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Biologie der Braunbären

Lebensraum, Ernährung, Fortpflanzung und mehr

Lebensraum
Der Europäische Braunbär lebt vor allem in großräumigen Waldgebieten und Gebirgswäldern. Sie haben einen individuell unterschiedlich großen Aktionsraum (durchschnittlich 100 km²)  und wandern je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot. Der Braunbär kommt in Höhen von bis zu 5.000 Metern vor. Entscheidend für einen geeigneten Lebensraum des Bären ist ein ausreichendes Nahrungsangebot, die Möglichkeit, dem Menschen jederzeit ausweichen zu können und ein Angebot an geschützten Höhlen für die Winterruhe, in die er sich im Spätherbst verziehen kann. Als Winterlager dienen neben den Felshöhlen selbst gegrabene Höhlen unter Wurzelstöcken oder Windwürfe. Geeignete Lebensräume sind vor allem die Alpen und Mittelgebirge mit großen, zusammenhängenden Waldgebieten.

Wildbach und Wald, © by WWF
Wildbach und Wald, © by WWF

Aktivitätszeiten, Winterruhe
Die Aktivitätszeit des Braunbären hängt von den Umweltbedingungen, der Jahreszeit oder der Nähe von Menschen ab. Sie gelten als vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv, insbesondere in von Menschen besiedelten Gebieten.  Zur Zeit des größten Nahrungsbedarfs, im Frühling und im Herbst, sind sie auch tagsüber auf Nahrungssuche, im Sommer hingegen hauptsächlich in der Nacht.
Da Bären während der Winterzeit nicht genug Nahrung finden, begeben sie sich in eine Winterruhe. Dabei wird die Körpertemperatur wenig, Puls und Atemfrequenz stark abgesenkt. In diesem Zustand nehmen sie weder Wasser noch Nahrung auf und geben auch keinen Kot oder Urin ab. Um zu überleben, bauen sie ihre gesammelten Fettreserven ab. Bärenmütter versorgen dabei auch noch ihre Jungen mit Milch, die zu einem Drittel aus Fett besteht. Bei mildem Wetter können Bären ihr Lager kurzfristig verlassen, so dass man auch im tiefsten Winter gelegentlich ihre Spuren im Schnee findet. Üblicherweise beginnt die Winterruhe zwischen Oktober und Dezember und endet zwischen März und Mai.

Ernährung
Die Allesfresser ernähren sich zu 75% vegetarisch. Im Sommer und Herbst größtenteils von Beeren, Eicheln, Bucheckern und Kastanien. Neben Gräsern, Kräutern und Blüten stehen außerdem Nüsse und Pilze auf ihrem Speiseplan. Bären sind keine guten Jäger. Tierische Nahrung ist trotzdem eine wichtige Protein- und Energiequelle. Willkommen sind Aas von Huftieren, die Opfer des Winters wurden, und Fische. Auch Insekten (Ameisen, Wespen, Bienen) dienen als Proteinquelle. Von diesen Tieren fallen ihnen allerdings kaum gesunde, erwachsene Tiere zum Opfer. Meist töten und fressen sie kranke oder altersschwache Tiere sowie Jungtiere.

Fortpflanzung
Paarungszeit ist von April bis August, nach einer Tragzeit von 7 bis 9 Monaten kommen im Winterlager meist 2 bis 3 sehr kleine Junge, nackt und blind, zur Welt. Die Jungtiere werden  rund 4 Monate lang gesäugt und bleiben etwa 2 Jahre bei der Mutter. Danach gehen sie eigene Wege. Bären werden im Alter von 4-5 Jahren geschlechtsreif.

Sozialverhalten
Braunbären leben in der Regel als Einzelgänger. Während der Paarungszeit kommt es zu kurzzeitigen Verbindungen. Die Männchen wollen so verhindern, dass sich die Weibchen mit anderen Tieren fortpflanzen. Die einzige dauerhafte Bindung ist die der Mutter zu ihrem Nachwuchs.

Bären sind nicht territorial. Das heißt: Sie dulden Artgenossen gleichen Geschlechts in ihrem Gebiet. Als vorwiegend vegetarisch lebende Tiere müssen sie kein Jagdrevier mit ausreichendem Huftierbestand gegen Artgenossen verteidigen.

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