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CO₂-Entnahme im Net-Zero-Transitionsplan

Mit dem CDR-Kompass zur glaubwürdigen Net-Zero-Strategien

Was ist CO₂-Entnahme?

Alle Verfahren, die CO₂ aktiv aus der Atmosphäre entnehmen und dauerhaft speichern, werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Häufig spricht man auch von Negativemissionen oder auf Englisch Carbon Dioxide Removals (kurz CDR).

Die CO₂-Entnahme kann durch unterschiedliche natürliche als auch technische Methoden erfolgen. Je nach Verfahren ergeben sich verschiedene Potenziale und Risiken für Unternehmen und Natur.

Warum brauchen wir CO₂-Entnahme zusätzlich zur Emissionsreduktion?

Nur durch die Begrenzung der globalen Erhitzung auf 1,5°C im Vergleich zu vorindustriellen Werten können die katastrophalen Auswirkungen der Klimakrise auf unsere Natur, die Gesellschaft und die Wirtschaft verhindert werden. Dafür muss bis spätestens 2050 „Netto null“ erreicht werden – ein Emissions-Gleichgewicht, durch welches das globale Temperaturniveau stabilisiert werden kann.

Grundsätzlich leisten Emissionsreduktionen dabei den größten und wichtigsten Beitrag. Um jedoch die verbleibenden Residualemissionen zu neutralisieren, also jene Treibhausgase, die trotz aller verfügbaren Technologien, Effizienzmaßnahmen und Umstellungen nicht vollständig vermeidbar sind, ist die zusätzliche CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre unverzichtbar.

Neben kurz- und mittelfristigen Vorteilen, können dadurch langfristig netto-negative Emissionen erreicht werden, um eine temporäre Überschreitung der 1,5°C-Grenze („Overshoot“) zu korrigieren und das globale Temperaturniveau zu stabilisieren.

Cover CDR Kompass für Unternehmen

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Um Net Zero zu erreichen, müssen Unternehmen zusätzlich unvermeidbare Rest-Emissionen durch eine dauerhafte, naturverträgliche CO₂-Entnahme neutralisieren.

Lara Breitmoser

Programm-Managerin Nature & Business, WWF Österreich

Jetzt wirksam und strategisch im Unternehmen verankern!

Die CO₂-Entnahme entwickelt sich aktuell zu einem neuen strategischen Handlungsfeld für Unternehmen. Wer sich frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzt, kann seinen Klimatransitionsplan durch diese notwendige, strategische Ergänzung festigen, ihn mit freiwilligen Rahmenwerken in Einklang bringen und von den Vorteilen profitieren.

Die Rolle von CO2-Entnahme im Unternehmenskontext hängt stark von der individuellen Strategie und Geschäftsmodell ab.

WWF CDR-Kompass unterstützt Unternehmen

Der WWF hat den Leitfaden „Fit für Paris: Der CDR-Kompass für Unternehmen – CDR-Technologien verstehen, strategisch bewerten und in Portfolios für Net Zero übersetzen“ erstellt.

Unternehmen erfahren darin, welche Rollen – von der Neutralisierung über die Verantwortung für weiterhin anfallende Emissionen bis zur Zielerreichung im Landsektor – die CO₂-Entnahme einnehmen kann, welche Methoden sich für die einzelnen Rollen eignen und was es beim Portfoliodesign zu beachten gilt.

Warum ist CO₂-Entnahme für Unternehmen relevant?

Unternehmen haben bei der strategischen Entwicklung der CO₂-Entnahme eine wichtige Rolle als Innovationstreiber und Kapitalgeber:

  • Privates Kapital kann einen zentralen Beitrag zum erforderlichen Kapazitätsaufbau und zur Schließung der globalen Finanzierungslücke leisten.
  • Zudem tragen Unternehmen nach dem Verursacherprinzip Verantwortung für den Ausstoß ihrer Emissionen. Diese Verantwortung übersetzt sich in wissenschaftsbasierte Klimaziele und Transitionspläne.

Internationale Rahmenwerke für unternehmerischen Klimaschutz wie die Science Based Targets-Initiative greifen die CO₂-Entnahme inzwischen als relevanten Bestandteil der Zielsetzung auf und verlangen von Unternehmen eine Beschäftigung mit dem Thema.

Um die Wirksamkeit der CDR-Strategie zu gewährleisten, gelten strikte ökologische und soziale Leitplanken für die Anwendung im Unternehmen. Als Teil eines breiten CDR-Portfolios sollten Unternehmen insbesondere solche CDR-Technologien fördern, die nachweisbare Vorteile für Mensch und Natur haben.

Rückfragen

Lara Breitmoser M.A.
Programm-Managerin Nature & Business, WWF Österreich

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