Artenlexikon
Fieberklee

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Artenlexikon:

wissenschaftlicher Name
Menyanthes trifoliata
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Verbreitung

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Fieberklee

Name:
Fieberklee

Wissenschaftlicher Name:
Menyanthes trifoliata

Lebensraum:
Niedermoore, Feuchtwiesen und mesotrophe (mittlerer Nährstoff- und Sauerstoffreichtum) Verlandungszonen; liebt schwach saure, meist torfige Böden.

Geografische Verbreitung: Weit verbreitet in der temperierten und arktischen Zone der nördlichen Hemisphäre – Europa bis Asien und Nordamerika

Gefährdungsstatus:

  • Belgien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina: „Vom Aussterben bedroht“
  • Slowakei: “Stark gefährdet“
  • Deutschland, Österreich, Luxemburg: „Stark gefährdet“
  • Holland: „Potenziell gefährdet“
  • Kroatien, Rumänien: „Selten“
  • Europäische Artenschutzverordnung (EG-Verordnung 338/97): Anhang D

Bestandsgröße: Bestandsgröße: Abschätzungen für Bestandesgrößen liegen bei Pflanzen generell bisher nur lokal oder regional vor, nicht aber überregional oder für deren gesamtes Verbreitungsgebiet.

 

Wirkt ganz anders

Nein, er wirkt nicht bei Fieber, sondern bei Magen- und Verdauungsproblemen sowie bei Gallenleiden. Aber der Name „Fieberklee“ deutet schon den früheren Gebrauch an. Fiebersenkende Wirkung konnte wissenschaftlich allerdings nicht nachgewiesen werden.

In Deutschland wird die Arzneipflanze, die von Mai bis Juni blüht, vorwiegend zur Herstellung von Kräuterlikören genutzt. Die krautige Pflanze mit kleeblattartigen, dreizähligen, langgestielten Blättern und hübschen, weißen bis rosafarbenen Blüten ist auch als Gartenteichpflanze beliebt.

Der Fieberkleebestand ist in vielen europäischen Ländern gefährdet. Ursache für den Rückgang der Art ist vor allem der Lebensraumverlust. Die vom Fieberklee beanspruchten natürlichen Verlandungszonen oder Feuchtwiesen sind durch Entwässerung und Düngung vielerorts verschwunden.

Insgesamt gibt es wenig Angaben über die Handelsmengen oder Auswirkungen der Nutzung auf die natürlichen Bestände der Art. Besonders die Verwendung als Bittermittel in der Likörindustrie ist kaum zu dokumentieren. Das Pflanzenmaterial stammt aus Wildsammlung, da sich die Anbauversuche bisher nur im Experimentierstadium befinden. Eine schonende Sammlung ist aufgrund der Lebensweise und Regenerationsfähigkeit der Art denkbar.

WWF und TRAFFIC erarbeiten konkrete Konzepte zur nachhaltigen Nutzung von Medizinal- und Aromapflanzen.

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