Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
WWF kritisiert zynische Werbung mit Tierleid: Versicherungsanbieter muss Kampagne stoppen
Wien, am 30. September 2026 – Die Naturschutzorganisation WWF kritisiert den Versicherungsanbieter Smile für seine Werbung mit dem Slogan „Reh umgefahren – halb so wild“ und fordert die Rücknahme des Sujets. Die Kampagne verharmlose das Leid verletzter und getöteter Wildtiere. „Tierleid als Verkaufsargument zu nutzen, ist zynisch. Ein Blechschaden lässt sich reparieren, ein totes Tier bleibt tot“, sagt WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler. Allein im Jagdjahr 2024/25 wurden laut Statistik Austria rund 65.000 Wildtiere auf Österreichs Straßen getötet. Das entspricht durchschnittlich einem getöteten Wildtier alle acht Minuten.
Auch für Menschen können Wildunfälle schwere Verletzungen oder gar den Tod zur Folge haben. Gerade eine Versicherung trägt daher eine große Verantwortung, über die Vermeidung solcher Unfälle aufzuklären. „Smile sollte seine Reichweite für mehr Rücksicht und Sicherheit im Straßenverkehr nutzen. Die Verharmlosung von Zusammenstößen mit Wildtieren setzt ein völlig falsches Signal“, sagt Pichler. Der WWF appelliert daher an Autofahrerinnen und Autofahrer, besonders in Wildwechselbereichen aufmerksam zu fahren und das Tempo zu reduzieren.
Mit seiner Kampagne „Wild sein ist kein Verbrechen“ setzt sich der WWF für mehr Akzeptanz und den konsequenten Schutz heimischer Wildtiere ein. Dazu gehört auch ein gesellschaftlicher Umgang, der ihren Wert anerkennt und ihr Leid ernst nimmt. „Wildtiere sind Teil unserer Natur. Ihr Leben verdient Respekt – auch in der Werbebranche“, sagt Christian Pichler.
Straßenunfälle: 180 getötete Wildtiere pro Tag
Laut Statistik Austria wurden im Jagdjahr 2024/25 auf Österreichs Straßen rund 65.000 Wildtiere getötet. Das entspricht im Schnitt fast 180 getöteten Tieren pro Tag. Im Kalenderjahr 2025 wurden zudem 283 Wildunfälle mit Personenschaden registriert. Dabei sind 322 Menschen verletzt worden, 71 davon schwer.
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