Artenlexikon
Zitteraal

© 2020 WWF Finnland

Artenlexikon:

wissenschaftlicher Name
Electrophorus electricus
Icon Unterarten

Verbreitung

ARTENLEXIKON: Zitteraal         Die Fakten Bilder und MedienWeiterführende InfosNews

Zitteraal

Name:
Zitteraal

Wissenschaftlicher Name: Electrophorus electricus

Lebensraum:
Der Zitteraal lebt in schlammigen und sauerstoffarmen Süßgewässern im Nordosten Südamerikas

Geografische Verbreitung: Zitteraale sind im Nordosten Südamerikas im Amazonasbecken weit verbreitet. Sie bewohnen insbesondere den Amazonas, den Orinoko sowie deren Nebenflüsse und Altarme.

Gefährdungsstatus: IUCN: nicht gefährdet

Bestandsgröße: unbekannt

 

Der elektrische Jäger

Der Zitteraal ist kein Aal, obwohl er so aussieht und so heißt. Er gehört vielmehr zur Ordnung der Neuwelt-Messeraalartigen (Gymnotiformes), zu der insgesamt 62 Arten in sechs Familien gehören.

Der Zitteraal ist der einzige Vertreter in der Familie der Elektrischen Aale, die in Südamerika beheimatet sind. Er ist in der Lage, Stromstöße mit über 800 Volt zu erzeugen. Schon Alexander von Humboldt hat dieses beeindruckende Tier auf seiner Südamerika-Expedition zu Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben.

Der Zitteraal fühlt sich am wohlsten in warmen, schlammigen, sauerstoffarmen Süßgewässern. Der größte Teil seines aalähnlichen, zylindrischen Körpers ist mit elektrischen Organen (Elektroplax) besetzt. Bei ihnen handelt sich um umgebildete Muskeln, die hohe Spannungen freisetzen können. Diese setzt er einerseits zum Nahrungserwerb ein – er fängt mithilfe der Stromstöße vor allem andere Fische –, andererseits nutzt er sie zur Orientierung und zur Partnersuche. Die Männchen bauen Nester aus Wasserpflanzen und bewachen die Eier und später auch die Larven.

Der Zitteraal gilt heute noch nicht als gefährdet. Aber man kann aufgrund seines nur sehr schwer zu erforschenden Lebensraumes nur sehr schwer feststellen, wie viele Individuen in freier Natur noch leben. Denn auch er wird in seinem Lebensraum durch Überfischung, Verschmutzung der Gewässer, Verbauung und Zerschneidung der Flüsse durch Kraftwerke und Hochwasserschutzbauten sowie durch die rasant fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes stark beeinträchtigt.

Der Schutz des Lebensraumes hat für alle bedrohten Tier- und Pflanzenarten des Amazonas absolute Priorität. Daher hat sich der WWF zum Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Jahren den größten Teil der Biodiversität im brasilianischen Amazonasbecken durch ein umfassendes Schutzgebietsnetzwerk zu sichern.

Tags
Arten
Artenschutz
Fische
Flüsse
Geographisch
Südamerika
Thematisch
Hinweis: Dieser Inhalt wurde zuletzt vor mehr als einem Jahr aktualisiert. Zahlen und Fakten könnten daher nicht mehr aktuell sein. Bitte benutzen Sie die Globale Suche um aktuellere Inhalte zum Thema auf wwf.at zu finden.
i

News

Aktuelle Beiträge zum Thema

Ich bin im TEAM PANDA

Ich bin im TEAM PANDA

Gemeinsam mit dem TEAM PANDA machen sich viele Kinder für einen lebendigen Planeten stark. Willst du wissen, wer dabei ist und warum? Dann schmökere dich mal durch die Seiten von...

mehr lesen