EU-Kommission kündigt Überprüfung zentraler Naturschutz-Richtlinien für 2027 an – WWF warnt vor leichteren Abschüssen und mehr Eingriffen in Schutzgebiete – „Wild sein ist kein Verbrechen“
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur

Wien, am 16. Oktober 2026 – Die Umweltschutzorganisation WWF fordert anlässlich des heutigen Klimastreiks ein „Notfall-Programm für Klima und Natur“: Die Bundesregierung müsse fossile Großprojekte sofort stoppen, ein starkes Klimagesetz beschließen und die Wiederherstellung geschädigter Natur sichern. „Die Regierung muss unsere Lebensgrundlagen schützen, statt die nächsten Krisen einzubetonieren. Jeder Euro für klimafreundliche Mobilität und natürliche Schutzmaßnahmen macht Österreich krisenfester“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.
Das geplante Klimagesetz soll die Klimaneutralität bis 2040 absichern, klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Maßnahmen bei Zielverfehlungen festlegen. Zudem fordert der WWF einen konsequenten Ausstieg aus Öl und Gas sowie den Stopp fossiler Großprojekte wie der Lobau-Autobahn. „Neue Autobahnen und Schnellstraßen verbrauchen wertvolle Böden und kosten viele Milliarden. Dieses Geld muss in klimafreundliche Mobilität und den Schutz vor Klimafolgen fließen“, fordert Auer.
Zudem fordert der WWF Umweltminister Norbert Totschnig und die Bundesländer auf, den schwachen Renaturierungsplan zu einem „wirksamen Schutzprogramm gegen Klimafolgen“ auszubauen. Denn intakte Ökosysteme speichern Wasser, wirken kühlend und können die Folgen von Dürren und Hochwasser abfedern. „Eine intakte Natur ist unsere beste Verbündete. Sie schützt unsere Lebensgrundlagen und zahlt sich auch volkswirtschaftlich aus: Investitionen in die Renaturierung bringen im Schnitt das Zwölffache an Nutzen für die Gesellschaft“, sagt Auer.
Bilder von Viktoria Auer sind hier verfügbar. Bilder vom Streik werden im Laufe des Nachmittags ergänzt.
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