sie kommt im Prinzip in ganz Europa vor, ist aber überall an bestimmte Standortbedingungen gebunden, denn sie bevorzugt trockene, sonnige Zwergstrauchheiden, Bergwälder und geschützte Felsnischen.

Die Echte Bärentraube ist eine Heilpflanze, die in vielen Präparaten gegen entzündliche Erkrankungen der Harnwege enthalten ist. Sie wird fast ausschließlich in der Wildnis gesammelt. Hauptsächlich ihre Blätter werden als Arznei verwendet.

Der internationale Handel mit Bärentraube und die Übernutzung der Vorkommen haben in weiten Teilen Europas dazu geführt, dass die Art heute stark gefährdet ist. WWF und TRAFFIC erarbeiten deshalb konkrete Konzepte zur nachhaltigen Nutzung von Medizinal- und Aromapflanzen.

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