APPELL DER WIRTSCHAFT

EINE KRISENSICHERE ENERGIEZUKUNFT JETZT

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Appell der Wirtschaft fordert krisensichere Energiezukunft

160 Unternehmen fordern von der Bundesregierung rasches und wirksames Handeln

Bereits 160 Unternehmen mit einem Umsatz von 22,12 Milliarden Euro und über 87.000 Mitarbeiter*innen fordern die Politik dazu auf, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn um erfolgreich wirtschaften zu können, braucht es krisensichere Energie auch in Zukunft.

unterstützende Unternehmen

Wir leben und wirtschaften in einem Zeitalter multipler Krisen.

Die europaweiten Krisen durch Energieverknappung und Teuerung werden durch die immer dramatischeren Konsequenzen der Erderhitzung und der großflächigen Zerstörung von Lebensräumen und Artenvielfalt verstärkt. In Summe ergibt sich daraus eine Krisen-Dynamik mit massiven ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen.

Um hier wirksam gegenzusteuern, braucht es nicht nur wirksame Sofortmaßnahmen, sondern auch mittel- und langfristige strukturelle Reformen. Nur so können wir wiederkehrende Schäden und Belastungen vermeiden, verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und somit auch die Transformations-Risiken für die Wirtschaft reduzieren.

Stimmen der Wirtschaft

Lesen Sie hier warum Unternehmen die Forderungen an die Bundesregierung unterstützen.

Die Forderungen an die Bundesregierung

Unseren Wirtschaftsstandort energieeffizient und krisensicher machen.

Ein hoher Energieverbrauch führt bei volatilen Energiemärkten zu einem großen Risiko für Unternehmen. Daher muss die Politik unverzüglich ein umfangreiches Energiesparprogramm und ein ambitioniertes Energie-Effizienz-Gesetz vorlegen. Besonders wichtig sind zielgerichtete Maßnahmen für die Umrüstung technischer Anlagen, für die Sanierung von Betriebsgebäuden und für eine umfassende Mobilitätswende, die Verkehrsströme reduziert, den Straßenverkehr elektrifiziert und große Gütertransporte möglichst rasch auf die Bahn verlagert.

Einen verbindlichen Ausstiegspfad aus fossilen Energien beschließen.

Die Abhängigkeit von Energieträgern wie Erdöl und Erdgas hat fatale Folgen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Auch weil in Österreich rund 85 Prozent aller Treibhausgase bei der Verbrennung fossiler Energien in der Wirtschaft, im Verkehr und in Gebäudeheizungen entstehen, ist ein vollständiger Fossilausstieg unumgänglich. Deshalb braucht es einen maßgeschneiderten Transformationsplan. Dieses Programm muss Einsparungen belohnen, effizienten erneuerbaren Energieeinsatz fördern und dafür sorgen, dass die begrenzten Potentiale an erneuerbarem Wasserstoff und Biogas vorwiegend der Industrie zur Verfügung stehen. Entscheidend dafür sind ein wirksames „Erneuerbaren-Wärme Gesetz“ (EWG) und ein schnellstmöglicher Tausch bestehender Gasheizungen auf klimafreundliche Heizsysteme.

Ein ambitioniertes Klimaschutz-Gesetz beschließen.

Die geplante Novelle muss das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 sicherstellen und verbindliche Zwischenziele für den Bund und die Bundesländer festlegen. Begleitend braucht es ein Budget zur Finanzierung der notwendigen Programme für die Wirtschaft und für Investitionen in moderne energieeffiziente Technologien, Anlagen und Infrastrukturen. Sowohl die Industrie als auch kleine und mittlere Betriebe müssen darauf zugreifen können.

Erneuerbare Energien naturverträglich ausbauen.

Die Erzeugung erneuerbarer Energien ist preisstabiler als fossile Energie und somit eine Voraussetzung für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Allein die Stromerzeugung aus Photovoltaik muss mindestens verzehnfacht werden, jene aus Windkraft verdoppelt. Dafür müssen vor allem bereits verbaute Flächen konsequent genutzt und bestehende Anlagen modernisiert werden. Begleitend braucht es eine Energieraumplanung, die naturverträgliche Eignungs- und Ausschlusszonen verankert. Um kleinen, mittleren und großen Unternehmen die Energiewende zu erleichtern, muss die Politik zudem die Eigenerzeugung und Nutzung von Erneuerbarem Strom, die effiziente Erzeugung und Nutzung von Wärme und Kälte auf Basis Erneuerbarer Energien sowie die Nutzung industrieller Abwärme vereinfachen und fördern.

Öffentliche Mittel wirksam einsetzen und umsteuern.

Der Weg zur Klimaneutralität erfordert neben Reformen auch hohe Investitionen, die wiederum Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört ein optimiertes Steuersystem, das Investitionen in klimafreundliche Technologien begünstigt, umweltschädliche Subventionen abbaut, den Einsatz fossiler Energien schrittweise unattraktiver macht sowie wirtschaftliche und soziale Transformationsprozesse unterstützt. Zusätzlich verfügen Bund und Länder mit der öffentlichen Beschaffung und der Vergabe von Fördermitteln und Steueranreizen über wirksame klimapolitische Hebel, die deutlich stärker genutzt werden müssen. Das würde auch stärkere Heimmärkte für kreislauf-fähige Produkte und Dienstleistungen schaffen.

Helfen auch Sie die wichtigen Themen des
„Appell der Wirtschaft“ politisch umzusetzen.

Unternehmen haben auch nach der Übergabe des Appells an die Bundesregierung, die Möglichkeit, die Forderungen zu unterstützen.

Ihre Stimme ist gefragt!

Wirksamer Umwelt- und Klimaschutz kann nur in einem gemeinsamen Diskussionsprozess erreicht werden. Dafür braucht es die Unterstützung vieler innovativer Unternehmen. Denn Regierungen brauchen die praktischen Erfahrungen und das Know-how von Wirtschaftstreibenden, um eine effektive Umwelt- und Klimaschutzpolitik zu realisieren. Gleichzeitig brauchen Unternehmen einen klaren und sicheren Rahmen. So können sie zielorientiert investieren und sich mit bestehenden und zukünftigen Marktrisiken auseinander setzen.

Alle Wirtschaftstreibende haben weiterhin die Möglichkeit, die Forderungen des „Appell der Wirtschaft für eine krisensichere Energiezukunft“ zu unterstützen – denn je mehr Unternehmen desto höher die Wirkung! Wir werden die Unterstützung durch weitere Unternehmen auch wieder medial und politisch kommunizieren.

Helfen auch Sie die wichtigen Themen des „Appell der Wirtschaft“ politisch umzusetzen. Hier der Appell-Brief im Wortlaut:

Der Appell-Brief im Wortlaut

 

Wien, im Oktober 2022

Appell der Wirtschaft für eine krisensichere Energiezukunft

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Karl Nehammer!

Sehr geehrter Herr Vizekanzler Werner Kogler!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Leonore Gewessler!


Sehr geehrter Herr Finanzminister Magnus Brunner!

Wir leben und wirtschaften in einem Zeitalter multipler Krisen: Die europaweiten Energie- und Preis-Krisen werden durch die immer dramatischeren Krisen der Erderhitzung und der großflächigen Zerstörung von Lebensräumen und Artenvielfalt verstärkt. In Summe ergibt sich daraus eine Dynamik mit schwerwiegenden Folgen für uns alle.

Um hier wirksam gegenzusteuern, braucht es nicht nur wirksame Sofortmaßnahmen, sondern auch mittel- und langfristige strukturelle Reformen. Nur so können wir wiederkehrende Schäden und Belastungen vermeiden, verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und somit auch die Transformations-Risiken für die Wirtschaft reduzieren.

Wir Unternehmen stehen mit Innovationen, Know-how und großer Tatkraft bereit, die für Energiewende und Klimaschutz notwendigen Veränderung mitzugestalten. Die Politik muss dafür aber ein gut geplantes und abgestimmtes Konzept mit berechenbaren Aktionsplänen vorlegen. Das schafft Vertrauen, wirtschaftlichen Wohlstand und Arbeitsplätze, sichert hohe Lebensqualität und erhöht die Versorgungssicherheit mit Energie.

Wir wollen unseren Nachfolgegenerationen keine schlechtere Welt hinterlassen, sondern eine bessere Zukunft ermöglichen.

In diesem Sinne fordern wir die Umsetzung eines klimagerechten Aktionsplans, der vor allem die folgenden fünf Punkte enthält:

  1. Unseren Wirtschaftsstandort energieeffizient und krisensicher machen.
    Ein hoher Energieverbrauch führt bei volatilen Energiemärkten zu einem großen Risiko für Unternehmen. Daher muss die Politik unverzüglich ein umfangreiches Energiesparprogramm und ein ambitioniertes Energie-Effizienz-Gesetz vorlegen. Besonders wichtig sind zielgerichtete Maßnahmen für die Umrüstung technischer Anlagen, für die Sanierung von Betriebsgebäuden und für eine umfassende Mobilitätswende, die Verkehrsströme reduziert, den Straßenverkehr elektrifiziert und große Gütertransporte möglichst rasch auf die Bahn verlagert.
  2. Einen verbindlichen Ausstiegspfad aus fossilen Energien beschließen.
    Die Abhängigkeit von Energieträgern wie Erdöl und Erdgas hat fatale Folgen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Auch weil in Österreich rund 85 Prozent aller Treibhausgase bei der Verbrennung fossiler Energien in der Wirtschaft, im Verkehr und in Gebäudeheizungen entstehen, ist ein vollständiger Fossilausstieg unumgänglich. Deshalb braucht es einen maßgeschneiderten Transformationsplan. Dieses Programm muss Einsparungen belohnen, effizienten erneuerbaren Energieeinsatz fördern und dafür sorgen, dass die begrenzten Potentiale an erneuerbarem Wasserstoff und Biogas vorwiegend der Industrie zur Verfügung stehen. Entscheidend dafür sind ein wirksames „Erneuerbaren-Wärme Gesetz“ (EWG) und ein schnellstmöglicher Tausch bestehender Gasheizungen auf klimafreundliche Heizsysteme.
  3. Ein ambitioniertes Klimaschutz-Gesetz beschließen.
    Die geplante Novelle muss das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 sicherstellen und verbindliche Zwischenziele für den Bund und die Bundesländer festlegen. Begleitend braucht es ein Budget zur Finanzierung der notwendigen Programme für die Wirtschaft und für Investitionen in moderne energieeffiziente Technologien, Anlagen und Infrastrukturen. Sowohl die Industrie als auch kleine und mittlere Betriebe müssen darauf zugreifen können.
  4. Erneuerbare Energien naturverträglich ausbauen.
    Die Erzeugung erneuerbarer Energien ist preisstabiler als fossile Energie und somit eine Voraussetzung für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Allein die Stromerzeugung aus Photovoltaik muss mindestens verzehnfacht werden, jene aus Windkraft verdoppelt. Dafür müssen vor allem bereits verbaute Flächen konsequent genutzt und bestehende Anlagen modernisiert werden. Begleitend braucht es eine Energieraumplanung, die naturverträgliche Eignungs- und Ausschlusszonen verankert. Um kleinen, mittleren und großen Unternehmen die Energiewende zu erleichtern, muss die Politik zudem die Eigenerzeugung und Nutzung von Erneuerbarem Strom, die effiziente Erzeugung und Nutzung von Wärme und Kälte auf Basis Erneuerbarer Energien sowie die Nutzung industrieller Abwärme vereinfachen und fördern.
  5. Öffentliche Mittel wirksam einsetzen und umsteuern.
    Der Weg zur Klimaneutralität erfordert neben Reformen auch hohe Investitionen, die wiederum Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört ein optimiertes Steuersystem, das Investitionen in klimafreundliche Technologien begünstigt, umweltschädliche Subventionen abbaut, den Einsatz fossiler Energien schrittweise unattraktiver macht sowie wirtschaftliche und soziale Transformationsprozesse unterstützt. Zusätzlich verfügen Bund und Länder mit der öffentlichen Beschaffung und der Vergabe von Fördermitteln und Steueranreizen über wirksame klimapolitische Hebel, die deutlich stärker genutzt werden müssen. Das würde auch stärkere Heimmärkte für kreislauf-fähige Produkte und Dienstleistungen schaffen.

Mit freundlichen Grüßen,

die unterzeichnenden Unternehmen

  • Um den Appell der Wirtschaft zu unterstützen, füllen Sie bitte dieses Formular aus.

    Die Teilnahme ist einfach und kostenlos!

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Hinweis: Ihre Unterstützung bei dieser Initiative ist unentgeltlich. Der Appell-Brief und die Namen der unterstützenden Unternehmen werden auf den Websites von GLOBAL 2000 und WWF Österreich zu sehen sein und an die österreichische Bundesregierung geschickt. Das Ergebnis der Initiative wird darüber hinaus bei einem Medientermin präsentiert werden. Jede weitere Verwendung Ihres Unternehmensnamens wird selbstverständlich nicht ohne Ihre vorherige Zusage getätigt.

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