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WWF vor Klimakonferenz: Staaten müssen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas festlegen

Wien, am 6. November 2026 – Die Umweltschutzorganisation WWF nennt drei zentrale Messlatten für die bevorstehende Weltklimakonferenz in Antalya: verbindliche Fahrpläne für den weltweiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, konkrete Fortschritte beim versprochenen Entwaldungsstopp bis 2030 sowie die Umlenkung fossiler Subventionen in Klimaschutz und Renaturierung. „Mit ihrer bisherigen Politik steuern die Staaten weit am Pariser Klimaziel vorbei. Die COP31 muss einen klaren Fahrplan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas auf den Weg bringen“, sagt WWF-Experte Reinhard Uhrig.
Laut einem aktuellen Bericht des UN-Umweltprogramms steuert die Welt mit der derzeitigen Klimapolitik auf rund 2,8 Grad Erderhitzung bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Damit bleibt eine erhebliche Lücke zwischen den Zusagen des Pariser Klimaabkommens und den tatsächlichen Maßnahmen. Dabei sind die technischen Möglichkeiten für den Umbau der Energieversorgung vorhanden: Naturverträglich erzeugter erneuerbarer Strom, Wärmepumpen und Elektromobilität können fossile Energien ersetzen und den Energieverbrauch deutlich senken.
Österreich hat sich auf internationaler Ebene für einen koordinierten Ausstieg aus fossilen Energien ausgesprochen. Klare gesetzliche Vorgaben für die Umsetzung im Inland fehlen jedoch weiterhin. „Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus Öl und Gas auch zu Hause auf Kurs bringen. Haushalte und Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um in klimafreundliche Heizungen, Fahrzeuge und Produktionsanlagen zu investieren“, sagt Uhrig.
Entwaldung bis 2030 stoppen – Kurswechsel in der Finanzpolitik
Die Staaten müssen bei der COP31 konkretisieren, wie sie das international vereinbarte Ziel erreichen wollen, die weltweite Entwaldung bis 2030 zu stoppen. Der WWF fordert dafür verbindliche, überprüfbare entwaldungsfreie Lieferketten und gezielte finanzielle Unterstützung für Länder, deren Wälder besonders geschützt werden müssen. Der Schutz der Wälder ist zugleich entscheidend für den Klimaschutz: Ihre Zerstörung setzt große Mengen CO₂ frei und vernichtet wertvolle Lebensräume.
Als weitere Messlatte für die Klimakonferenz nennt der WWF den raschen Abbau fossiler Subventionen: Die freiwerdenden Gelder sollen zum Beispiel in natürliche Schutzmaßnahmen fließen. Wiederhergestellte Moore, Wälder und Auen speichern Kohlenstoff und wirken als natürliche Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, Hitze und Dürre. Zudem müssen die Staaten die internationale Klimafinanzierung stärken, um ärmere Länder beim Ausstieg aus fossilen Energien und bei der Anpassung an Klimafolgen zu unterstützen.
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