Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Klimagesetz: WWF begrüßt Klimaneutralität 2040, kritisiert fehlende Verbindlichkeit

Wien, am 21. August 2026 – Der WWF Österreich begrüßt die Einigung zu einem Klimagesetz in dem die Klimaneutralität 2040 außer Streit steht. Das Gesetz gibt Österreich damit klare Leitplanken für den Wandel hin zu einer zukunftsfitten Wirtschaft. Damit das Gesetz wirksam ist, braucht es aber mehr Verbindlichkeit. Dazu gehören auch klare Sektorziele bis 2040. „Wenn der Klimafahrplan nicht verbindlich und ambitioniert ausgestaltet wird, droht das Klimagesetz zum Etikettenschwindel zu werden. Ohne klare Vorgaben bleibt die Klimaneutralität 2040 ein leeres Versprechen ohne Wirkung. Wer keine Konsequenzen für das Verfehlen von Klimazielen vorsieht, schafft keinen Handlungsdruck”, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.
Bei der Gestaltung des Klimafahrplans bis zum nächsten Jahr ist vor allem ein Fokus auf natürlichen Klimaschutz wichtig: „Wir müssen mit der Natur arbeiten, statt gegen sie. Wir brauchen Renaturierung und naturbasierte Lösungen – denn eine intakte Natur ist unsere beste Verbündete im Kampf gegen die Folgen der Klimakrise und stellt eine wichtige CO 2 -Senke dar”, sagt Viktoria Auer vom WWF Um die natürliche CO2-Senke in Österreich wieder zu stärken und aufzubauen, müssengesunde Wälder, Moore und Böden stärken – und wo möglich die bereits zerstörte Natur wiederherstellen. Um die Ziele zu Erreichen fordert der WWF konkret:
- Einen Wissenschaftlicher Beirat für natürlichen Klimaschutz: Der Beirat soll die Bundesregierung beraten, damit die Klimaschutzziele des Bundes, insbesondere die EU-rechtlichen Vorgaben zu LULUCF (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Wald), erreicht werden können, die natürliche CO2-Senke wieder aufgebaut wird.
- Ein konkretes Aktionsprogramm für natürlichen Klimaschutz: Ein Maßnahmenprogramm zur Wiederherstellung und Stabilisierung der Senkenwirkung in Österreich, insbesondere der Waldsenke, soll erarbeitet und umgesetzt werden. Das Maßnahmenprogramm soll einerseits zur Erreichung der LULUCF-Ziele, andererseits zur Renaturierung und Klimawandelanpassung beitragen. In diesem Rahmen soll natürlicher Klimaschutz mit dem noch ausstehenden Wiederherstellungsplan verbunden werden.
- Eine verbesserte und transparente Datenlage: Konkrete Bezifferung des CO2-Senkenverlusts, welcher Ursache ist wie viel Senkenverlust zuzurechnen. Kartierungen von Altwäldern
News
Aktuelle Beiträge
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Verfehlen der 2030-Ziele
Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen









